NLB – Start geglückt!!

Nach dem bitteren Abstieg aus der NLA gehen die Espenfrauen nun wieder in der NLB auf Torjagd.

Am heutigen Sonntag starteten die Grün-Weissen auswärts in Chenois in die neue Meisterschaftsrunde. Nach einer 4.5 stündigen Anreise galt es schnell die Müdigkeit aus den Beinen zu schütteln und parat zu sein für das Spiel.

Von Beginn an waren die St.Gallerinnen am Drücker und setzten Chenois gut unter Druck. Nach 8 Minuten zahlte sich bereits dieser Einsatz aus. Ein Angriff der Espenfrauen wurde zu zaghaft von Chenois abgewehrt, Egger setzte am gegnerischen 16er nach, eroberte den Ball und spielte die freistehende Beerli an. Diese nahm den Pass an und versenkte den Ball mit dem 2. Kontakt rechts unten im Eck. 1:0 für die Grün-Weissen. Chenois konnte sich nicht so schnell von dem frühen Tor erholen und so kamen die St.Gallerinnen noch zu ein zwei guten Möglichkeiten. Nach ca. 30 Minuten kamen die Westschweizerinnen wieder besser ins Spiel auch weil die Espenfrauen auf einmal in den Zweikämpfen zu zaghaft agierten und sich unnötige Ballverluste leisteten. Ein Freistoss von Chenois scharf von der rechten Seite in den St.Galler Strafraum gezogen, sorgte bei den Grün-Weissen um Goali Gsell für etwas Verunsicherung, blieb aber die einzige gefährliche Situation. Bis zur Pause änderte sich nichts mehr.

Nach dem Pausentee war das Ziel der Gallusstädterinnen klar, das 2:0 sollte fallen. Jedoch kam nach der Pause Chenois besser aus der Kabine und erspielte sich die ein oder andere Torchance, welche aber nicht richtig gefährlich waren. Die Espenfrauen brauchten ihrerseits ein paar Minuten um wieder im Spiel zu sein.

So war es Chenois die das Tor machten. In der 57 Minute schlägt eine Spielerin von Chenois den Ball von halblinks weit in die rechte vordere Spielhälfte, der Ball fliegt über die gesamte St.Galler-Hintermannschaft, eine Stürmerin von Chenois erläuft sich den Ball und kann das Leder in Kasten von Gsell unterbringen. Ausgleich 1:1.

Jedoch scheint das Gegentor bei den Espenfrauen eine Art Hallo-Wach Wirkung zu haben, denn nun gehen sie wieder engagierter in die Zweikämpfe, zeigen wieder mehr Laufbereitschaft und suchen auch wieder vermehrt den Abschluss. In der 70. Minute hat Beerli eine sehr gute Torchance, als sie wunderbar aus dem Mittelfeld freigespielt wird, alle Gegnerinnen stehen lässt und mit dem Ball alleine Richtung Tor laufen kann. Doch leider landet ihr Schussversuch in den Armen der gegnerischen Torfrau.

Eine weitere gute Tormöglichkeit ergab sich ein paar Minuten später für Fehr. Sie wird von Streule am 16er angespielt, umspielt eine Gegenspielerin und zieht ab. Den Schuss lenkt die Torfrau von Chenois an den Pfosten und von dort rollt der Ball auf der Torlinie entlang, jedoch ist keine St.Gallerin da um den Ball über die Linie zu drücken. Wieder nichts mit dem 2. Tor. Wiederum ein paar Minuten später erläuft sich die heute sehr laufstarke Beerli einen weiten Ball, erreicht ihn vor der Torfrau und versucht den Ball nach innen zu Flanken. Jedoch wird der Ball noch abgefälscht und Chenois kann die Situation entschärfen.

Auf der anderen Seite haben die Grün Weissen grosses Glück als ein schneller Gegenstoss von Chenois nicht mit dem 2:1 endet. Die gegnerische Stürmerin hatte gesehen, dass Gsell zu weit aus dem Tor war und versuchte diese mit einem Heber zu überlupfen, doch der Ball ging knapp neben das Tor. Glück gehabt.

Die Gallusstädterinnen blieben weiter die spielbestimmende Mannschaft und belohnten sich dann in der 86. Minute verdienterweise mit dem 1:2. Bischof spielte Beerli mit einem weiten Pass an, Beerli legte den Ball auf die mitgelaufene Koretic quer und diese lief alleine mit dem Ball auf das gegnerische Tor zu und versenkte den Ball souverän im Eck. 1:2 für die Espenfrauen! Die Freude war gross, wohl auch weil Koretic eigentlich Torfrau ist und nicht so oft oder gar nicht die Chance auf einen Torerfolg bekommt.

Eine Minute später hat Beerli noch die endgültige Entscheidung auf dem Fuss. Der zu kurz geratene Pass der gegnerischen Torfrau landet genau bei Beerli. Diese erkennt die Situation sofort, das Tor ist leer, doch ihr Schussversuch aus 20 Metern landet knapp neben dem Tor.

Danach passiert nicht mehr viel und der Schiedsrichter pfeift die Partie ab. Somit holen die Grün-Weissen die ersten 3 Punkte und starten damit gut in die neue Meisterschaftsrunde.

Am kommenden Wochenende setzt die Meisterschaft bereits aus, die erste Cuprunde steht an. Hier müssen die Gallusstädterinnen wieder auswärts antreten. Diesmal bei Südost Zürich. Anstoss ist am Sonntag, den 28. August um 15.00 Uhr.

 

Tore: 8. Beerli 0:1; 57. Sanchez 1:1; 86. Koretic 1:2

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Iseli, Göppel, Baumann, Riesen, Egger, Fehr, Bischof, Salaorni (65. Koretic), Streule, Beerli (89. Keller)

Aufstellung Chenois:  Riegler, Genoud, Silverio(55. Teixeira), Brignomi, Grosso, Da Riva (70. Broquet), Carubba, Sanchez (84. Demarge), Keller, Carmeni, Sarrasin

Verwarnungen: 38. Silverio, Unsportlichkeit; 90+. Fehr, Reklamieren.

St. Gallen, 21.08.2016

Bericht: Gesa Jürgens