Die Oberklassen gewinnen souverän (Frauenfussballmagazin Online: 30. April 2016)

Zeitgleich mit der Finalrunde begann heute auch der Kampf um den Ligaerhalt für Yverdon und St. Gallen, respektive den Aufstieg für Derendingen und Aarau. Zumindest in Bezug auf die Resultate, verliefen die Spiele identisch. Beide Nationalliga A-Teams konnten mit 3:1 gewinnen und damit vorlegen.

Chris Blattmann

Der FC Aarau hatte sich viel vorgenommen. Die erste Partie in der Auf-/Abstiegsrunde konnte auf dem eigenen Platz bestritten werden und als Gegner empfing man ein Team, welches in dieser Saison noch keinen einzigen Sieg feiern konnte. Den FC St. Gallen, trainiert vom ehemaligen Aarau-Trainer Beat Naldi. Die Begegnung begann dann auch wie geplant. Bereits nach 13 Minuten konnten die Aarauerinnen durch Julia Höltschi in Führung gehen. Die Gäste benötigten einige Zeit, um ins Spiel zu finden. So erspielten sich die einheimischen gleich mehrere Chancen, welche aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Effizienter war da schon der FC St. Gallen. Fünf Minuten vor der Pause konnte Désirée Stäbler ausgleichen und setzte damit die Basis für den optimalen Start im Unternehmen Ligaerhalt. Nach dem Seitenwechsel wurden die Ostschweizerinnen dominanter und erkannten die Möglichkeiten. Schon nach vier Minuten erhöhte Victoria Bischof auf 1:2. Aarau drängte auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an der Effizienz der gegnerischen Abwehr. Sechs Minuten vor Ende der Partie konnte Nadine Riesen mit ihrem Treffer zum 1:3 alles klar machen. Die in dieser Saison bisher schwächste Offensivabteilung zeigte in Aarau eine wesentlich bessere Leistung und konnte am Ende den ersten Dreier der Spielzeit feiern.

Ebenso wie St. Gallen kämpft mit Yverdon Féminin eine bisher feste Grösse der höchsten Spielklasse um den Verbleib in der NLA. Nach einigen Abgängen, welche nicht adäquat kompensiert werden konnten, rutschte das einzige Team der Westschweiz unter den Strich und wollte sämtliche Kräfte mobilisieren, um den Ligaerhalt zu gewährleisten. Die erste Station war Derendingen Solothurn, das Überraschungsteam der letzten Saison, welches zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die Barrage schaffte. Anders als noch vor einem Jahr, als man ungeschlagen gegen höherklassige Teams antrat, ist sich das Team von Urs Bachmann nun gewohnt, auch einmal zu verlieren. Der dadurch gewonnene Respekt sollte auch die Basis sein, um gegen die Höherklassigen zu punkten. In der ersten Partie ging die Rechnung noch nicht auf. Yverdon konnte bereits in der ersten Halbzeit durch Camille Surdez und Captain Audrey Riat mit 2:0 in Führung gehen. Es hätte durchaus noch schlechter aussehen können, hätte Raemy in der 4. Minute das Tor nicht knapp verfehlt und Martina Rytz im Tor der Solothurnerinnen nicht gleich mit mehreren Paraden ihr Team im Spiel gehalten. So wurde der Kampfgeist der Unterklassigen nach 76 Minuten belohnt, als Corinna Saladin der Anschlusstreffer gelang. Die Hoffnung, zumindest einen Punkt ergattern zu können, schwand aber bereits fünf Minuten später. Mittels Elfmeter erhöhte Riat auf 1:3 aus Sicht der Einheimischen. Damit befinden sich nach der ersten von sechs Partien die beiden Oberklassigen auch über dem Strich. Am kommenden Samstag folgen die ligainternen Duelle. Aarau wird Derendingen Solothurn empfangen, St. Gallen Yverdon Féminin.