Schwierige Zeiten für die NLA-Frauen (Tagblatt Online: 12. Februar 2016)

Morgen starten die beiden Ostschweizer Frauenteams Staad und St. Gallen in die Rückrunde der NLA. Staad empfängt in der Sportanlage Bützel um 16 Uhr den Tabellenleader FC Zürich, St. Gallen spielt um 17 Uhr zu Hause gegen Yverdon.

TOBIAS KRÜSI

FUSSBALL. Nach der dreimonatigen Winterpause beginnt für die NLA-Teams aus der Ostschweiz eine schwierige Zeit. Mit Staad auf dem achten und St. Gallen auf dem letzten Platz kämpfen beide gegen den Abstieg. Die Teams gehen aber positiv in die Rückrunde und glauben daran, den Ligaerhalt zu schaffen.

Das Team des FC Staad mit Trainerin Sissy Raith wird versuchen, den Schwung aus dem viertägigen Trainingslager in Mailand mitzunehmen und die Zürcherinnen zu ärgern. Es werde ein Spiel wie «David gegen Goliath», sagt die Deutsche. Trotz der Aussenseiterrolle möchte ihr Team präsent auftreten und Zürich ein Bein stellen. Es stehen mit den Spielen gegen Basel in der Meisterschaft und Yverdon im Cup zwei weitere schwierige Aufgaben auf dem Programm. Der Trainerin ist es daher sehr wichtig, dass man morgen versucht das Beste herauszuholen, um sich auf die bevorstehenden wichtigen Aufgaben vorzubereiten. «Morgen wird sich herausstellen, ob wir uns mit den Grossen messen können», sagt die frühere Spielerin und Trainerin des FC Bayern München. In der Hinrunde fehlte oft das Quentchen Glück, die Equipe spielte gegen viele gute Teams stark, konnte jedoch nur selten Punkte mit nach Hause nehmen. Raith ist sich sicher, dass das Ziel Finalrunde erreicht werden kann, sie denkt keineswegs über einen Abstieg nach. Gerne hätte sie jedoch am Ende der Hinrunde ein, zwei Punkte mehr auf dem Konto gehabt. Mit mehr Effizienz und dem Willen, ein knappes Spiel ins Positive zu drehen, möchte sie in der Rückrunde angreifen.

Wichtiges Spiel zum Start

St. Gallen startet mit einem sehr wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Yverdon, welcher sechs Punkte vor St. Gallen auf Platz neun steht. Wenn das Team um Trainer Beat Naldi nicht absteigen will, muss es zwingend gewinnen. «Wir müssen hier Zählbares holen», sagt der frühere FC-Basel-Trainer. Er spricht von einer schwierigen Situation: In der Woche vor der Partie fehlten ihm vier Spielerinnen im Training. Er bedauert, dass oft viele abwesend sind und andere Dinge dem Training vorziehen. Gerade bei einem schmalen Kader, wie es St. Gallen hat, sind dies nicht perfekte Voraussetzungen, um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. «Das Team macht immer zwei Schritte vorwärts, dann wieder einen zurück», sagt der 67jährige Pensionär. Die verpatzte Hinrunde begründet Naldi einerseits mit mangelnder spielerischer Qualität, andererseits sucht er den Fehler auch bei sich: «Ein Trainer wird an Siegen und Niederlagen gemessen, diese Bilanz sieht bei mir schlecht aus.» Trotz der schwierigen Lage macht es ihm immer noch Spass, das Team zu trainieren, gerade in Sachen Teamgeist hätten sie grosse Fortschritte gemacht. Er spricht von «tollen Mädels» und einem «super Klima» im Team. Ob er im Falle eines Abstiegs Trainer bei St. Gallen bleibt, lässt er offen.

Verbindung der Juniorenteams

Seit vergangenem Sommer sind die Juniorenteams der beiden Clubs vereint. Die U16-Equipen trainieren bereits zusammen, einmal in Staad und einmal in St. Gallen. Für die NLA-Trainer ist klar: Sollten beide Teams absteigen, wäre das schlecht für den Ostschweizer Frauenfussball. Viele gute Spielerinnen würden an die grossen Clubs verlorengehen. In der obersten Liga zu spielen, sei für die jungen Talente ein Privileg. Von der Fusion spüren die Trainer derzeit noch nicht viel. «Es ist ein längerfristiges Projekt. Wir müssen über Jahre konzentriert arbeiten, damit es Früchte trägt», sagt Raith. Sie spricht von einem guten Niveau und hofft, dass die vielen Talente in der Region bleiben. Spannend könnte es werden, wenn die beiden Teams im April zum Abschluss der Rückrunde aufeinandertreffen.

Wichtiges Spiel zum Start

St. Gallen startet mit einem sehr wichtigen Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Yverdon, welcher sechs Punkte vor St. Gallen auf Platz neun steht. Wenn das Team um Trainer Beat Naldi nicht absteigen will, muss es zwingend gewinnen. «Wir müssen hier Zählbares holen», sagt der frühere FC-Basel-Trainer. Er spricht von einer schwierigen Situation: In der Woche vor der Partie fehlten ihm vier Spielerinnen im Training. Er bedauert, dass oft viele abwesend sind und andere Dinge dem Training vorziehen. Gerade bei einem schmalen Kader, wie es St. Gallen hat, sind dies nicht perfekte Voraussetzungen, um endlich in die Erfolgsspur zu kommen. «Das Team macht immer zwei Schritte vorwärts, dann wieder einen zurück», sagt der 67jährige Pensionär. Die verpatzte Hinrunde begründet Naldi einerseits mit mangelnder spielerischer Qualität, andererseits sucht er den Fehler auch bei sich: «Ein Trainer wird an Siegen und Niederlagen gemessen, diese Bilanz sieht bei mir schlecht aus.» Trotz der schwierigen Lage macht es ihm immer noch Spass, das Team zu trainieren, gerade in Sachen Teamgeist hätten sie grosse Fortschritte gemacht. Er spricht von «tollen Mädels» und einem «super Klima» im Team. Ob er im Falle eines Abstiegs Trainer bei St. Gallen bleibt, lässt er offen.

Verbindung der Juniorenteams

Seit vergangenem Sommer sind die Juniorenteams der beiden Clubs vereint. Die U16-Equipen trainieren bereits zusammen, einmal in Staad und einmal in St. Gallen. Für die NLA-Trainer ist klar: Sollten beide Teams absteigen, wäre das schlecht für den Ostschweizer Frauenfussball. Viele gute Spielerinnen würden an die grossen Clubs verlorengehen. In der obersten Liga zu spielen, sei für die jungen Talente ein Privileg. Von der Fusion spüren die Trainer derzeit noch nicht viel. «Es ist ein längerfristiges Projekt. Wir müssen über Jahre konzentriert arbeiten, damit es Früchte trägt», sagt Raith. Sie spricht von einem guten Niveau und hofft, dass die vielen Talente in der Region bleiben. Spannend könnte es werden, wenn die beiden Teams im April zum Abschluss der Rückrunde aufeinandertreffen.

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