NLA – und trotzdem erneut eine Niederlage

Im letzten Saisonspiel in der NLA stand für die Espenfrauen mit dem FC Staad das Ostschweizer-Derby an.

Zum Abschluss der Qualifikationsrunde in der NLA wollten die Frauen des FC St. Gallen das Spiel nutzen, um mit einem positiven Erlebnis in die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gehen zu können. Wie schon im Spiel am vergangenen Samstag gegen die Grasshoppers setzte Trainer Naldi auf das 4-1-4-1 System und gab den gleichen elf Akteurinnen nochmals die Chance von Beginn weg aufzulaufen. Wiederum wollte man über Aussen Druck aufbauen und den Gegner erst gar nicht ins Spiel kommen lassen.

So begannen die St. Gallerinnen dann auch damit die Staaderinnen früh in der gegnerischen Platzhälfte zu stören. Die Espenfrauen waren von Beginn an aggressiv in den Zweikämpfen. So kam es auch, dass die Staaderinnen bereits in der 5. Minute einen Freistoss von der rechten Seite treten konnten. Die hohe Hereingabe wurde auf eine alleinstehende Staaderin gespielt, die aus etwa sieben Metern zum Kopfball kam. Nicole Studer im Tor der Gallusstädterinnen zeigte einen mirakulösen Reflex und konnte den gut platzierten Kopfball, den die Meisten der 250 Zuschauern schon im Tor gesehen haben, um den Pfosten lenken. Die St. Gallerinnen konnten sich bei Nicole bedanken, dass sie nicht schon nach wenigen Minuten in Rückstand geraten sind.

Grün-Weiss kam in der 14. Minuten zum ersten Torabschluss. Nach einem Eckball, rollte der Ball zu Rohner, die allerdings zu wenig Druck hinter den Ball bringen konnte und der Abschluss so zur leichten Beute für Lang im Staader Tor wurde. Nun war es ein offener Schlagabtausch. Durch das Hochstehen der St. Gallerinnen konnte Staad immer wieder gefährliche Bälle in die Tiefe spielen. Die schnelle Stilz konnte in der 21. Minuten an die Grundlinie laufen und zurück auf den Fünfer spielen, wo aber Valeria Iseli rechtzeitig vor einer Staaderin klären konnte. In der 24. Minuten war es wiederum Stilz, die nach einem hohen Ball quer durch die St. Galler Hintermannschaft zum Abschluss kam. Studer war zur Stelle.

St. Gallen seinerseits kam selten in den gegnerischen Strafraum. Durch das hohe Pressing zwang man allerdings Staad zu Fehlern. So war es Stäbler, die in der 29. Minute beinahe von einem zu kurz geratenen Rückpass der Staader Innenverteidigerin auf Goalie Lang profitieren konnte. Ansonsten versuchten es die St. Gallerinnen mit Weitschüssen aus dem Mittelfeld durch Fehr und Bischof. Dem Tor am Nächsten kam Streule in der 43. Minute. Ihr Schuss wurde aber noch entscheidend abgelenkt. Danach passierte nichts mehr und beide Mannschaften gingen torlos in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kam Staad etwas besser aus der Pause zurück und hatte bereits in der 48. Minute eine Grosschance. Wie schon in der ersten Halbzeit wurde ein Steilpass in die Schnittstelle der St. Galler Abwehr gespielt. Eine Staaderin konnte von der rechten Seite alleine auf das Tor von Studer losziehen. Der Abschluss landete aber neben dem Pfosten. Glück für die FCSG Frauen!

Die zweite Halbzeit spielte mehrheitlich im Mittelfeld. Durch das frühe Stören auf beiden Seiten, war das Spiel geprägt von vielen Fehlpässen. Beide Teams bekundeten Mühe im Spielaufbau. Ausser ein paar harten Zweikämpfen und den Auswechslungen war auf dem Kunstrasen des Bützels in Staad wenig los.

Als schon alle mit einem torlosen Derby rechneten, stellte sich St. Gallen in der 90. Minute äusserst ungeschickt an. Wieder ein Pass in die Tiefe konnte eine Staader Stürmerin kurz vor der Grundlinie erlaufen, als Iseli angestürmt kommt und diese im Sechszehner von den Beinen holt. Ein klarer Elfmeter, für den sich Sabrina Petriella nicht zwei Mal bitten lies und souverän zum 1:0 Endresultat verwertete. Damit sichert sie ihrem Team den direkten Ligaerhalt.

Einmalmehr ein ganz bitterer Abend für die Espenfrauen. Die Enttäuschung war danach auch spürbar gross. Zu gern hätte man einen Punkt mit in die Hauptstadt genommen. Damit verabschieden sich die Frauen des FC St.Gallen mit nur einem Punkt aus der Qualifikationsrunde der NLA.

Nun heisst es, sich schnell erholen und sich physisch wie auch mental optimal auf die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gegen Yverdon, Aarau und Derendingen vorzubereiten. Der Spielplan wird in den kommenden Tagen vom SFV bekanntgegeben. Das erste Spiel wird am Samstag den 30.04.2016 um 18:00 Uhr in Aarau sein. Dann gilt es für die FCSG Frauen super ernst!

 

 

Tore: 90. Petriella 1:0 (Penalty)

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (72. Wirth), Bischof, Fehr (61.Schweer), Streule (70. Beerli), Stäbler

Aufstellung FC Staad: Lang, Horvat, Schindler, Brunner, Klotz, Thoma R., Trzaskowski (74. Petriella), Thoma A., Stilz, Sallmann, Bisquolm

Verwarnungen: 49. Egger (Ball wegschlagen), 90. Iseli (Foulspiel)

St. Gallen, 20.04.2016

 

Bericht: Patricia Gsell