NLA – Ein Remis das weh tut

Die Grün Weissen fuhren am heutigen Samstag mit dem Ziel nach Yverdon, den Sack endlich zu zu machen. Sie wollten unbedingt die 3 Punkte einsammeln, die sie für den Klassenerhalt noch benötigten. 

Hoch motiviert ging man in die Partie. St.Gallen agierte zunächst ruhig und kontrolliert und hatte in den ersten 10 Minuten mehr vom Spiel. Yverdon reagierte nur und man merkte, dass sie nicht mehr die letzte Konsequenz an den Tag legten, denn sie hatten den Klassenerhalt schon in der Tasche. Nach der Anfangsviertelstunde kam dann Yverdon mehr ins Spiel und die FCSG Frauen taten sich zunehmend schwerer. Ihre Passqualität wurde von Minute zu Minute schlechter und auch in die Zweikämpfe ging man wieder zu zögerlich rein. So profitierte Yverdon von 2 schlechten Pässen der Grün Weissen und kam dem St.Galler Tor gefährlich nahe. Aber Studer war jeweils auf dem Posten und konnte das Gegentor verhindern.

Die Gallusstädterinnen ihrerseits versuchten immer wieder über die Aussen zum Torerfolg zu gelangen. So wurde Riesen von Egger prima auf der linken Seite in den Lauf geschickt, brachte den Ball nach innen wo Schweer einen Schuss absetzte, der aber leider nicht zum Tor führte.Eine weitere Chance bot sich den Espenfrauen nach kurzer Zeit. Diesmal wurde Schweer von Beerli über rechts bedient und kam im 16er zum Abschluss. Leider ging der Schuss von Schweer weit über das Tor von Yverdon.

Kurz vor der Halbzeit gab es am 16er von Yverdon noch ein Handspiel welches der Schiedsrichter aber nicht erkannte. Rohner hatte einen super Sololauf hingelegt und auf Schweer abgelegt, diese zog ab und der Schuss wurde von einer Spielerin von Yverdon auf der 16er Linie ganz klar mit der Hand geblockt. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Das sollte in der 2. Halbzeit nochmals passieren. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach dem Pausentee gingen die FCSG Frauen wieder engagierter zu Werke. Sie waren vom Wiederanpfiff an wesentlich präsenter in den Zweikämpfen, forderten die Bälle und erspielten sich die eine oder andere Torchance. Es dauerte bis zur 55. Minute bis sich dies für die Gallusstädterinnen auszahlte. Schweer wurde über die linke Seite angespielt, umspielte eine Gegenspielerin und flankte den Ball auf die mitgelaufene Beerli. Dieses liess sich nicht zweimal bitten und versenkte das Leder aus 5 Metern im Tor von Yverdon. Der Jubel der St.Gallerinnen war gross, stand es nun 1:0 für die Gallusstädterinnen.

Nun galt es das 1:0 zu halten, clever weiter zu spielen und vorallem hoch konzentriert zu verteidigen.

Man spielte weiter mit, verteilte die Bälle gut im Mittelfeld und versuchte wieder die Aussen einzusetzen. Jedoch rückte die Abwehr der Grün Weissen das ein oder andere Mal ohne Grund zu weit auf und Yverdon konnte durch einen schnellen Ballgewinn im Mittelfeld einen Konter setzen. So überlief die schnelle Stürmerin von YF die Abwehr, drang in den Strafraum ein und legte auf die mitgelaufene 2. Stürmerin quer ab. Diese musste den Ball nur noch einschieben.

Jedoch hatte die 2.Stürmerin zuvor im Laufduell Stäbler gefoult, doch wie oben schon erwähnt, hatte der Schiedsrichter das Foul „nicht gesehen“ und somit mussten die FCSG Frauen den Ausgleich hinnehmen.

Anschliessend versuchten die Gallusstädterinnen nochmals alles um den 2. Treffer zu erzielen. Salaorni hatte dabei die grösste Möglichkeit, aber ihr Schuss aus 5 Metern wurde im letzten Moment von einer Gegenspielerin geblockt. Weiter hatten Riesen und Streule ebenfalls gute Chancen, doch ihre Schüsse verfehlten das Tor. Yverdon stellte sich erstmal nur noch hinten rein und tat den FCSG Frauen noch einen Gefallen. Denn sie hatten bereits 3x gewechselt, als sich eine weitere Spielerin von ihnen verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. So musste Yverdon die letzten 20 Minuten die Partie zu Zehnt fertig spielen. Jedoch konnten die Espenfrauen daraus kein Kapital schlagen und es blieb nach 90 Minuten beim 1:1.

Einfach zu wenig für die St.Gallerinnen, wieder einmal reichte es nicht um einen Nati-A Ligisten zu besiegen.

Nun folgt eine 2-wöchige Länderspielpause in der die Grün Weissen ihre Kräfte nochmals bündeln müssen um dann für das grosse Endspiel alles in die Waagschale werfen zu können. Denn am Samstag, den 11. Juni 2016 kommt es im heimischen Espenmoos zum Showdown gegen den FC Derendingen um den letzten freien Platz in der NLA. Hier haben die FCSG Frauen das letzte Mal die Chance zu zeigen, was in ihnen steckt.  HOPP FCSG! Anstoss ist um 18.00 Uhr!

Tore: 55. Beerli 0:1, 64. Fai 1:1;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Egger, Stäbler, Bischof, Fehr (81. Streule), Schweer, Riesen, Beerli (67. Salaorni)

Aufstellung Yverdon: Zurkinden, Riat, Miocevic, Tamburini, Pajovic, Imrak (61.Fai), Gillioz, Mallaun (17. Spälti), Bodenmann, Surdez, Monti (62. Müller).

Verwarnungen: Keine

St. Gallen, 28.05.2016

Bericht: Gesa Jürgens