U16 – Nachwuchs verschläft erste Halbzeit, kämpft sich nochmals ran, aber verliert trotzdem.

Heute reiste GC Zürich ins Espenmoos. Die Zürcherinnen spielten sicheren Kombinationsfussball, was es den St. Gallerinnen sichtlich schwer machte, ins Spiel zu finden. In der zweiten Halbzeit legten sie jedoch etwas zu und verloren am Schluss nur knapp.

GC spielt Fussball, SG schaut zu.

Das Spiel wurde etwas später angepfiffen, da sich die Bekleidung der Gäste noch auf dem Weg befand. Vor vielen Zuschauern und bei herrlichem Herbstwetter, legten die Blauweissen dann richtig los und liessen den Gegner laufen. Nach zwei Minuten kamen sie das erste Mal vors Tor. Der Abschlussversuch landete jedoch in den Händen von Schips.

Man sah schnell, dass der Gast versuchte mit herrlichen Kombinationen den Gegner auszuspielen. Mit sicheren Pässen spielten sie sich auch in der 6. Minute durch und krönten ihren Angriff mit dem ersten Tor. In diesem Stile ging‘s weiter. St. Gallen schien mit der Spielweise der Gäste etwas überfordert. Zu passiv agierten sie und ermöglichten es den starken Zürcherinnen in die offenen Räume zu spielen.

GC war präsenter, lauffreudiger und ballsicherer als die Espenmädchen. Im Allgemeinen einfach besser. Nach 23. Minute spiegelte sich das auch im Resultat. Nach einem Eckball gegen die Ostschweizerinnen lag der Ball zum zweiten Mal im Kasten. Eine Zürcherin kam ungehindert zum Abschluss und hämmerte das Leder in die Maschen.

Die St. Gallerinnen versuchten in der Folge auch etwas mehr nach vorne zu machen. Meist waren es jedoch Einzelaktionen, die für etwas Gefahr sorgten. Musa und auch Di Gaetano versuchten es aus der Distanz. Ihre Abschlüsse verfehlten jedoch das Tor. Ganz anders auf der anderen Seite. Nach einen halben Stunde jubelten die Gäste wieder. Nach dem sie die Defensive ausgetanzt hatten, kamen sie alleine vor Schips zum Abschluss. Ihr blieb keine Abwehrchance.

Das 0:3 war total verdient und sie setzten sogar noch einen drauf. In der 39. Minute gelang den Gästen das 0:4.

Schon beinahe in der Pause kämpften sich die St. Gallerinnen vors Gästetor. Der Abschlussversuch wurde abgefälscht und landete im Goaliaus. Dies war der zweite Eckball für die Grünweissen und Deborah Musa versenkte das Leder per Kopf im GC-Tor. Die Aufholjagt konnte beginnen.

St. Gallen holt auf

Nachdem man die erste Halbzeit meist nur dem Ball hinterher gelaufen war, wollte man in der zweiten Hälfte endlich Fussballspielen und den Fans zeigen, was man drauf hatte.

Die Espenmädchen versuchten in der Folge die Räume enger zu machen, um den Gegnerinnen weniger Zeit fürs Kombinieren zu lassen. Dies gelang besser, doch muss man auch anmerken, dass die Zürcherinnen etwas nach liessen. Die Pässe waren nicht mehr so präzise wie in der ersten Halbzeit.

Auf jeden Fall kamen die Grünweissen besser ins Spiel und zwangen die Gegnerinnen zu Fouls. In der 57. Minute wurde Di Gaetano von den Beinen geholt. Den fälligen Freistoss verwertete Keim direkt zum viel umjubelnden 2:4.  Ein herrlicher Treffer, der den Mädchen nochmals Schwung gab.

Doch auch die Gäste kamen ab und zu, nicht mehr so häufig wie in der ersten Halbzeit, vors St. Galler Tor. Meist wurden die Abschlussversuche geblockt oder Wagenbach hielt. Hinten hielt man bis zum Schluss dicht.

Und vorne ging noch was… erneut ein Eckball und erneut ein Tor. Diesmal stand Carla Martin goldrichtig. Ihr wuchtiger Kopfball landete ohne Abwehrchance im Goal. Und plötzlich war man wieder dran, 3:4. Wer hätte das gedacht nach der ersten Halbzeit?

Daraufhin hielten beide Teams ihren Kasten sauber und so blieb es beim 3:4 für den Grasshopper Club Zürich.

Bezeichnend für dieses Spiel waren die drei Standardtore der Platzherrinnen. St. Gallen wurde heute nur durch Standardsituationen gefährlich, aus dem Spiel heraus gelang ihnen sehr wenig. Kämpferisch hielt man in der zweiten Halbzeit dagegen, doch waren die Blauweissen spielerisch deutlich überlegen und hätten höher gewinnen müssen.

Am Schluss war es jedoch eine knappe Niederlage für Grünweissen.

Morgen reisen die Mädchen nach Luzern, um am Blitzturnier erfolgreicher zu sein. Beginn für die Mädchen ist um 11.05 Uhr.

Die Mädchen können sich auf viel Support freuen.

Tore: 06. GC Zürich 0:1; 23. GC Zürich 0:2; 30. GC Zürich 0:3; 39. GC Zürich 0:4; 40. Musa D. 1:4; 57. Keim J. 2:4; Martin C. 3:4.

Aufstellung FCSG Mädchen: Schips F. (Wagenbach S.); Bejtovic B., Dietsche J., Caputo N., Schneider L.; Walliser A., Musa D., Dzombic S. (Keim J.), Martin C. (Di Gaetano G.); Gübeli M. (Ehinger N.), Vujnic N.

St. Gallen, 14.11. 2015