NLA – Wieder nicht belohnt

Am heutigen Samstag stand das vorletzte Rückrundenspiel der Espenfrauen an. Es ging zu GC nach Zürich.

 

Die Grün Weissen zeigten schon beim Aufwärmen das sie heute von Beginn dagegenhalten wollten. Und so starteten die Espenfrauen sehr gut in die Partie, was wohl auch an der Systemumstellung von Trainer Naldi lag. Diesmal agierten die FCSG Frauen mit einem 4-1-4-1. Man wollte die schnellen Aussen immer wieder schicken und so mehr Druck nach vorne schaffen. Ausserdem sollte eine weitere defensiv agierende Mittelfeldspielerin der Abwehr mehr Stabilität geben.

Die St. Gallerinnen gingen von Beginn an gut zu Werke und so erspielten sie sich in der 5. Minute eine sehr gute Torchance. Nach einem weiten Einwurf von Rohner kann sich Bischof im Strafraum auf der linken Seite durchsetzen und schiebt den Ball auf die mitgelaufene Salaorni, diese schiesst den Ball gekonnt ins GC Tor rein. 1:0 für die FCSG Frauen. Endlich! Das erste Tor für die FCSG Frauen in diesem Jahr!

Bereits in der 9. Minuten hat Salaorni das 2:0 auf dem Fuss. Sie wird super in die Gasse geschickt und läuft alleine auf den Torwart von GC zu. Sie entscheidet sich den Goali zu umspielen, zögert einen Moment zu lange und die Chance ist vertan. Im Gegenzug kommt GC über die linke Seite und kann den Ball in den St. Galler Strafraum Flanken, dort steht am 2. Pfosten eine GC Stürmerin frei und kann den Ball unbedrängt einnetzen. Ausgleich 1:1. Sehr bitter für die St. Gallerinnen.

Dann beruhigt sich die Partie ein bisschen, GC hat mehr Ballbesitz aber die FCSG Frauen stehen gut in der Defensive und kämpfen um jeden Ball. In der 23. Minute spielt GC mal wieder einen langen hohen Ball über die rechte Seite, Caviezel kann den Ball mit dem Kopf nicht abwehren und in ihrem Rücken entwischt die GC Stürmerin. Diese läuft mit dem Ball auf Studer im St. Galler Tor zu, Studer kann den Tunnelversuch abwehren, doch beim Nachschuss ist sie machtlos. 2:1 für GC.

St. Gallen zeigt nach dem Gegentor Moral und kämpft weiter, macht weiter nach vorne Druck und zwingt die Abwehr von GC zu Fehlern. Sie üben auf die GC Abwehr so sehr Druck aus, dass es zu einem Missverständnis zwischen GC Verteidigerin und GC Goali kommt und der Rückpass nicht beim GC Goali landet, sondern im Tor von GC. Ausgleich durch ein Eigentor. 2:2.

Vor der Pause passiert dann nicht mehr all zu viel. Beide Mannschaften egalisieren sich und so geht es mit dem Remis in die Pause.

Nach der Pause machen die FCSG Frauen da weiter wo sie aufgehört haben. Sie sind bissig in den Zweikämpfen, verschieben geschickt und versuchen immer wieder die schnellen Aussen einzusetzen. GC beginnt das Tempo zu erhöhen und versucht durch robustere Spielweise den Espenfrauen den Schneid abzukaufen. Trainer Naldi bringt 3 neue Kräfte und versucht so noch einmal mehr Impulse nach vorne zu geben, denn heute könnte eine Überraschung drin liegen. GC steht hinten sehr wacklig auf den Beinen.

In der 80. Minute wird Beerli freigespielt und zieht mit viel Tempo alleine auf das Tor von GC. Eine Spielerin von GC läuft ihr nach und kann sie an einem kontrollierten Abschluss hindern, der Goali von GC kann den Schuss zum Corner klären. Schade. Die Grün Weissen hätten es verdient gehabt.

GC übernimmt dann in den letzten 10 Spielminuten das Zepter wieder und drückt die Gallusstädterinnen weit in die eigene Hälfte. Man merkt nun den Grün Weissen an, dass ihre Kräfte schwinden. In der 84. Minute passiert ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld und GC nutzt dies eiskalt aus. Eine Spielerin wird links steil geschickt, diese läuft bis zur Grundlinie und passt den Ball quer zu einer Mitspielerin und diese schiebt den Ball ins St. Galler Tor. 3:2 für GC. Danach geht bei den Grün Weissen nichts mehr und sie kassieren in der 86.Spielminute noch das 4:2. Wieder kommt GC über die linke Seite und kann eine Spielerin in die Gasse schicken, diese hat gegen Studer im 1:1 das Nachsehen, aber der Abpraller landet wieder bei einer anderen GC Spielerin und diese macht dann das 4:2. Knockout!

Kurze Zeit später ist das Spiel aus und die FCSG Frauen stehen mal wieder ohne Punkte da. Schade, sehr schade. Heute wäre mehr drin gewesen. Positiv stimmt, dass man sich sehr gute Torchance herausgespielt hat.

Die nächste Gelegenheit es wieder besser zu machen bietet sich den Espenfrauen bereits am kommenden Mittwoch, den 20.4.2016. Die FCSG Frauen sind dann zum letzten Rückrundenspiel um 20.00 Uhr beim FC Staad zu Gast. Derbytime!

 

Tore: 5. Salaorni 0:1; 9. Roscic (Kopftor) 1:1, 23. Müller 2:1, 31. Eigentor Glanzman 2:2; 84. Roscic 3:2; 87. Roscic 4:2.

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (70. Beerli), Bischof, Fehr (60.Schweer), Streule (46. Riesen), Stäbler

Aufstellung GC: Furrer, Wirthner, Glanzmann, Saxer (46.Brandenberger), Ermann (46.Marty), Walker, Roscic, Steinmann, Kalberer (63.Schneider), Berger, Müller

Verwarnungen: 70.Walker (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 16.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens