NLA – Nichts zu holen in Luzern

Die Grün- Weissen mussten an diesem grauen Sonntag nach Luzern reisen. Der FC Luzern als Dritter der Tabelle mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von 28:10 war der klare Favorit.

Und so begann die sehr ungleiche Partie. Der FC Luzern war von der ersten Minute an die spielerisch bessere Mannschaft und versuchte nach Ballverlust die Spielerinnen des FCSG sofort unter Druck zu setzen. Aber die Espenfrauen standen kompakt, verschoben sehr gut im Kollektiv und zeigten die notwendige Bissigkeit im Zweikampf. Sie versuchten bei Balleroberung sofort die schnellen Spitzen vorne einzusetzen.

Man merkte, das sich der FC Luzern sehr schwer gegen die vielbeinige Abwehr der Gallusstädterinnen tat. Nach mehr als einer halben Stunde stand es immer noch 0:0 und bei den Spielerinnen des FC Luzern machte sich schon Unmut breit. Die Grün-Weissen zogen ihr Spiel weiter durch und konnten so im Kollektiv die Angriffe der Luzernerinnen gut abfangen. Und falls es mal richtig brenzlig wurde, entschärfte Studer im St.Galler Tor die eine oder andere gefährliche Situation sehr souverän.

Die Espenfrauen hatten nicht allzuviel vom Spiel, denn sie agierten nach Balleroberung zu ungenau und teilweise sehr hektisch, sodass ein gut durchdachtes Passspiel nicht zu Stande kam. Akzente nach vorne wurden leider auch nicht gesetzt, aber man wollte ja solange wie möglich das 0:0 halten. Und das gelang in der ersten Halbzeit sehr gut. Und so gingen die FCSG Spielerinnen zufrieden in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel merkte man sofort, das Luzern den Druck noch mehr erhöhte. Sie wollten nun unbedingt das erste Tor schiessen. In der 55. Minute klärte Rohner zum Eckball. Dieser Eckball wurde weit in den 16er geschlagen, Studer kam aus ihrem Tor heraus und wurde beim Fangen des Balles von einer Gegenspielerin behindert. Der Ball landet vor den Füssen von Stapelfeldt und diese haute den Ball in die Maschen. 1:0 für den FC Luzern. Wiederum sehr bitter für die Grün-Weissen, das sie ausgerechnet durch einen Standard das Gegentor kassierten.

Nun galt es für die Espenfrauen den Kopf hoch zu nehmen und weiter im Kollektiv zu agieren und kompakt zu stehen. Der FC Luzern nahm ein bisschen das Tempo nach dem Führungstreffer raus und die Grün-Weissen trauten sich auch wieder mehr zu, wurden aber dennoch nie gefährlich vor dem Tor des FC Luzern.

So spielte der FC Luzern weiter kontrolliert nach vorne und die Espenfrauen verteidigten. Das ging bis zur 85. Minute so, dann kam nochmals ein bisschen Schwung in die Partie und etwas Hektik in der Hälfte des FC Luzern. Die Frauen des FCSG versuchten nochmals sich gegen die Niederlage zu stemmen und warfen alles nach vorne, aber leider kam hier nichts zählbares heraus. Luzern kam nochmals zu einer 100%-gen Torchance, doch Studer machte diese im 1:1 gegen Stapelfeldt zu Nichte.

So blieb es nach 90. Minuten beim 1:0 für den FC Luzern. Die Frauen des FCSG hätten sehr gerne einen Punkte aus Luzern mitgenommen, aber leider war heute nicht mehr drin. Dennoch funktionierte die Defensivarbeit sehr gut und das stimmt positiv, denn am kommenden Samstag, den 19. März spielt man zu Hause gegen kein geringeren als den FC Zürich und auch da wird gute bis sehr gute Defensivarbeit gefragt sein. Anpfiff ist um 17.00 Uhr.

Tor: 55. Stapelfeldt, 1:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Egger, Iseli, Rohner, Riesen, Bischof, Fehr, Beerli (76. Baumann), Salaorni (78. Keller), Streule (88.Wirth)

Aufstellung FC Luzern:Böni, Sager, Graf, Eklig, Bühler, Pulver (83.Cavicchia), Lourenco, Scodeller (90. Blättler), Stapelfeldt, Remund, Hashani (46.Trajkovska).

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 13.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens