NLB – Rabenschwarzer Tag erwischt

Am heutigen Samstag machten sich die Grün Weissen auf nach Aarau. Dort erwartete man ein technisch gutes, aggressives Team auf dem kleinen dunklen Kunstrasenplatz.

In den ersten 5 Minuten war die Partie recht ausgeglichen und die Espenfrauen kamen gut in die Partie. Ab der 8. Minute begann der Rabenschwarze Tag. Hier verlieren die Grün Weissen einen Zweikampf im Aussenmittelfeld, Aarau schlägt darauf einen weiten Ball ins rechte vordere Angriffsfeld. Dort gewinnt die Aarauer Stürmerin ebenfalls den Kampf um den Ball, spielt einen Querpass in den 16er und dort kann die andere Aarauer Stürmerin den Ball unbedrängt verwerten. 1:0 für den Gastgeber. Hier sah die gesamte Defensivarbeit der St.Galler Frauen ganz schlecht aus. Und das sollte nicht das letzte Mal so sein. Bereits in der 20. Minute kann Aarau nachlegen. St.Gallen macht nach vorne Druck, Aarau befreit sich mit einem weiten Ball. Dieser landet im linken Mittelfeld. Von dort wird die flinke Aussenläuferin mit einem Pass genau in die Schnittstelle lanciert. Riesen ist im Laufduell auf gleicher Höhe. Gsell kommt aus ihrem Tor, gibt das Kommando das sie den Ball hat, doch die Aarauer Spielerin spitzelt ihr den Ball vor den Händen weg, zu einer weiteren Mitspielerin und diese braucht nur noch den Ball ins leere Tor zu schieben. 2:0 für Aarau nach 20 Minuten. Das haben sich die Grün Weissen aber anders vorgestellt.

Man wollte eng an dem Gegnern dran sein, sie schnell unter Druck setzen mit gesunder Aggressivität. Aber die Gallusstädterinnen kommen überhaupt nicht in Tritt. Sind immer einen Schritt zu spät, verlieren zu schnell wieder den Ball und vorallem haben sie bei fast jedem Zweikampf das Nachsehen. In der 30. Minute fällt das 3:0 für Aarau. Die Aussenläuferin auf der linken Seite wird wieder angespielt. Sie will in den St.Galler 16er Flanken, doch sie trifft den Ball nicht richtig und die verunglückte Flanke landet direkt im langen Eck im Tor von Gsell. Bitter, einfach bitter. Jetzt sind die Grün Weissen bedient und es geht gar nichts mehr. In der 38. Minute lassen die Espenfrauen sogar mit sich Katz und Maus spielen. Der Gegner lässt den Ball zirkulieren und die St.Galler Frauen laufen hinter her. Bis eine Aarauerin freigespielt wird, diese zieht aus ca. 25 Metern unbedrängt ab und trifft in den linken oberen Winkel. 4:0 für Aarau. Die Grün Weissen haben im Moment nichts entgegen zu setzen. Sie sind einfach geschockt und agieren nur noch gehemmt.

Dann ist endlich Pause.

Trainer Jud appellierte in der Pause an die Spielerinnen, das es jetzt nochmals 45 Minuten gibt und man immer noch kämpfen kann. Und das war auch die Vorgabe für die 2. Halbzeit. Die ersten 45 Minuten abhaken, das Kämpferherz auspacken und es nochmals probieren, es besser zu machen.

Doch kaum ist die 2. Halbzeit angepfiffen, schlägt Aarau schon wieder zu. In der 48. Minute wird die Stürmerin von Aarau mit einem weiten Ball im St.Galler 16er angespielt, kommt frei vor Gsell zum Abschluss und knallt den Ball unter die Latte. 5:0 für Aarau. Nun ist die Motivation aus der Halbzeitpause wieder verpufft. Doch die Grün Weissen rappeln sich nochmals auf und kommen wieder besser ins Spiel. Sie erspielen sich eine gute Chance um das Ehrentor zu erzielen. Aber der Schuss von Gruber landet leider nur am Pfosten. Danach nimmt Aarau das Tempo etwas raus, bleibt aber immer bei Ballgewinn brandgefährlich. Die Grün Weissen versuchen hinten das Tor so gut es geht weiter zu verteidigen und probieren weiterhin vorne den Ehrentreffer zu schiessen. In der 80. Minute erhöht Aarau noch auf 6:0. Aarau kann sich im Mittelfeld durchsetzen, spielt ihre Stürmerin den Ball in den Lauf und diese läuft alleine auf Gsell zu. Diese schiesst an Gsell vorbei, der Ball springt vom Pfosten zurück ins Feld, die Stürmerin reagiert am schnellsten und drückt den Ball über die Linie, sodass Gsell und Co das Nachsehen haben.

Danach passiert nicht mehr viel. Für die Grün Weissen ist dieser Tag ein Rabenschwarzer Tag gewesen. Heute hat gar nichts gestimmt und auch nichts geklappt. Fast alle Spielerinnen blieben unter ihrem Leistungsniveau und auch die Kampf und Laufbereitschaft blieb heute eher mau. Ist zu hoffen, das sich die Espenfrauen von der doch sehr heftigen und schmerzhaften Niederlage schnellstmöglich wieder erholen und sich an der Ehre gepackt fühlen. Denn eigentlich können sie es viel besser…..

Die nächste Gelegenheit das zu zeigen, bietet sich am Samstag, den 08. Oktober. Dann ist das Frauenteam aus Thun zu Gast im Espenmoos.

Anstoss ist um 18.15 Uhr.

Tore: 8. Gloor 1:0; 20. Henzi 2:0; 30. Henzi 3:0; 38. Jenzer 4:0; 48. Höltschi 5:0; 80. Höltschi 6:0

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann,Egger, Göppel, Riesen, Sutter(58.Gruber), Bischof, Fehr (74. Keller), Salaorni (40.Koretic), Streule, Beerli,

Aufstellung FC Aarau: Schneider, Stierli, Lahmici, Tiller (70. Büchi), Notter, Bühler, Villiger (81. Teuté), Jenzer, Henzi, Höltschi, Gloor (85. Amoros)

Verwarnungen: keine.

St. Gallen, 01.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens