NLA – FCZ eine Klasse besser

Die Grün Weissen hatten an diesem Samstag keinen geringeren als den souveränen Tabellenführer aus Zürich zu Gast. Die Taktik war klar, so lange wie möglich kein Gegentor zulassen und bei Balleroberung schnell umschalten und selber versuchen ein Tor zu erzielen.

Diese Taktik ging die ersten 30 Minuten auch sehr gut auf. Der FCZ machte das Spiel und zeigte ein gutes Passspiel doch die FCSG Frauen stemmten sich mit allem dagegen was sie aufzubieten hatten. Sie zeigten eine hohe Laufbereitschaft, kämpften um jeden Ball,verschoben geschickt und machten so die Räume sehr eng. Ausserdem konnten sie das eine oder andere Mal nach Balleroberung schnell nach vorne spielen. Bei einer dieser Möglichkeiten konnte Streule nur noch durch ein Foul am Strafraum gestoppt werden. Den Freistoss schoss Stäbler, beim Schuss wehrte eine Zürcher Spielerin den Ball mit der Hand ab, aber leider blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

In der 31. Spielminute tritt der FCZ einen Eckball von der linken Seite. Der hoch in den 16er geschossene Ball findet auf Höhe des 2. Pfostens den Kopf von Keller. Die Kopfvorlage kann dann wiederum freistehend von Ramseier verwertet werden.

0:1 für den FC Zürich. Bitter, dass das Gegentor wieder durch einen Standard gefallen ist. Hier sollte eigentlich eine klare Zuteilung stattfinden.

Danach drückte der FCZ immer mehr und die FCSG Frauen versuchten weiter alles um das zweite Gegentor zu verhindern. Dennoch gelang es Zürich noch vor der Halbzeit auf 0:2 zu erhöhen. Abermals ein Standard. Diesmal ein Freistoss auf der rechten Seite, Höhe 16er. Dieser wird kurz gespielt und die Flanke auf den 2. Pfosten gezogen. Dort kann wiederum eine Spielerin vom FCZ unbedrängt köpfen, Studer im Tor reagiert glänzend und wehrt diesen ab, jedoch steht eine Spielerin des FCZ goldrichtig und legt der mitgelaufenen Mitspielerin auf Höhe Fünfer auf. Diese muss den Ball nur noch einschieben. 0:2 für den FCZ.

Bei diesem Standard hat leider die gesamten Mannschaft der Grün Weissen geschlafen und das bestraft der FCZ natürlich sofort.

Nach dem Pausentee nahm der FCZ das Zepter des Spiels wieder in die Hand. Die Gallusstädterinnen versuchten wieder mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft dem FCZ weg vom eigenen Tor zu halten.

 

Die Zürcherinnen nahmen ein bisschen das Tempo aus dem Spiel, so kam der FCSG doch zu einigen Chancen. So setze sich Schweer nach einem Einwurf auf der rechten Seite geschickt im Strafraum vom FCZ durch und legte den Ball zu Salaorni ab, der Schuss von Salaorni ging knapp am Tor vorbei. Eine andere grosse Chance bot sich Schweer in der 60. Minute. Als ein Missverständnis in der FCZ Abwehr ihr den Ball quasi vor die Füsse spielte. Schweer versuchte den Heber über Friedli, verfehlte aber leider das Tor. Eine weitere sehr gute Chance hätte sich Beerli ergeben, sie wäre alleine mit dem Ball in Richtung Zürchertor gelaufen, wenn der Linienrichter, nicht die Fahnen gehoben hätte. Dabei war sie mind.einen Meter hinter ihrer Gegenspielerin gestartet. Auf der Trainerbank und auf der Tribüne war die Aufregung und das Unverständnis über diese absolute Fehlentscheidung gross!

Danach machte der FCZ dann nochmals Tempo und man merkte, das die Kräfte bei den Grün Weissen schwanden, zum Glück hatte man noch Studer im Tor. Diese zeigte gegen ihre Exmitspielerinnen eine tolle Leistung und konnte mehrmals in Extremis mit Glanzparaden retten. Leider war auch sie in der 80. Minute machtlos. Eine FCZ Spielerin lief alleine auf Studer zu, den Schuss konnte sie noch parieren, doch der Abpraller landete bei einer weiteren FCZ Spielerin und diese köpfte den Ball ins leere Tor.

Weitere drei Minuten später setzte dann Willi auf Seiten des FCZ den Schlusspunkt. Sie war Nutzniesser eines Missverständnisses von Streule und Schweer und konnte den Ball platziert in das linke untere Eck einschieben. Studer war chancenlos.

Somit stand es nach 90 Minuten 0:4 für den FC Zürich. Aus Sicht der St.Gallerinnen war das ein sehr bitterer Abend. Wieder hatte man viel investiert, gekämpft, war viel gelaufen und hatte auch die ein oder andere Torchancen gehabt.

Für das nächste Meisterschaftsspiel müssen die St.Gallerinnen unter der Woche die weite Fahrt nach Bern antreten. Dort spielt man am kommenden Mittwoch, den 23.03.2016 gegen die Young Boys Bern. Anpfiff ist dort um 19.30 Uhr.

 

Tore: 31. Ramseier 0:1; 43. Keller 0:2; 80. Deplazes 0:3; 83. Willi 0:4

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (84. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Riesen (46. Beerli), Bischof (70. Wirth),Fehr, Streule, Schweer, Salaorni

Aufstellung FC Zürich: Friedli, Bernet, Aloi, Fischer, Stierli (66. Lienhard), Keller, Duncan (47. Gut), Ramseier, Terchoun (47. Mauron), Deplazes, Willi

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 19.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens