LFV – FCSG Frauen U16

Die Liechtensteinische U16 Frauen-Nationalmannschaft nimmt im Februar am UEFA Development Tournament in Malta teil und wird dort auf die Nationalteams von Aserbaidschan, Österreich und Malta treffen. Als Test für dieses grosse Turnier luden sie am vergangenen Wochenende den FCSG Frauen ein.

St. Gallen macht mehr für das Spiel

Bei kalten Temperaturen wollten beide Mannschaften nochmals zeigen, was sie drauf haben. Von Beginn weg lief der Ball in den Reihen der Grünweissen gut. Die Gegnerinnen hatten so ihre Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen.

Trotz mehr Spielanteilen schaute bisher wenig heraus. Nur gerade mal drei Chancen zählte man bis zur Pause. Aufgrund der Feldüberlegenheit etwas wenig, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Auf der anderen Seite tat sich die LFV-Auswahl schwer über mehrere Stationen zu kombinieren. Die St. Gallerinnen standen in der Defensive gut und liessen die Gastgeberinnen nur durch einen Fehler gefährlich werden. In der hintersten Reihe verloren die Gäste den Ball. Doch daraus konnten die Gastgeberinnen keinen Profit schlagen.

Bis zur Pause blieb es in Ruggell torlos und die Fans freuten sich auf einen heissen Kaffee.

Schöne Treffer zum Saisonschluss

Nach dem Pausentee für die Mädchen klappte es mit dem Tore schiessen. Der erste Abschlussversuch nach 52 Minuten von Walliser konnte Özcan S. noch knapp am Pfosten vorbei lenken. Beim anschliessenden Eckball war sie dann aber geschlagen. Via Kopf traf Musa zum 0:1.

Das Spiel wurde nun von Minute zu Minute umkämpfter. Keines der beiden Teams wollte das Spiel verlieren. St. Gallen behielt aber die Oberhand und erhöhte in der 65. Minute wiederum per Kopf zum 0:2. Torschützin dabei war Wittwen, die mit ihrem tollen Jubel die Fans zum Feiern brachte.

Die Fürstinnen fanden auch in der Folge kein Rezept, die gut stehende Abwehr der St. Gallerinnen zu knacken. Meist spielte sich die Partie in der Platzhälfte des Heimteams statt. So auch in der 75. Minute. Martin erkämpft sich den Ball auf der rechten Seite auf Höhe des Strafraums und wird darauf hin irregulär gestoppt. Di Gaetano setze sich den Ball und schoss das Leder direkt in die Maschen und zum 0:3.

Mit diesen tollen Toren geht für die Espenmädchen die Saison nun endgültig zu Ende. Sie bedanken sich bei den vielen Fans für die tolle Unterstützung und wünschen allen eine schöne Adventszeit.

Tore: 52. Musa D. 0:1; 65. Wittwen S. 0:2; Di Gaetano G. 0:3.

Aufstellung FCSG Mädchen: Wagenbach S. (Schips F.); Caputo N., Bejtovic B., Di Gaetano G.; Dzombic S., Musa D., Walliser A.; Wittwen S., Martin C. (Baumer N.); Gübeli M., Ehinger N. (Vujnic N).

Verwarnungen: 60. LFV-Auswahl (grobes Spiel)

St. Gallen, 23.11.2015

FC SG Frauen

SFV Blitzturnier Luzern

Am letzten Wochenende durften sich die U16-Mädchen dem SFV zeigen. Beim Blitzturnier haben sich diverse Nachwuchsmannschaften in Luzern gemessen.

Die St. Gallerinnen spielten gegen den FC Zürich, das Team Aargau und zum Schluss noch gegen den SC Derendingen Solothurn.

Alle der drei Spiele gingen Unentschieden aus. Vorrangig war jedoch nicht das Resultat, vielmehr zählte das Können der Fussballerinnen. Diese konnten teilweise mit super Kombinationsfussball oder Einzelaktionen glänzen, jedoch fehlte es oft an der Konstanz.

Ein langer Tag und ein noch längeres Fussballwochenende gingen um 20.00 Uhr zu Ende. Die Mädchen bedanken sich hierbei ganz herzlich bei den vielen mitgereisten Fans, die sie lautstark unterstützten.

Am nächsten Wochenende geht’s dann auch gleich wieder weiter. In Ruggell wartet am Samstag die LFV Auswahl. Anpfiff ist um 14.00 Uhr.

FC Zürich – FCSG Mädchen (1:1)

Tor: Mattle L.

FCSG Mädchen – Team Aargau (1:1)

Tor: Musa D.

SC Derendingen Solothurn – FCSG Mädchen (1:1)

Tor: Walliser A.

Im Kader der FCSG Mädchen: Schips F., Wagenbach S., Bejtovic B., Dietsche J., Caputo N., Schneider L., Walliser A., Musa D., Dzombic S., Keim J., Martin C., Di Gaetano G., Gübeli M., Vujnic N, Mattle L., Wittwen S., Müller L., Gubler M.

St. Gallen, 17.11. 2015

NLA – Wieder die Grenzen aufgezeigt bekommen

Für das letzte Spiel vor der Winterpause durften die Espenfrauen nochmals nach Schaffhausen fahren. Dort wartete kein geringerer Gegner als der Tabellenzweite aus Neunkirch auf die Grün Weissen. Dem Team von Beat Naldi war klar, das dieses letzte Spiel vor der Winterpause nochmals alles von jedem abverlangen würde, denn nur mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft würde man dem Gegner etwas ärgern können.

Sofort klar

Die Partie begann und sofort war klar, das Neunkirch verdient auf dem 2. Tabellenplatz steht, denn sie starteten mit hohem Tempo in die Partie und kamen direkt nach Anstoss zu ersten Torchance. St.Gallen war in den ersten paar Minuten noch gar nicht richtig auf dem Platz und etwas unkonzentriert. In der 4.Minute musste Gsell schon das erste Mal den Ball aus dem Netz holen. Neunkirch hatte den Ball im Mittelfeld erobert und spielte einen weiten Ball nach links aussen. Eine Spielerin von Neunkirch erlief den Ball und flankte weit in den Strafraum von St.Gallen, dort kam die Stürmerin von Neunkirch frei zum Abschluss und versenkte den Ball flach im langen Eck. 1:0 für Neunkirch. Die Espenfrauen fanden nicht in die Partie, standen zu weit weg von ihren Gegenspielerinnen, reagierten nur anstatt selber zu agieren, brauchten zu lange um den Ball zum nächsten freistehenden Mitspieler zu passen und die Passqualität liess zu wünschen übrig. Nach ca. 10 Minuten kamen die Grün Weissen dennoch besser ins Spiel und kamen auch das ein oder andere Mal gefährlich vor das Tor von Neunkirch. So hatte Schweer die Möglichkeit innerhalb des 16er ́s aufs Tor zu schiessen, verzog aber. Und Salaorni wurde einmal steil geschickt, doch ihr scharf getretener Pass in die Mitte fand keinen Abnehmer. In der 29. Minute hatten die St.Galler wieder den Ball im Mittelfeld, durch einen unnötigen Fehlpass lief man in einen Konter von Neunkirch und diese zeigten wie man so ein Geschenk annimmt. Sie schalteten blitzschnell um und schickten ihre Stürmerin mit einem Steilpass in den St.Galler 16’er, die Stürmerin erlief den Ball und schob ihn gekonnt rechts unten an der herauseilenden Gsell vorbei ins Tor. 2:0 für Neunkirch.

Nun demonstrierte der FC Neunkirch warum sie in der Tabelle soweit oben stehen, sie liessen die Espenfrauen kaum Luft holen, ein Angriff nach dem anderen rollte auf die Abwehr der Grünweissen zu. In der 39. Minute kam die Spielmacherin von Neunkirch ca. 25 Meter vor dem Tor an den Ball und kann unbedrängt den Ball auf das St.Galler Tor schiessen. Dieser Ball landet genau unter der Latte im Tor von Gsell. 3:0 für Neunkirch. Das ist zugleich auch der Halbzeitstand. Für die Espenfrauen war die erste Halbzeit zum Abhaken.

Die 2.konnte nur besser werden.

Man versuchte von der 46. Minute an wieder kompakter zu stehen, die Räume eng zu machen, die Zweikämpfe anzunehmen und bei Balleroberung schnell nach vorne umzuschalten.

Neunkirch war in den ersten 2-3 Minuten der 2. Halbzeit wieder spielbestimmend, konnte aber aus den Chancen kein Tor erzielen.

In der 48. Spielminute gelang den Grünweissen ein sehr schöner Spielzug. Rohner konnte in der eigenen Hälfte den Ball erobern und schickte Beerli auf der linken Seite steil. Beerli erlief den Ball und zog Richtung Neunkirchner 16’er. Die mitgelaufene Schweer konnte die Flanke von Beerli leider nicht erreichen, da die Verteidigerin von Neunkirch zuvor klären konnte. Danach hatte aber wieder Neunkirch das Zepter in der Hand. In der 59. Minute wurde ein Freistoss von St.Gallen genau auf die grossgewachsene Innenverteidigerin von Neunkirch geschlagen, diese köpfte den Ball in Richtung St.Gallern 16’er und dort stand wieder eine Stürmerin von Neunkirch als dankbare Abnehmerin. Ihr Schuss landete prompt im St.Galler Gehäuse. 4:0 für Neunkirch. Danach spielte Neunkirch munter weiter,nahm aber etwas das Tempo raus und wurde dann auch noch etwas unkonzentriert und ungenau im Abspiel. Dies nutzten die Espenfrauen dann auch in der 81. Minute aus. Fässler spritzte in einen Querpass der weitaufgerückten Neunkirchnerinnen an der Mittellinie rein und lief mit dem Ball alleine Richtung Neunkirchner Torfrau. Diese hatte beim Schuss von Fässler keine Abwehrchance. Anschlusstreffer für den FCSG. 4:1. Danach erspielten sich die Grün Weissen nochmals eine sehr gute Torchance, als sich Salaorni auf der rechten Seite durchsetzen konnte und den Ball auf die mitgelaufene Fehr spielte, doch der Schuss von Fehr ging knapp am Tor vorbei. So blieb es beim Endergebnis von 4:1 für den FC Neunkirch.

Die Espenfrauen gehen nun in die Winterpause, werden aber dennoch durch viele Trainingseinheiten in diesem Jahr weiter an sich arbeiten, denn es steht eine sehr schwierige Rückrunde im neuen Jahr an.

Danke Nadine Fässler

Der FC St.Gallen möchte sich noch ganz herzlich bei Nadine Fässler bedanken, die heute ihr letztes Spiel für den FCSG gemacht hat. Sie war in den vergangenen Jahren eine feste Stütze des Teams und wird nun zum neuen Jahr hin eine andere Laufbahn einschlagen wird.

Nadine wir wünschen dir alles alles Gute für deinen beruflichen wie auch privaten Lebensweg. Machs gut!

Tor: 4. Bunter 1:0, 29. 2:0 Lagonia; 39. Ondrusova 3:0; 59. Wagner 4:0; 81. Fässler 1:4

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell,Caviezel, Bischof,Iseli,Rohner,Stäbler, Fehr, Fässler,Salaorni (85. Koretic), Beerli (76.Wirth),Schweer (60. Alfaré)

Aufstellung FC Neunkirch: Bruderer, Tieber, Schmid, Harsanyova, Rodrigues, Bunter, Wagner, Cerovska, Ondrusova, Szuh, Laoginia

Verwarnungen:
St. Gallen, 14.11.2015

U16 – Nachwuchs verschläft erste Halbzeit, kämpft sich nochmals ran, aber verliert trotzdem.

Heute reiste GC Zürich ins Espenmoos. Die Zürcherinnen spielten sicheren Kombinationsfussball, was es den St. Gallerinnen sichtlich schwer machte, ins Spiel zu finden. In der zweiten Halbzeit legten sie jedoch etwas zu und verloren am Schluss nur knapp.

GC spielt Fussball, SG schaut zu.

Das Spiel wurde etwas später angepfiffen, da sich die Bekleidung der Gäste noch auf dem Weg befand. Vor vielen Zuschauern und bei herrlichem Herbstwetter, legten die Blauweissen dann richtig los und liessen den Gegner laufen. Nach zwei Minuten kamen sie das erste Mal vors Tor. Der Abschlussversuch landete jedoch in den Händen von Schips.

Man sah schnell, dass der Gast versuchte mit herrlichen Kombinationen den Gegner auszuspielen. Mit sicheren Pässen spielten sie sich auch in der 6. Minute durch und krönten ihren Angriff mit dem ersten Tor. In diesem Stile ging‘s weiter. St. Gallen schien mit der Spielweise der Gäste etwas überfordert. Zu passiv agierten sie und ermöglichten es den starken Zürcherinnen in die offenen Räume zu spielen.

GC war präsenter, lauffreudiger und ballsicherer als die Espenmädchen. Im Allgemeinen einfach besser. Nach 23. Minute spiegelte sich das auch im Resultat. Nach einem Eckball gegen die Ostschweizerinnen lag der Ball zum zweiten Mal im Kasten. Eine Zürcherin kam ungehindert zum Abschluss und hämmerte das Leder in die Maschen.

Die St. Gallerinnen versuchten in der Folge auch etwas mehr nach vorne zu machen. Meist waren es jedoch Einzelaktionen, die für etwas Gefahr sorgten. Musa und auch Di Gaetano versuchten es aus der Distanz. Ihre Abschlüsse verfehlten jedoch das Tor. Ganz anders auf der anderen Seite. Nach einen halben Stunde jubelten die Gäste wieder. Nach dem sie die Defensive ausgetanzt hatten, kamen sie alleine vor Schips zum Abschluss. Ihr blieb keine Abwehrchance.

Das 0:3 war total verdient und sie setzten sogar noch einen drauf. In der 39. Minute gelang den Gästen das 0:4.

Schon beinahe in der Pause kämpften sich die St. Gallerinnen vors Gästetor. Der Abschlussversuch wurde abgefälscht und landete im Goaliaus. Dies war der zweite Eckball für die Grünweissen und Deborah Musa versenkte das Leder per Kopf im GC-Tor. Die Aufholjagt konnte beginnen.

St. Gallen holt auf

Nachdem man die erste Halbzeit meist nur dem Ball hinterher gelaufen war, wollte man in der zweiten Hälfte endlich Fussballspielen und den Fans zeigen, was man drauf hatte.

Die Espenmädchen versuchten in der Folge die Räume enger zu machen, um den Gegnerinnen weniger Zeit fürs Kombinieren zu lassen. Dies gelang besser, doch muss man auch anmerken, dass die Zürcherinnen etwas nach liessen. Die Pässe waren nicht mehr so präzise wie in der ersten Halbzeit.

Auf jeden Fall kamen die Grünweissen besser ins Spiel und zwangen die Gegnerinnen zu Fouls. In der 57. Minute wurde Di Gaetano von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoss verwertete Keim direkt zum viel umjubelnden 2:4.  Ein herrlicher Treffer, der den Mädchen nochmals Schwung gab.

Doch auch die Gäste kamen ab und zu, nicht mehr so häufig wie in der ersten Halbzeit, vors St. Galler Tor. Meist wurden die Abschlussversuche geblockt oder Wagenbach hielt. Hinten hielt man bis zum Schluss dicht.

Und vorne ging noch was… erneut ein Eckball und erneut ein Tor. Diesmal stand Carla Martin goldrichtig. Ihr wuchtiger Kopfball landete ohne Abwehrchance im Goal. Und plötzlich war man wieder dran, 3:4. Wer hätte das gedacht nach der ersten Halbzeit?

Daraufhin hielten beide Teams ihren Kasten sauber und so blieb es beim 3:4 für den Grasshopper Club Zürich.

Bezeichnend für dieses Spiel waren die drei Standardtore der Platzherrinnen. St. Gallen wurde heute nur durch Standardsituationen gefährlich, aus dem Spiel heraus gelang ihnen sehr wenig. Kämpferisch hielt man in der zweiten Halbzeit dagegen, doch waren die Blauweissen spielerisch deutlich überlegen und hätten höher gewinnen müssen.

Am Schluss war es jedoch eine knappe Niederlage für Grünweissen.

Morgen reisen die Mädchen nach Luzern, um am Blitzturnier erfolgreicher zu sein. Beginn für die Mädchen ist um 11.05 Uhr.

Die Mädchen können sich auf viel Support freuen.

Tore: 06. GC Zürich 0:1; 23. GC Zürich 0:2; 30. GC Zürich 0:3; 39. GC Zürich 0:4; 40. Musa D. 1:4; 57. Keim J. 2:4; Martin C. 3:4.

Aufstellung FCSG Mädchen: Schips F. (Wagenbach S.); Bejtovic B., Dietsche J., Caputo N., Schneider L.; Walliser A., Musa D., Dzombic S. (Keim J.), Martin C. (Di Gaetano G.); Gübeli M. (Ehinger N.), Vujnic N.

St. Gallen, 14.11. 2015

 

U16 – Die St. Gallerinnen hielten dagegen

Bei herrlichem Fussballwetter gastierte der FCSG in Zürich. Die Zürcherinnen spielten in der Meisterschaft ziemlich erfolglos in er ersten Stärkeklasse: Mit einem Punkt stehen sie am Tabellenende. Umso wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis gegen die St. Gallerinnen. Der Gast schenkte den Zürcherinnen jedoch nichts.

Abtasten zu Beginn

Das Spiel begann recht ausgeglichen. Der erste Abschlussversuch sah man nach 10 Minuten. Bejtovic kam als hinterste St. Gallerin stark unter Druck und verlor den Ball. Dies blieb jedoch ohne Folgen, der Abschlussversuch landete neben dem Tor.

Die St. Galler Fans mussten eine viertel Stunde warten, bis ihr Team das erste Mal gefährlich vors Zürcher Tor kam. Ein Pass von Gübeli durch die Schnittstelle hebelte die Defensive des Heimteams aus. Walliser kam jedoch nicht wie gewünscht vors Tor, sodass ihr Schuss im Ballfang landete.

Die Platzherrinnen versuchten hinten rum über die Torhüterin aufzubauen. Dabei gerieten sie immer mal wieder unter Druck. In der 21. Minute hätten die St. Gallerinnen beinahe davon profitieren können. Nach der Balleroberung im Sechzehner schoss Mattle die gut stehende Torhüterin an. So blieb es weiterhin torlos.

Der FCZ hatte sehr wenige Chancen und kam er mal gefährlich vors Gästetor, so wurden die Abschlussversuche meist geblockt. Obwohl sich St. Gallen mehr Möglichkeiten erspielte, blieben auch die Gäste bis zum Pausenpfiff ohne Torerfolg.

Der FCZ mit Mehr druck aus der Pause, Die st. gallerinnen hielten jedoch dagegen

Der Gastgeber machte zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr für‘s Spiel. In der 45. Minute wurden sie für ihren Aufwand belohnt. Auf der rechten St. Galler Seite spielten sie sich schön durch. Schips konnte den Abschluss nicht genügend ablenken und so landete dieser im Tor. Nur kurze Zeit später hätte das Heimteam noch erhöhen können. Der Schuss aus aussichtsreicher Position verfehlte das Ziel jedoch. St. Gallen blieb aber dran und kam in der 57. Minute mit Mattle über die rechte Seite. Das Zuspiel von Di Gaetano nahm sie direkt mit und marschierte in Richtung Tor. Gekonnt schoss sie das Leder an der Torhüterin vorbei in die Maschen zum 1:1 Ausgleich.

Wie schon in den Spielen zuvor, taten sich die St. Gallerinnen schwer bei Standardsituationen. Insbesondere bei Eckbällen. So auch in der 69. Minute. Ein Eckball für die Gastgeberinnen hatte es in sich. Die Situation im St. Galler Strafraum war total unübersichtlich. Es dauerte einige Sekunden bis die Grünweissen den Ball aus der Gefahrenzone brachten. Dies aber auch nur auf kosten eines weiteren Eckballs für die Züricherinnen. Der hohe Ball wurde auf den hinteren Pfosten getreten, wo drei Spielerinnen frei standen. Via Pfosten und Latte landete der Abschluss im Kasten der Gäste.

Die Ostschweizerinnen lagen nun wieder hinten und wieder liessen sie sich nicht beirren. Sie spielten und kämpften weiter und wurden in der 78. Minute dafür belohnt. Di Gaetano lancierte mit ihrem Einwurf Vujnic auf der linken Seite. Diese setzte sich bis in den Strafraum durch und erst die Torhüterin konnte sie stoppen. Der Abpraller landete vor den Füssen von Walliser. Diese verwertete den Ball zum 2:2.

Dabei blieb es bis zum Schluss. Der FCZ und der FCSG trennten sich mit einem 2:2 Unentschieden.

Am kommenden Wochenende treffen die beiden Teams in Luzern gleich nochmals aufeinander. Am Samstag spielen die St. Gallerinnen jedoch noch gegen den Grasshopper Club Zürich. Um 12.00 Uhr ist Anpfiff im Espenmoos. Das Blitzturnier am Sonntag in Luzern beginnt für die Ostschweizerinnen um 11.05 Uhr. Dabei treffen sie wie erwähnt auf den FC Zürich, auf das Team Aargau und auf den SC Derendingen Solothurn.

Tore: 45. FC Zürich 1:0; 57. Mattle L. 1:1; 71. FC Zürich 2:1; 78. Walliser A. 2:2.

Aufstellung FCSG Mädchen: Wagenbach S. (Schips F.); Martin C. (Schneider L.), Dietsche J., Caputo N., Bejtovic B.; Dzombic S., Musa D., Walliser A., Di Gaetano G.; Gübeli M. (Vujnic N.), Mattle L.

 

Brigitta Mettler, erste Frau im Verwaltungsrat des FC St. Gallen (Tagblatt Online: 4. November 2015)

Brigitta Mettler, erste Frau im Verwaltungsrat der FC St.Gallen AG. 
An der gestrigen Generalversammlung wurde mit Brigitta Mettler erstmals eine Frau in den Verwaltungsrat der FC St. Gallen AG gewählt. Die 42jährige Thurgauerin ist seit Ende September Präsidentin der Frauenabteilung des FC St. Gallen, welche kürzlich in die Strukturen der FC St. Gallen AG und ins Nachwuchsprojekt FCO eingegliedert wurde. Mettler werde dank ihrer Erfahrung als selbständige Unternehmensberaterin mithelfen, die Strukturen im Frauenfussball der Region zu professionalisieren, sagte FC-St. Gallen-Präsident Dölf Früh gestern. (rst)

„Ich muss mich nicht umgewöhnen“

Die Unternehmensberaterin Brigitta Mettler ist neu im Verwaltungsrat des FC St.Gallen. Sie soll dem hiesigen Frauenfussball bessere Strukturen geben. Die 42-Jährige spricht über die nötigen Schritte – und über das Arbeiten in einer Männerdomäne.

Ralf Streule

Frau Mettler, bis vor kurzem hatten Sie nichts mit Fussball am Hut. Nun sind Sie plötzlich Präsidentin der Frauenabteilung des FC St.Gallen und Verwaltungsrätin. Was ist passiert?

Brigitta Mettler: Als ich vom Verein angefragt wurde, aus der Frauenabteilung eine professionelle Organisation zu machen, war für mich die Antwort klar. Das wollte ich tun. Ich beschäftige mich beruflich mit Unternehmensfragen und gleichzeitig ist es meine Leidenschaft, Strukturen für Frauen zu stärken. Da nehme ich gerne zwanzig bis dreissig Prozent ehrenamtliche Arbeit auf mich.

Was genau ist Ihr Auftrag?

Mettler: Der Frauenfussball hat einen tieferen Stellenwert als Männerfussball, daran wird sich nichts ändern. Die Frauen holen aber auf. Es geht nun darum, die Strukturen so festzulegen, damit die Frauen auch beim FC St.Gallen ein besseres Umfeld erhalten.

Was heisst das konkret?

Mettler: Die Frauen des NLA-Teams arbeiten alle Vollzeit, und sie trainieren daneben täglich. Das sind andere Voraussetzungen als bei den Männern. Löhne wird man den Frauen auch künftig nicht zahlen können, aber wir können ihnen mehr bieten. Wir wollen Ressourcen des Männerteams nutzen, bei der Förderung des Nachwuchses oder im medizinischen Bereich. Die drei Frauenteams – die U16, U19 und das NLA-Team – trainieren und spielen im Espenmoos. Vielleicht kann man teilweise ins Gründenmoos ausweichen, um von der Infrastruktur zu profitieren.

Wird der St.Galler Frauenfussball damit erfolgreicher? Die NLA-Frauen stehen am Ende der Tabelle.

Mettler: Langfristig sicher. Mit solidem Aufbau ist auch im Frauenfussball mehr möglich. Nicht von heute auf morgen, aber es geht bei meiner Arbeit vor allem um langfristige Ziele.

Werden Sie auch bei Entwicklungen rund um die erste Mannschaft der Männer Einfluss nehmen?

Mettler: Ich werde sicher nicht gleich alles verändern wollen. Aber als Nichtfussballkennerin und Frau sehe ich vielleicht einiges anders als Eingefleischte.

Nun gibt es im Männerfussball nicht selten ein gewisses Macho-Gehabe. Ertragen Sie dumme Männersprüche?

Mettler: Das stört mich nicht, ich bin beruflich in Männerdomänen unterwegs. Manchmal muss man bei gewissen Bemerkungen zwar schon zweimal hinhören. Aber ich werde mich nicht umgewöhnen müssen. Wenn, dann eher die Männer (lacht). Ich kann ziemlich gut kontern.

Werden Sie nun, da Sie im Fussball-Umfeld zu Hause sind, selber mal die Schuhe schnüren?

Mettler: Mit Sicherheit nicht. Als ich das Amt angenommen habe, sagten Bekannte von mir: «Solange du nicht selber spielst…».

(rst)

Auf dem Espenmoos daheim (Tagblatt Online: 3. November 2015)

Die NLA-Frauen des FC St. Gallen verlieren das Derby gegen Staad 1:3 und bleiben punktelos am Tabellenende. Tamara Rohner denkt dennoch an die schönen Seiten des Fussballs.

BENI BRUGGMANN

FUSSBALL. «Als kleines Mädchen ging ich öfters zusammen mit meinem Vater und Dominik, meinem Bruder, zum Match des FC St. Gallen ins Espenmoos. Wir hatten unsern Platz im Fanblock. Damit ich auch etwas vom Spiel zu sehen bekam, nahmen wir einen Harass mit. Ich stellte mich darauf.» Tamara Rohner, heute 21jährig, erinnert sich gerne an ihre ersten Besuche im ehemaligen St. Galler Stadion. Heute ist sie als Stammspielerin bei den Frauen des FC St. Gallen auf dem Espenmoos daheim.

Im St. Galler Stadtteil St. Georgen wächst Tamara Rohner auf. Sie spielt Fussball, zusammen mit Dominik und weiteren Buben aus dem Quartier, meist auf der kleinen Wiese an der Herbrigstrasse. Zusammen mit ihren Fussballkollegen geht sie in den FC, zu St. Otmar. «Als ich in der vierten Klasse war, haben mich die Buben genervt», sagt sie. Kurzerhand wechselt sie die Sportart und spielt – der Name St. Otmar verrät es – Handball. Aber nicht lange. Der Fussball lässt die St. Gallerin nicht los.

Das erste NLA-Spiel

Tamara Rohner kommt zum FC St. Gallen und spielt erfolgreich im Nachwuchs. Sie ist noch nicht einmal 16, als sie ihren ersten Einsatz in der obersten Liga hat: «Es war in Yverdon. Ich war nervös – mehr weiss ich nicht mehr.» Nicht einmal ans Resultat erinnert sie sich. Sie wird Stammspielerin. «Natürlich bin ich stolz, dass ich mein Ziel erreicht habe», sagt sie und zählt dann auf, was sie an ihrem geliebten Sport so schätzt: «Es sind die Emotionen. Es ist der Spass. Es ist das Zusammensein im Team. Und es sind die vielen schönen Momente.»

Die schönen Momente? Das sagt sie ein paar Minuten nach der 1:3-Niederlage im Derby gegen Staad. Und sie strahlt. Ist die Niederlage schon vergessen? Natürlich nicht. Sie hat sich aufs Spiel gefreut und sich mehr erhofft: «Staad hat am Anfang mehr Druck gemacht, aber wir hatten in der zweiten Halbzeit auch unsere Chancen. Es gab sogar eine Möglichkeit zum 2:2.»

St. Gallens Abwehr fabriziert in der 50. Minute einen Abpraller, und Franziska Sallmann trifft zum 0:1. Zwei Minuten später ist Lea Kalmbach von der Strafraumgrenze aus erfolgreich. Die St. Gallerin Melina Salaorni verkürzt auf 1:2, doch in der Nachspielzeit erzielt Rafaela Bisquolm den dritten Treffer.

Tamara Rohner, Rechtsfüsserin, spielt als linke Aussenverteidigerin. Sie ist stets anspielbar. Ist sie am Ball, findet sie mit kurzen genauen Pässen rasch eine Mitspielerin. In vernünftigem Mass zeigt sie Offensivdrang. Die einzige Chance ihres Teams in der ersten Hälfte erarbeitet sie sich mit einem Durchbruch auf der linken Seite. Als sie in der zweiten Halbzeit in einem Laufduell einen Moment zögert, zieht ihre Gegnerin weg. Es bleibt nur das Eingreifen von hinten. Für dieses Foul wird sie mit der gelben Karte bestraft.

«Wir werden uns durchsetzen»

Nach dieser Niederlage, der neunten im neunten Spiel, bleibt der FC St. Gallen ohne einen Punkt am Tabellenende. Traurige Lage, traurige Spielerin? Mitnichten! Sie findet Positives: «Wir haben mit Beat Naldi einen neuen Trainer. Seine ruhige Art tut uns gut. Wir haben mehr Selbstvertrauen.» Und es bleibt die Abstiegsrunde. «Da werden wir uns durchsetzen.» Morgen Mittwoch feiert Tamara ihren 21. Geburtstag. Es ist für sie klar, wo sie am Abend ist: «Auf dem Espenmoos. Wir haben Training.» Da ist sie ja (fast) daheim.

Der FCSG wird weiblicher (www.fm1today.ch)

Brigitta Mettler ist die erste Frau im Verwaltungsrat der FC St.Gallen AG. 
Zwar hat Brigitta Mettler keine Ahnung von Fussball, brilliert aber mit anderen Stärken und weiblichem Charme. Seit gestern ist sie Verwaltungsrätin der FC St.Gallen AG – und somit erste Frau überhaupt in diesem Gremium.

“Im Mai war ich zum ersten Mal an einem FCSG-Match – davor habe ich mich nicht mit Fussball befasst”, erzählt die frisch gewählte Verwaltungsrätin. Dass eine Frau, die nichts von Fussball versteht, in ein solches Gremium gewählt wird, mag aussergewöhnlich wirken. Jedoch hat Dölf Früh nicht eine Sportexpertin ins Boot holen wollen.

Fussball-Verständige gebe es zur Genüge. Die Frauenabteilung brauche aber eine Frau an der Spitze, die die Weiterentwicklung fördert. Die Sparte soll professioneller werden. Bisher seien die Frauenfussballerinnen eher stiefmütterlich behandelt worden, sagt Dölf Früh an der 12. Generalversammlung der FC St.Gallen AG. Die Frauen sollen künftig vollständig in die AG integriert sein.

Professionelle Organisation, klare Strukturen

Frauen stärken und Unternehmen professionell führen – dies sind die Themen, mit denen sich Brigitta Mettler auch beruflich befasst. Die Managerin berät und unterstützt Unternehmen, sich besser zu organisieren. Bei ihrer Arbeit sind nicht branchenspezifische Kenntnisse gefragt. Wichtiger ist ihre Erfahrung, wenn es darum geht, Prozesse zu verbessern und Strukturen in eine Organisation zu bringen. Genau diese Kompetenzen sind auch bei den FCSG-Frauen gefordert. Dass sie in ihrer Funktion branchenfremd ist, empfindet Brigitta Mettler nicht als Handicap. Im Gegenteil: “Ich bringe neue Perspektiven und Ideen in den Verein.”

Ziel: Beste Mannschaft der Ostschweiz

Das Amt als Präsidentin der Frauenabteilung und Verwaltungsrätin übt Brigitta Mettler unentgeltlich aus. Gerade zu Beginn sei der zeitliche Aufwand nicht zu unterschätzen. Ihr Engagement entspricht einem Pensum von 20 bis 30 Prozent. Was gibt der Unternehmerin den Ansporn, sich für den FCSG zu engagieren? “Mich für Frauen stark zu machen, ist eine Leidenschaft”, erzählt Brigitta Mettler. Wie ernst sie es meint, sieht man am Ziel, das sie sich setzt: Der FCSG Frauen soll unter ihrer Führung zur besten Frauen-Fussball-Mannschaft der Ostschweiz werden. Sie ist überzeugt, dass die Strukturen in der Organisation wesentlich dazu beitragen werden.

Frischer Wind in Männerdomänen

Dass Brigitta Mettler als Frau in einer Männerdomäne tätig ist, ist für die 42-jährige Gossauerin nichts Neues. Auch beruflich ist sie oftmals die einzige Frau in einem Team. “Ich bringe in Männerdomänen einen frischen Wind, der stets sehr gut ankommt.” Sie freut sich auf die neue Herausforderung: “Bis vor Kurzem war ich kein Fussballfan – aber das wird sich schnell ändern.”

(tlb)

«Ich bin noch lange nicht fertig» (Tagblatt Online: 23. Oktober 2015)

Seit Ende September trainiert Beat Naldi die NLA-Frauen des FC St. Gallen. Der Kulttrainer spricht über das zurückgewonnene Selbstvertrauen seiner Spielerinnen, seine Rolle als Baumeister und seine Zukunft in der Ostschweiz.

RAYA BADRAUN

Herr Naldi, mit 67 könnten Sie Ihren Ruhestand geniessen. Warum sind Sie stattdessen noch immer auf dem Fussballplatz?

Beat Naldi: Am Anfang habe ich versucht, weniger zu machen. Ich hatte eine Auswahlmannschaft und trainierte mit ihr einmal in der Woche am Mittwochabend. Schnell habe ich jedoch gespürt, dass ich mehr machen muss. Das Fussball-Virus hat mich nicht losgelassen.

Warum verschlug es Sie nun nach St. Gallen?

Naldi: Den technischen Leiter, Markus Schüepp, kenne ich seit Jahren. Wir sind beide Fussball-Instruktoren. Diesen Sommer rief er mich an – weiss der Kuckuck warum – und sagte: «Beat, komm nach St. Gallen.» Am Anfang war ich nicht so begeistert. St. Gallen sei nichts für mich, sagte ich. Nach einigen Gesprächen sagte ich jedoch zu.

Was stimmte Sie um? Immerhin gibt es dankbarere Trainerstellen.

Naldi: Das ist so. St. Gallen ist momentan auf der Pechstrasse – auch mit mir. Ich hätte am 1. September als Trainer anfangen sollen. Zwei Tage vor dem Start musste ich wegen Nierensteinen jedoch express ins Spital. So mussten die Spielerinnen drei weitere Wochen warten. Auch sonst läuft vieles drunter und drüber. Das ist neu für mich und fasziniert mich deshalb wahrscheinlich auch so. Davor spielte ich mit Luwin und Basel immer um den Cup- und Meistertitel.

Die Frauen des FC St. Gallen hingegen haben bisher alle Meisterschaftsspiele verloren und schieden im Cup gegen ein 1.-Liga-Team aus. Wie arbeiten Sie mit einem solchen Team?

Naldi: Es ist nicht einfach. Die Spielerinnen hatten überhaupt kein Selbstvertrauen mehr. Im Training haben wir deshalb Torschüsse und Passformen geübt. Jeder Pass, der angekommen ist, jedes Tor, haben wir honoriert. Am Anfang landeten die Bälle überall. Langsam wird es jedoch besser. In erster Linie geht es aber auch darum, dass die Spielerinnen mir vertrauen. Dass schafft ein Trainer jedoch nur, wenn er auch einmal gewinnt.

Was fehlt noch zu einem Sieg?

Naldi: Ich differenziere zwischen Team und Mannschaft. In einer Mannschaft schaut jeder für sich. Ich brauche jedoch ein Team, in dem alle zusammenhalten. Wir arbeiten momentan daran, aber es ist harzig.

Wie formen Sie aus St. Gallen ein funktionierendes Team?

Naldi: Die Aufstellung hat in der Vergangenheit immer gewechselt. Ich habe nun vier Spielerinnen genommen und sie immer zusammen spielen lassen. Auch wenn sie einen Fehlpass machten, mussten sie nicht Angst haben, dass ich sie ersetze. Dann habe ich mit sechs Spielerinnen gearbeitet und nun mit acht. Irgendwann kommen noch die Stürmerinnen dran.

Sie bezeichnen sich als Baumeister. Was heisst das?

Naldi: Ich könnte nun zu Markus gehen und von ihm verlangen, dass er die besten Spielerinnen holt. Das sind Kaufmeister. Ich bin ganz anders. Ich will die jungen Spielerinnen und mit ihnen arbeiten. Wir haben nun ein paar U19-Fussballerinnen, die extrem willig und lernfähig sind. Das Risiko ist jedoch auch grösser, dass sie in einem Spiel dumme Fehler machen.

Nicht nur das Risiko ist grösser. Mit jungen Spielerinnen zu arbeiten, braucht auch mehr Zeit und Geduld.

Naldi: Das ist so. Ich habe das Gefühl, dass die Spielerinnen noch nicht so weit sind, wie ich es gerne hätte. Aber wenn meine Philosophie einmal Wurzeln geschlagen hat, bin ich überzeugt, dass wir nicht nur einen Match gewinnen. Die Zeit läuft uns zwar mit jedem verlorenen Spiel davon, aber die Hoffnung ist da.

Hat der Vorstand so viel Geduld?

Naldi: Im Moment haben sie mir ihr Vertrauen ausgesprochen. Ich kann schalten und walten, wie ich will. Aber natürlich ist es unser Ziel, in der NLA zu bleiben, um weiter arbeiten zu können.

Also bleiben Sie länger in der Ostschweiz?

Naldi: Mit dem Verein habe ich einen normalen Arbeitsvertrag mit zwei Monaten Kündigungsfrist unterschrieben. Den Spielerinnen habe ich jedoch gesagt: «Mit euch bin ich noch lange nicht fertig. Ich ziehe das durch und glaube fest daran.» Selbst wenn die St. Gallerinnen absteigen, würde ich bleiben.

NLA – umkämpftes Spiel – unglückliche Niederlage

NLA – umkämpftes Spiel – unglückliche Niederlage

Das letzte Hinrundenspiel der Espenfrauen versprach eine hitzige Partie zu werden. Denn niemand anderes als der FC Staad war zu Gast im heimischen Espenmoos. Also Derbytime und diese waren in der Vergangenheit immer stark umkämpft.

