NLA – Mit einem Tor gewinnt man das Spiel!

Die Espenfrauen hatten heute im heimischen Espenmoos den FC Aarau zu Gast. Die Partie versprach schon auf dem Papier ein brisantes Duell zu werden, denn beide Teams trennte in der Tabelle nur ein Punkt. So war klar, dass beide Teams auf Sieg spielen wollten.

Und so ging es direkt vom Anpfiff weg los. Zunächst waren die Grün Weissen am Drücker und erspielten sich die ein oder andere Halbchance. Aber nach ca. 10 Minuten übernahm Aarau das Zepter des Spiels und wurde immer stärker. Die FCSG Frauen liessen sich durch die teilweise überharte Spielweise der Aarauerinnen einschüchtern und waren in die Defensive gedrängt. Dadurch kamen die Aarauerinnen mehrmals dem 0:1 gefährlich nahe. Aber entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder aber Studer im St. Galler Gehäuse war zur Stelle. Die Espenfrauen versuchten sich nach gut 30 Minuten aus der Umklammerung zu lösen, jedoch verpufften ihre Angriffsbemühungen meistens kurz nach der Mittellinie. Das Passspiel bei den Grün Weissen lief nicht optimal und die langen Bällen fanden nicht den richtigen Empfänger. Immerhin konnten die St.Galler Frauen kurz vor der Halbzeitpause einen Eckball herausholen. Den Ball brachte Rohner in den 16er, nach einem Getümmel kam Stäbler an den Ball und versuchte den Ball aus 5 Metern über die Linie zu drücken, der stramme Schuss wurde aber noch vom Goali und einer Verteidigerin über das Tor abgefälscht. Der nachfolgende Eckball brachte nichts mehr ein. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Die Gallusstädterinnen wollten eigentlich den Schwung vom Ende der ersten Halbzeit mitnehmen, jedoch war es wiederum Aarau, die besser in die 2. Halbzeit starteten. Somit war die Abwehr um Egger und Iseli erneut sofort gefordert. Doch sie standen sicher und mit vereinten Kräften konnte man die zahlreichen Angriffe der Aarauerinnen abwehren. Mit 2 Wechseln kurz nach der Halbzeit brachte Trainer Beat Naldi nochmals 2 frische und vorallem laufstarke Kräfte mit Salaorni und Riesen. In der 60. Minute sollte sich das Auszahlen. Salaorni wurde über die rechte Seite steil geschickt. Mit einem tollen Sololauf gelang Salaorni in den 16er und spielte den Ball vorbildlich in den Rücken der Abwehr. Der Ball fand erst am 16er einen Abnehmer. Bischof stand goldrichtig, liess sich nicht 2x Bitten und versenkte das Leder zum Jubel aller St. Galler Fans zum 1:0 im linken Eck. Danach warf Aarau alles nach vorne und die Defensive der Espenfrauen wackelte das ein oder andere Mal. Doch heute schien das Glück auf Seiten der FCSG Frauen zu sein. So sprang ein Schuss einer Aargauerin auf das St. Galler Gehäuse erst an den linken, dann an den rechten Pfosten und dann in die Arme von Studer. Puh, jetzt ging das Spiel an die Nerven.

Der Schiedsrichter brachte mit teils zweifelhaften Entscheidungen auch nochmals mehr Hektik in das Spiel. So zeigte er nach einem Zweikampf zwischen Salaorni und ihrer Gegenspielerin im St. Galler 16er zuerst auf den Elfmeterpunkt, um dann 20 Sekunden später doch auf Freistoss für St. Gallen zu entscheiden. Wie gesagt, die St.Gallerinnen hatten heute das Glück auf ihrer Seite.

Je länger die Partie dauerte desto brisanter wurde sie und die Zweikämpfe wurden auch härter geführt. Die Grün Weissen versuchten sich aber von der Hektik nicht anstecken zu lassen und spielten nach Balleroberung meistens konstruktiv nach vorne. Jedoch merkte man allen Spielerinnen an, das die Partie nicht nur an den Nerven zerrte sondern auch viel Kraft gekostet hatte. Riesen setzte aber kurz vor Schluss nochmals zu einem tollen Sololauf über die linke Seite an und tankte sich bis in den 5 Meterraum mit dem Ball durch. Anstatt selber zu schiessen versuchte sie die mitgelaufene Streule anzuspielen, doch eine Aargauerin konnte dazwischen gehen. Das war die letzte Chance für die Grün Weissen. Die letzten Minuten der Partie verteidigten alle Espenfrauen gemeinsam und mit grossem Einsatz das eigene Tor und dann pfiff der Schiedsrichter endlich die Partie ab.

YES! Wieder 3 wichtige Punkte für den Klassenerhalt eingesammelt und dies gelang nur mit einer geschlossenen, leidenschaftlichen und kämpferischen Teamleistung!

Sehr gerne möchten wir uns wieder bei unserer U16 Mannschaft für die lautstarke und tolle Unterstützung während des Spiels bedanken. Ihr seid super! Vielen Dank!!

Das nächste Relegationsspiel findet am Samstag, den 28.Mai 2016 statt. Dort treten die St. Gallerinnen in Yverdon an. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

 

Tore: 60. Bischof 1:0

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iseli, Baumann, Egger, Wirth (46. Salaorni), Bischof, Schweer, Beerli (57. Riesen), Stäbler (77. Streule)

Aufstellung Aarau: Kohler, Bühler (77.Bonito), Lahmici, Tiller, Jenzer, Zürcher, Notter, Do Sul Almeida, Züger, Höltschi, Wagner,

Verwarnungen:

St. Gallen, 21.05.2016

FCSG Frauen

 

Bericht: Gesa Jürgens

Bild: Doris Studer