Zuletzt fehlte nur ein Quentchen (Tagblatt Online: 29. April 2016)

Morgen starten die NLA Fussballerinnen des FC St. Gallen auswärts gegen den FC Aarau in die Auf- und Abstiegsspiele. Präsidentin Brigitta Mettler  und Trainer Beat Naldi sind überzeugt, das die Spielerinnen den Ligaerhalt schaffen werden.

RAYA BADRAUN

FUSSBALL. In den vergangenen Wochen sprach Präsidentin Brigitta Mettler mit den Spielerinnen des FC St. Gallen. Sie wollte wissen, wie es ihnen geht, wie die Stimmung und Motivation im Team ist. Für die St. Gallerinnen war es keine einfache Zeit. In der regulären Meisterschaft sicherten sie sich lediglich einen Punkt und beendeten die Qualifikation auf dem letzten Rang. «Die Spielerinnen sind frustriert, dass sie nie einen Sieg holen konnten», sagt Mettler. Darunter habe auch das Selbstvertrauen gelitten. Dennoch seien die Fussballerinnen überzeugt, dass sie den Ligaerhalt in den Auf- und Abstiegsspielen schaffen können. Diese Meinung teilen auch Mettler und Trainer Beat Naldi. «Das Team hat seit Saisonbeginn grosse Fortschritte gemacht», sagt Mettler.

Weniger Gegentore erhalten

Das Problem des FC St. Gallen sieht Naldi momentan vor allem in der Offensive. In der Qualifikation erzielte sein Team in 18 Spielen nur zehn Tore. «Viele Spielerinnen fühlen sich im Sturm nicht wohl», sagt der Trainer. Aufgrund des schmalen Kaders ist die Auswahl jedoch beschränkt. Auf der anderen Seite haben die St. Gallerinnen zuletzt weniger Gegentore erhalten als in der Hinrunde. Gegen Staad verloren sie auswärts 0:1. Den Treffer erzielte Sabrina Petriella erst in der 90. Minute mit einem Penalty. «89 Minuten hat St. Gallen top gespielt», sagt Mettler. «Am Ende war es vor allem Pech.» Auch in den anderen Spielen, etwa gegen die Grasshoppers oder gegen Basel, habe am Ende nur ein Quentchen gefehlt. Dort fielen die Gegentore ebenfalls erst in den Schlussminuten. Die Leistungssteigerung hat wohl auch mit der Umstellung des Systems zu tun. Naldi hat alle Positionen neu verteilt – und ist zufrieden mit dem Resultat. Im ersten Auf-/Abstiegsspiel auswärts gegen Aarau müssen die Spielerinnen dies nun noch bestätigen. Anpfiff ist morgen um 18 Uhr auf der Sportanlage Schachen.

Trainerfrage noch offen

Weiter offen ist, ob Naldi Trainer der Frauen des FC St. Gallen bleibt. Die Gespräche finden laut Mettler erst in den kommenden Wochen statt. Sie würde nach mehreren Wechseln gerne auf Kontinuität setzen. Naldi will sich noch nicht konkret zu seinen Zukunftsplänen äussern. Er lobt jedoch das «phantastische Umfeld» in St. Gallen. «Ich arbeite sehr gerne hier.»

 

Beat Naldi Trainer FC St. Gallen Frauen (Bild: Beat Belser)

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