Die Partie begann recht zügig. Die Taktik der Grün Weissen hiess zunächst den Gegner kommen zu lassen und die Räume eng zu machen und dann bei Ballgewinn schnell umzuschalten. So war es der FC Staad der meistens den Ball am Fuss hatte und versuchte dem St.Galler Tor näher zu kommen. Die Staaderinnen versuchten zunächst mit einigen langen Bällen über die Aussenbahnen zum Torerfolg zu kommen, doch die St.Galler Abwehr um Iseli stand hier sehr gut und auch Gsell im Tor der Espenfrauen konnte mit der einen oder anderen sehenswerten Parade das 0:0 halten. Die FCSG Frauen verteidigten gut und verschoben sehr geschickt, so das sie im Mittelfeld mehrmals den Ball erobern konnten. Dann versuchten sie ebenfalls über die Aussenbahnen die Mitspieler Bischof und Salaorni einzusetzen. Oder aber sie spielten den Ball direkt in die Tiefe um Beerli auf den Weg zum Staader Tor zu schicken. So erspielten sich die Grün Weissen eine sehr gute Torchance. Rohner gewann ihren Zweikampf und leite den Konter über die linke Seite ein. Bischof und Schweer spielten sich fast bist zur Torauslinie durch und dort bekam Rohner den Ball wieder an den Fuss und setzte zu einem klasse Sololauf durch den Staaderstrafraum an. Dabei liess sie 3 gegnerische Spielerinnen wie Slalomstangen stehen und hätte
diesen Lauf mit einem Schuss ins Tor krönen sollen, allerdings verzögerte sie den Abschluss und so konnte eine 4. Staaderin noch dazwischen laufen und den Schuss blocken. Dies war sicherlich die beste Torchance der Espenfrauen in der ersten
Halbzeit. Der FC Staad hatte auch die ein oder andere Möglichkeit, jedoch gelang auch ihnen nichts zählbares, sodass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit wollten die Grün Weissen genau da weiter machen, wo sie aufgehört hatten. Kompakt stehen, miteinander geschickt verschieben und geduldig sein. Jedoch machte die Konzentration diesem Vorgehen einen Strich durch die Rechnung. In der 50. Minute hatten die Espenfrauen den Ball in ihren eigenen Reihen als ein einfacher Pass zur Aussenmittelfeldspielerin nicht sauber gespielt wurde, eine aufmerksame Staaderin spitze dazwischen und fackelte nicht lange und schoss direkt aufs Gehäuse von Gsell. Der Ball landete unhaltbar im Netz. 0:1 für den FC Staad. Die FCSG Frauen waren nun geschockt und waren in den nächsten Minuten etwas neben der Spur und das nutzten die Staaderinnen clever aus.

St.Gallen hatte einen Einwurf, dieser landete aber schnurstracks beim Gegner und dieser spielte eine Spielerin im Mittelfeld frei und diese konnte aus ca. Metern unbedrängt auf das Tor schiessen. Keine Abwehrchance für Gsell. 0:2 für den FC Staad. Diese beiden Gegentore waren Geschenke an den Gegner. So läuft es schon fast die ganze Hinrunde, die Espenfrauen machen es dem Gegner nicht allzuschwer um Tore zu erzielen und selber müssen die Grün Weissen unheimlich viel investieren um zum Torerfolg zu kommen. Jedoch bewiesen die Espenfrauen wieder mal ganz viel Moral und gaben nicht auf, denn es blieb ja auch noch genügend Zeit um das Spiel zu drehen. Doch zunächst musste man noch eine Schrecksekunde überstehen, Staads Stürmerin tauchte auf einmal alleine vor Gsell auf, konnte diese umspielen, wurde aber sehr weit nach aussen gedrängt sodass der Winkel zum Tor sehr spitz wurde. Den Schussversuch konnte Rohner auf der Linie abfangen und so blieb es erstmal beim 0:2. Nun waren die FCSG Frauen am Drücker. Jeder Spielerin konnte man anmerken, das der Wille da war den Anschlusstreffer zu machen. Sie liefen viel, kämpften um jeden Ball und spielten sich immer mehr Torchancen heraus. In der 64. Spielminute gelang dem FC St.Gallen durch den schönsten Angriff des Spiels der Anschlusstreffer. Fehr hatte im Mittelfeld den Ball und spielte wunderbar in die rechte Schnittstelle der 4-er Kette von Staad. Salaorni lief hervorragend in die Tiefe und konnte so mit dem Ball alleine auf das Tor von Lang zu laufen. Den Ball drückte sie mit Wucht in die Maschen. 1:2!

Nun waren die St.Galler Spielerinnen voll da und wollten mehr. Der FC Staad war nur noch damit beschäftigt den Vorsprung zu verwalten und die Abwehr zu stabilisieren.

In der 77. Spielminute spielte Stäbler den Ball mustergültig quer in den 16er und die mitgelaufene Wirth holte schon zum Schuss aus, wurde aber dann von einer Staader Abwehrspielerin rüde von hinten von den Beinen geholt. Elfmeter dachten alle! Doch zum Entsetzen aller St.Galler Spielerinnen, des Trainerstaffs sowie den Fans blieb die Pfeife des Schiedsrichters still und auch der Linienrichter wollte seine Fahne nicht heben. Hier hätte es ganz klar Elfmeter für den FC St.Gallen geben müssen!

Doch auch diese Ungerechtigkeit nahmen die Espenfrauen hin und kämpften weiter mit erhobenen Kopf. In der 81. Minute hatte Bischof den Ausgleich auf dem Fuss, doch ihr strammer Schuss von halblinks strich ganz knapp am Staader Tor vorbei.

In den Schlussminuten schwanden den Grün Weissen die Kräfte und Staad kam nochmals etwas nach vorne. In der 90. Spielminute gelang ihnen nach einem Eckball noch das 1:3. Das war auch zugleich der Endstand.

Fazit des Spiels: Mit dieser tollen und kämpferischen Leistung hätten sich die St.Galler Frauen auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt, aber wenn einem das Pech am Schuh klebt…..

Nun haben die Grün Weissen wieder 2 Wochen Zeit sich aufzurichten und weiter gut zu trainieren bevor dann das letzte Meisterschaftsspiel von diesem Jahr ansteht. Man ist am Samstag, den 14. November zu Gast beim FC Neunkirch und hier hat man noch etwas gut zu machen aus dem Hinspiel.

Anstoss ist um 16.00 Uhr auf dem Kunstrasen Bühlplatz in Schaffhausen.

Tor: 50. Sallmann 0:1, 52.Kalmbach 0:2; 64. Salaorni 1:2; 90+2. Bisquolm 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Riesen,Iseli,Sutter (61. Wirth), Rohner, Stäbler, Fehr, Bischof,Salaorni, Beerli,Schweer

Aufstellung FC Staad: Lang, Horvat, Brunner, Kirchmann,Thoma A., Thoma R., Kalmbach (68.Trzaskowski), Petriella (89. Peter), Stilz, Sallmann (83. Ruckstuhl), Bisquolm

Verwarnungen: 74. Rohner (grobes Foulspiel), 77. Schweer (Meckern)