Trainingslager U19 – Dienstag, 29. März 2016

Für den letzten Tag konnten wir uns den Schlaf bis fast um 7:30 Uhr gönnen. Beim Morgenessen liessen sich alle nochmals richtig vom leckeren Buffet verführen. Von Rührei, über Honig bis zum Schokogipfel war alles auf den Tellern zu sehen. Mit übervollen Bäuchen und ausgeprägtem Muskelkater mussten wir noch das allerletzte Mal die Treppen hochgehen. In den Zimmern packten wir die übrig gebliebenen Sachen und machten uns dann auf den Weg zum Car. Die Taschen wurden in kürzester Zeit eingeräumt und die Plätze im Car eingenommen. 40 Minuten vor geplanter Abfahrtszeit konnte Claudia, unsere Chauffeuse, den Car in Rollen ringen. Nicht lange dauerte es bis alle mehr oder weniger dem Schlaf verfallen waren. Nach ca. 3 Stunden konnten wir eine Mittagspause einlegen. Diese wurde unterschiedlich genutzt, mit essen, Assessoires kaufen oder WLAN ausnutzen. Einige gönnten sich sogar ein Eis J. Als eine knappe Stunde vorbei war, trafen wir uns wieder im Car und nahmen die letzten zwei Stunden Fahrt unter die Räder. Trotz einer genialen Zeit am Gardasee freuten wir uns auch wieder auf unser vertrautes Espenmoos.

Bericht von Sara, Vera und Vanessa – gönnäd eu  🙂

Trainingslager U19 – 28. März 2016

Der letzte Trainingstag stand an. Wie immer mussten wir um 7:30 Uhr frühstücken gehen. Es war wie immer sehr lecker. Um 8:20 Uhr mussten wir in der Lobby bereitstehen fürs Training. Im Training hatten wir zuerst Laufschule, dann spielten wir Barça und übten Freistösse und weite Bälle. Zum Abschluss spielten wir mit der U16 ein kurzes, intensives Mätchlein. Danach spazierten wir wieder zum Hotel und dort gab es ein Fotoshooting. Dann gab es ein leckeres Mittagessen. Nach einer kurzen Pause auf den Zimmern ging es um 13:20 Uhr wieder zurück auf den Trainingsplatz. In unserem letzten Training spielten wir zuerst Ballhalten in der Gruppe, dann kurze Spints, gefolgt von einem Zonenspiel. Zum Schluss übten wir Eckbälle und als Abschluss spielten wir ein lustiges Spiel, bei dem wir uns 15 Mal um die Pylone drehen mussten, dann auf den Ball zurennen und das Tor treffen. Es war sehr lustig und es gab zum Glück keinen Unfall. Mit dem ganzen Material verliessen wir den Platz und marschierten zum Hotel zurück. Dort brachten wir das ganze Material in den Car und machten uns bereit für einen Ausflug an den Gardasee. Unsere Trainer überraschten uns mit einem Pizzaessen gesponsert von Grossreisen und den Trainern. Im Hotel liessen wir unseren letzten Abend ausklingen und packten unsere Sachen. Bericht von Amy, Maurine und Ivana

Trainingslager U19 – Sonntag, 27. März 2016

Da Zeitumstellung herrschte, wurde uns 1 Stunde Schlaf geklaut. Um uns den Schlaf aus den müden Gliedern zu treiben, machten wir einen kleinen Spaziergang. Unsere erwarteten Osterhasen waren leider nicht vorhanden. Dafür gab es ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet. Das gestrige Geschenk von uns wurde heute von Petra wunderschön präsentiert. Angekommen am Platz zogen wir unsere Schuhe an und begannen mit dem Training. Als erstes machten wir Kraftübungen, anschliessend stand ein Schnellkraftparcours auf dem Programm. Danach trainierten wir unseren Schuss und unser Defensivverhalten beim 1 gegen 1. Nach einer entspannenden Dusche gingen wir gemütlich essen. Anschliessend ging es auch schon mit der zweiten Trainingseinheit weiter. Da wir anstrengende Tage hinter uns haben, fand ein Regenerationstraining statt. Es gab eine kleine Fussballtennisolympiade. Die Erstplatzierten gewannen einen Osterhasen J, der Rest einen schokoladigen Trostpreis. Wir gönnten uns nach dem Training eine Auszeit im Wellnessbereich. Nach dem Abendessen hatten wir noch Einzelgespräche mit Videoanalyse mit den Trainern.
Bericht von Tatjana, Chiara, Sophia, Meret

Trainingslager U19 – 26. März 2016

Der Morgen begann für alle sehr früh. Um 6:45 Uhr klingelte der Wecker und um 7:10 Uhr unsere Besammlungszeit. Um ins ein wenig aufzuwecken machten wir einen Spaziergang, der etwa 20 Minuten dauerte. Um 7:30 Uhr war das Morgenbuffet für uns eröffnet. Nach dem Morgenessen ging es direkt los mit dem ersten Training vom heutigen Tag. Am Platz angekommen, nebenbei bemerkt mit dem gesamten Material, schnürten wir unsere Fussballschuhe und legten direkt los mit dem Aufwärmen. Auf die Ballführübung im Hütchenwald folgte ein Spiel das uns ums Ballhalten handelte, nämlich «Barça». Danach hatten wir direkt den Yoyotest. Als wir den Test bestritten hatten, trainierten wir unsere Einwürfe. Somit war unser Morgentraining vorbei und wir gingen zurück ins Hotel und assen kurze Zeit später unsere Mahlzeit. Satt vom Mittagessen ging es wieder zurück auf den Platz. Nach dem Aufwärmen mussten wir eine technische Übung, verbunden mit Tempo absolvieren. Nachher folgte eine Umsetzung vom Morgentraining, Einwurf mit Abschluss verbunden. Darauf mussten wir auslaufen und anschliessend dehnen. Somit gingen wir zurück ins Hotel und unsere Trainer gaben uns zweieinhalb Stunden Erholungsfreiraum (Sauna, Schwimmbad, Massage, etc.). Um 19 Uhr gab es das Abendessen auf das wir uns alle freuten. Kurz darauf folgte eine Theoriestunde zum Thema Lernen, die für uns alle sehr lehrreich war. Vom Team kam dann zum Schluss noch eine kleine Überraschung für unsere Trainer die wir ihnen überreichten und sie sich sehr gefreut haben.

Bericht von Betty, Debi, Sina, Michelle

Trainingslager U19 – Riva del Garda, Freitag, 25. März 2016

Heute Morgen um 7:15 Uhr trafen wir uns vor dem Espenmoosstadion. Danach ging die Reise mit dem Car von Gross-Reisen nach Italien los. Vom Trainerstaff wurden Getränke organisiert. Während der Fahrt schliefen einige, weitere schauten aus dem Fenster oder unterhielten sich mit Musik oder dem DVD vom Cabaret Divertimento. Nach einer langen, kurvigen Fahrt gab es einen Zwischenhalt auf dem Reschenpass, wo es auch noch Brownies gab. Noch mehr als die Hälfte kam uns vor wie eine halbe Ewigkeit. Als wir in Riva del Garda ankamen, waren wir alle erschöpft und konnten das Mittagessen kaum erwarten. Die Vorspeise konnten wir selber nehmen, die Hauptspeise servierte und das Servicepersonal. Nach dem feinen Essen haben wir unsere Zimmer bezogen, leider hatten wir nur 20 Minuten Zeit, um uns für das Training vorzubereiten. Mit dem Car ging es zum Trainingsplatz. Das Training startete mit einer leichten Verspätung mit verschiedenen Kräftigungsübungen. Anschliessend machten wir diverse Übungen zur Förderung der Sprungkraft, bevor wir das Training mit dem Brasiliaspiel und dem Auslaufen beendeten. Nach dem Training liefen wir ins Hotel zurück. Dann hatten wir Freizeit. Um 19 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Insgesamt hatten wir einen positiven Tag.

Von Arbi, Mateja, Janina, Anita

NLA – Schlechtestes Saisonspiel

Satz mit X das war wohl nix.

Die Gallusstädterinnen reisten an diesem Mittwoch nach Bern. Eigentlich dachte man, dass man gegen einen Gegner antreten würde, der auf Augenhöhe war. Doch nach 4 Spielminuten war dieser Gedanke schon wieder Vergangenheit. Denn da stand es schon 1:0 für YB. Die Grün Weissen wurden von Beginn an kräftig unter Druck gesetzt und mit dem starken Pressing kamen die Espenfrauen einfach nicht zurecht. Sie waren weder mit dem Kopf noch mit dem Körper auf dem Platz und YB machte sich das zu Nutze. YB agierte spritziger, frecher, lauffreudiger, zweikampfstärker und vorallem auch viel ballsicherer. Die St.Gallerinnen bekamen das Spiel überhaupt nicht in den Griff und liefen den YB Spielerinnen nur hinter her.

Zudem kam noch hinzu das man durch 2 frühe Wechsel, bedingt durch Verletzungen, 2 Stammspielerin verlor. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeitpause und die Grün Weissen waren damit noch gut bedient.

In den 2. 45 Minuten wollten die FCSG-Frauen nochmals alles geben. Diesmal standen sie vom Anpfiff weg wesentlich besser, waren auch lauffreudig, vor allem nahmen sie die Zweikämpfe an und waren mit dem Kopf auf dem Platz. Dennoch war gegen YB heute kein Kraut gewachsen. In der 58. Spielminute wurde der Ball von YB weit in Richtung rechte Eckfahne gespielt, die Abwehr von den Grün Weissen wurde überlaufen und eine YB Spielerin spielte den Ball scharf in die Mitte des 16ers und dort konnte die YB Stürmerin den Ball verwerten. 2:0 für YB.

Nun gingen die Köpfe der Espenfrauen wieder nach unten. Nach ein paar Minuten fangten sich die Gallusstädterinnen wieder und probierten nochmals sich gegen diese Niederlage zu wehren, allerdings erwies sich dies als Strohfeuer. Heute ging einfach gar nichts zusammen, sogar die einfachsten Dinge wollten nicht gelingen.

So war das 3:0 in der 83. Minute die logische Konsequenz. YB konnte sich wieder auf der rechten Seite durchsetzen und brachte den Ball gefährlich in den 5er rein, dort spitzelte wieder eine YB Stürmerin den Ball über die Linie.

Zu guter Letzt erzielte YB noch das 4:0 nach einem unnötigen Ballverlust der GrünWeissen an der Mittellinie. YB schaltete blitzschnell um und so lief eine YB Spielerin alleine auf Studer zu und schob den Ball links unten ins Eck.

Nach dem Spiel war die Enttäuschung über die schlechteste Saisonleistung gross. Bleibt zu hoffen, das die Spielerinnen und das Trainerteam über die Osterfeiertage die Köpfe wieder frei bekommen und vorallem diese deftige und klare Niederlage verarbeiten können.

Die nächste Meisterschaftsrunde findet dann am Freitag, den 1. April statt. Die Grün Weissen empfangen dann zum Heimspiel den FC Basel. Anpfiff ist um 20.00 Uhr.

Tore: 4. Erne 1:0; 58. Calligaris 2:0; 83. Calligaris 3:0; 89. Ismaili 4:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (37. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Beerli, Bischof,Fehr(15. Wirth), Streule, Schweer, Salaorni (67. Alfaré)

Aufstellung YB Bern: Oehrli, Abbühl, Schmid, Fasel (55. Ziswiler), Gillmann, Erne (52. Imhof), Widmer, Calligaris, Hamidi, Mehmeti (49. Abdyli)

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 23.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

Foto: Doris Studer

Vorübergehend verbannt (Tagblatt Online: 22. März 2016)

St. Gallens Frauen, Tabellenletzte in der NLA, verlieren gegen den Leader FC Zürich 0:4.

Torhüterin Patricia Gsell, bei St. Gallen eigentlich die Nummer eins, kommt nicht zum Einsatz.

BENI BRUGGMANN

FUSSBALL. «Ich würde gerne spielen.» Vier Worte, ein Herzenswunsch. Patricia Gsell spricht sie vor dem Spiel gegen den FC Zürich aus. Die 26jährige Torhüterin des FC St. Gallen hat als Juniorin bei Schöftland begonnen und dann bei Luwin, heute Luzern, einen Meistertitel und einen Cupsieg erlebt. In den folgenden vier Jahren bei den Grasshoppers feierte sie nochmals einen Cupsieg. Nun hütet sie schon seit fünf Jahren das Tor von St. Gallen. Eigentlich ist sie die Nummer eins.

Die Geschichte beginnt im Dezember 2015. Verantwortliche, Trainer und Torhüterinnen beraten. Nicole Studer, ein Goalietalent, sitzt beim FC Zürich auf der Bank. Sie sucht Spielpraxis beim FC St. Gallen. Die Ostschweizerinnen hätten mit ihren mageren acht Plustoren eher eine treffsichere Stürmerin gebraucht. Aber alle kommen zur Einsicht: «Studer kann uns für diese Saisonhälfte helfen.»

Die Chemie stimmt

So bereiten sich denn Studer, das Talent, und Gsell, die Nummer eins, an diesem Samstagnachmittag im Gründenmoos gemeinsam auf das Spiel gegen Zürich vor. Gsell schiebt den Ball flach aufs Tor, schiesst hoch und flankt von der Seite. Studer hechtet, fängt und faustet. Das Einlaufen verläuft perfekt. «Die Chemie zwischen uns beiden stimmt», sagt Gsell. Nach dem Einlaufen trennen sich die Wege: Studer geht ins geliebte Tor, Gsell auf die verhasste Bank. «Ich würde gerne spielen.» Die verbannte Nummer eins spricht die vier Worte in diesem Moment nicht aus. Aber es gibt auch eine Körpersprache.

Im Spiel beweist Studer ihr Talent. Die Niederlage kann sie aber auch nicht verhindern, Zürich ist die bessere Mannschaft und gewinnt 4:0. «Wir haben defensiv gut gespielt, am Schluss aber hat die Konzentration nachgelassen», sagt sie. Die letzten beiden Tore fallen nach der 80. Minute. St. Gallen ist für die in Embrach wohnende Zürcherin nicht nur geographisch die beste Lösung: «Ich fühle mich hier wohl.» Trainer Beat Naldi charakterisiert sie so: «Ruhig. Strahlt Sicherheit aus. Stark mit dem Fuss. Kommt auch aus dem Tor heraus.» Von Ersatztorhüterin Gsell, die während des Spiels neben ihm auf der Bank sitzt, sagt er: «Sie ist einsatzfreudig, gibt alles, kann motivieren.»

Naldi und Gsell gehörten schon bei Luwin zum gleichen Team. Die Spielerin hat sich vor einem Jahr stark dafür eingesetzt, dass ihr früherer Trainer nach St. Gallen wechselt. Obwohl sie heute mit der Verbannung auf die Bank enttäuscht sein müsste, sagt sie: «Naldi liebt und lebt den Fussball leidenschaftlich. Wir alle wünschen ihm ein Erfolgserlebnis.»

Gsell bleibt St. Gallen treu

Gsell ist in Hirschthal, einer kleinen Gemeinde im unteren Suhrental, ein paar Kilometer von Aarau entfernt, aufgewachsen. An der United School of Sports in Zürich wurde sie während ihrer Zeit bei den Grasshoppers als Kauffrau ausgebildet. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung der ETH Zürich und pendelt zwischen Zürich und St. Gallen. Hier wohnt sie. «St. Gallen ist nicht nur super zum Wohnen, sondern auch eine fussballverrückte Region», so Gsell. Hier will sie bleiben. Studer wird St. Gallen auf absehbare Zeit wieder verlassen. «Ich bleibe in jedem Fall», sagt Gsell. Sie wird wieder die Nummer eins im Tor. Dann muss sie nicht mehr sagen: «Ich würde gerne spielen.»

 

Patricia Gsell (rechts), die abgelöste Nummer eins, wärmt sich vor dem Spiel mit Nicole Studer auf.(Bild: Ralph Ribi)

NLA – FCZ eine Klasse besser

Die Grün Weissen hatten an diesem Samstag keinen geringeren als den souveränen Tabellenführer aus Zürich zu Gast. Die Taktik war klar, so lange wie möglich kein Gegentor zulassen und bei Balleroberung schnell umschalten und selber versuchen ein Tor zu erzielen.

Diese Taktik ging die ersten 30 Minuten auch sehr gut auf. Der FCZ machte das Spiel und zeigte ein gutes Passspiel doch die FCSG Frauen stemmten sich mit allem dagegen was sie aufzubieten hatten. Sie zeigten eine hohe Laufbereitschaft, kämpften um jeden Ball,verschoben geschickt und machten so die Räume sehr eng. Ausserdem konnten sie das eine oder andere Mal nach Balleroberung schnell nach vorne spielen. Bei einer dieser Möglichkeiten konnte Streule nur noch durch ein Foul am Strafraum gestoppt werden. Den Freistoss schoss Stäbler, beim Schuss wehrte eine Zürcher Spielerin den Ball mit der Hand ab, aber leider blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

In der 31. Spielminute tritt der FCZ einen Eckball von der linken Seite. Der hoch in den 16er geschossene Ball findet auf Höhe des 2. Pfostens den Kopf von Keller. Die Kopfvorlage kann dann wiederum freistehend von Ramseier verwertet werden.

0:1 für den FC Zürich. Bitter, dass das Gegentor wieder durch einen Standard gefallen ist. Hier sollte eigentlich eine klare Zuteilung stattfinden.

Danach drückte der FCZ immer mehr und die FCSG Frauen versuchten weiter alles um das zweite Gegentor zu verhindern. Dennoch gelang es Zürich noch vor der Halbzeit auf 0:2 zu erhöhen. Abermals ein Standard. Diesmal ein Freistoss auf der rechten Seite, Höhe 16er. Dieser wird kurz gespielt und die Flanke auf den 2. Pfosten gezogen. Dort kann wiederum eine Spielerin vom FCZ unbedrängt köpfen, Studer im Tor reagiert glänzend und wehrt diesen ab, jedoch steht eine Spielerin des FCZ goldrichtig und legt der mitgelaufenen Mitspielerin auf Höhe Fünfer auf. Diese muss den Ball nur noch einschieben. 0:2 für den FCZ.

Bei diesem Standard hat leider die gesamten Mannschaft der Grün Weissen geschlafen und das bestraft der FCZ natürlich sofort.

Nach dem Pausentee nahm der FCZ das Zepter des Spiels wieder in die Hand. Die Gallusstädterinnen versuchten wieder mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft dem FCZ weg vom eigenen Tor zu halten.

 

Die Zürcherinnen nahmen ein bisschen das Tempo aus dem Spiel, so kam der FCSG doch zu einigen Chancen. So setze sich Schweer nach einem Einwurf auf der rechten Seite geschickt im Strafraum vom FCZ durch und legte den Ball zu Salaorni ab, der Schuss von Salaorni ging knapp am Tor vorbei. Eine andere grosse Chance bot sich Schweer in der 60. Minute. Als ein Missverständnis in der FCZ Abwehr ihr den Ball quasi vor die Füsse spielte. Schweer versuchte den Heber über Friedli, verfehlte aber leider das Tor. Eine weitere sehr gute Chance hätte sich Beerli ergeben, sie wäre alleine mit dem Ball in Richtung Zürchertor gelaufen, wenn der Linienrichter, nicht die Fahnen gehoben hätte. Dabei war sie mind.einen Meter hinter ihrer Gegenspielerin gestartet. Auf der Trainerbank und auf der Tribüne war die Aufregung und das Unverständnis über diese absolute Fehlentscheidung gross!

Danach machte der FCZ dann nochmals Tempo und man merkte, das die Kräfte bei den Grün Weissen schwanden, zum Glück hatte man noch Studer im Tor. Diese zeigte gegen ihre Exmitspielerinnen eine tolle Leistung und konnte mehrmals in Extremis mit Glanzparaden retten. Leider war auch sie in der 80. Minute machtlos. Eine FCZ Spielerin lief alleine auf Studer zu, den Schuss konnte sie noch parieren, doch der Abpraller landete bei einer weiteren FCZ Spielerin und diese köpfte den Ball ins leere Tor.

Weitere drei Minuten später setzte dann Willi auf Seiten des FCZ den Schlusspunkt. Sie war Nutzniesser eines Missverständnisses von Streule und Schweer und konnte den Ball platziert in das linke untere Eck einschieben. Studer war chancenlos.

Somit stand es nach 90 Minuten 0:4 für den FC Zürich. Aus Sicht der St.Gallerinnen war das ein sehr bitterer Abend. Wieder hatte man viel investiert, gekämpft, war viel gelaufen und hatte auch die ein oder andere Torchancen gehabt.

Für das nächste Meisterschaftsspiel müssen die St.Gallerinnen unter der Woche die weite Fahrt nach Bern antreten. Dort spielt man am kommenden Mittwoch, den 23.03.2016 gegen die Young Boys Bern. Anpfiff ist dort um 19.30 Uhr.

 

Tore: 31. Ramseier 0:1; 43. Keller 0:2; 80. Deplazes 0:3; 83. Willi 0:4

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (84. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Riesen (46. Beerli), Bischof (70. Wirth),Fehr, Streule, Schweer, Salaorni

Aufstellung FC Zürich: Friedli, Bernet, Aloi, Fischer, Stierli (66. Lienhard), Keller, Duncan (47. Gut), Ramseier, Terchoun (47. Mauron), Deplazes, Willi

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 19.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

 

U19 – Derbyniederlage

Im ersten von drei Derbys in dieser Rückrunde verlor der FC St. Gallen am Sonntag auswärts in Staad mit 2:0 (2:0).
Nachdem die Meisterschaft bereits letzten Samstag hätte losgehen sollen, das Spiel jedoch dem Wintereinbruch zum Opfer fiel, startete die Meisterschaft gerade mit dem Derby.
Man hat sich einiges vorgenommen, so ging doch das letzte Derby in der Vorrunde knapp und unglücklich verloren.
Dafür wollte man sich revanchieren.
Irgendwie schien die Mannschaft noch nicht ganz angekommen, schon  nach drei Minuten zappelte das runde Leder im Netz der Espinnen, ein zu kurz geratener Rückpass wurde zur Vorlage fürs Heimteam.
Leider rüttelte dieser frühe Gegentreffer die Mannschaft auch nicht wach – man stand ständig viel zu weit vom Gegner weg, spielte sehr ungenaue Pässe und konnte so überhaupt keinen Spielaufbau betreiben.
Nach 17 Minuten musste Tatjana Cataldo bereits zum zweiten Mal hinter sich greifen – den Staaderinnen wurde viel zu viel Platz gelassen, niemand fühlte sich für die ballführende Spielerin zuständig.
Nach diesem Gegentreffer versuchte man, etwas besser dagegenzuhalten, was auch gelang. Aber es blieb weiterhin einfach beim ‚Dagegenhalten‘,  konstruktiv fürs Spiel wurde nichts getan.
Nach dem Seitenwechsel galt es, sich noch einmal zu fangen. Mit einem frühen Anschlusstreffer hätte man Staad nochmals in Bedrängnis bringen können.
Amy Walliser hatte in der 53. Minute die Möglichkeit dazu, sah sich dann aber im 1:1 gegen die Torhüterin als Verliererin. Der darausfolgende Eckball wurde auch zu einer Möglichkeit, der Ball landete jedoch über dem Tor. Die Mannschaft steigerte sich zwar, aber das Spiel plätscherte dahin – das Niveau beider Teams war alles andere als berauschend, und so kam auch nie die richtige Derbystimmung auf.
Bleibt zu hoffen, dass die St. Gallerinnen nun ihren schlechten Tag der Saison eingezogen haben.
Es muss eine deutliche Leistungssteigerung her, will man in den nächsten Spielen punkten.
Über Ostern reist die Mannschaft nach Riva del Garda ins Trainingslager, das nächste Meisterschaftsspiel findet demnach erst am 3. April gegen Derendingen / Solothurn statt. Anpfiff wird um 12 Uhr im Espenmoos sein.

FC Staad – FC St. Gallen 2:0 (2:0)
3. Min. 1:0
17. Min. 2:0

FC St. Gallen:
Tatjana Cataldo, Sina Wirth (55. Min. Janina Dietsche), Lina Caviezel, Ivana Ferramosca, Michelle Wohlwend (46. Min. Nazmiye Özcan), Vanessa Alfarè, Bettina Grob, Debora Musa, Maurine Gübeli (46. Min. Sarah Wittwen), Amy Walliser (67. Min. Anita Hasler), Vera Staub

Verwarnungen:
57. Min. Sarah Wittwen

NLA – Nichts zu holen in Luzern

Die Grün- Weissen mussten an diesem grauen Sonntag nach Luzern reisen. Der FC Luzern als Dritter der Tabelle mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von 28:10 war der klare Favorit.

Und so begann die sehr ungleiche Partie. Der FC Luzern war von der ersten Minute an die spielerisch bessere Mannschaft und versuchte nach Ballverlust die Spielerinnen des FCSG sofort unter Druck zu setzen. Aber die Espenfrauen standen kompakt, verschoben sehr gut im Kollektiv und zeigten die notwendige Bissigkeit im Zweikampf. Sie versuchten bei Balleroberung sofort die schnellen Spitzen vorne einzusetzen.

Man merkte, das sich der FC Luzern sehr schwer gegen die vielbeinige Abwehr der Gallusstädterinnen tat. Nach mehr als einer halben Stunde stand es immer noch 0:0 und bei den Spielerinnen des FC Luzern machte sich schon Unmut breit. Die Grün-Weissen zogen ihr Spiel weiter durch und konnten so im Kollektiv die Angriffe der Luzernerinnen gut abfangen. Und falls es mal richtig brenzlig wurde, entschärfte Studer im St.Galler Tor die eine oder andere gefährliche Situation sehr souverän.

Die Espenfrauen hatten nicht allzuviel vom Spiel, denn sie agierten nach Balleroberung zu ungenau und teilweise sehr hektisch, sodass ein gut durchdachtes Passspiel nicht zu Stande kam. Akzente nach vorne wurden leider auch nicht gesetzt, aber man wollte ja solange wie möglich das 0:0 halten. Und das gelang in der ersten Halbzeit sehr gut. Und so gingen die FCSG Spielerinnen zufrieden in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel merkte man sofort, das Luzern den Druck noch mehr erhöhte. Sie wollten nun unbedingt das erste Tor schiessen. In der 55. Minute klärte Rohner zum Eckball. Dieser Eckball wurde weit in den 16er geschlagen, Studer kam aus ihrem Tor heraus und wurde beim Fangen des Balles von einer Gegenspielerin behindert. Der Ball landet vor den Füssen von Stapelfeldt und diese haute den Ball in die Maschen. 1:0 für den FC Luzern. Wiederum sehr bitter für die Grün-Weissen, das sie ausgerechnet durch einen Standard das Gegentor kassierten.

Nun galt es für die Espenfrauen den Kopf hoch zu nehmen und weiter im Kollektiv zu agieren und kompakt zu stehen. Der FC Luzern nahm ein bisschen das Tempo nach dem Führungstreffer raus und die Grün-Weissen trauten sich auch wieder mehr zu, wurden aber dennoch nie gefährlich vor dem Tor des FC Luzern.

So spielte der FC Luzern weiter kontrolliert nach vorne und die Espenfrauen verteidigten. Das ging bis zur 85. Minute so, dann kam nochmals ein bisschen Schwung in die Partie und etwas Hektik in der Hälfte des FC Luzern. Die Frauen des FCSG versuchten nochmals sich gegen die Niederlage zu stemmen und warfen alles nach vorne, aber leider kam hier nichts zählbares heraus. Luzern kam nochmals zu einer 100%-gen Torchance, doch Studer machte diese im 1:1 gegen Stapelfeldt zu Nichte.

So blieb es nach 90. Minuten beim 1:0 für den FC Luzern. Die Frauen des FCSG hätten sehr gerne einen Punkte aus Luzern mitgenommen, aber leider war heute nicht mehr drin. Dennoch funktionierte die Defensivarbeit sehr gut und das stimmt positiv, denn am kommenden Samstag, den 19. März spielt man zu Hause gegen kein geringeren als den FC Zürich und auch da wird gute bis sehr gute Defensivarbeit gefragt sein. Anpfiff ist um 17.00 Uhr.

Tor: 55. Stapelfeldt, 1:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Egger, Iseli, Rohner, Riesen, Bischof, Fehr, Beerli (76. Baumann), Salaorni (78. Keller), Streule (88.Wirth)

Aufstellung FC Luzern:Böni, Sager, Graf, Eklig, Bühler, Pulver (83.Cavicchia), Lourenco, Scodeller (90. Blättler), Stapelfeldt, Remund, Hashani (46.Trajkovska).

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 13.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens