NLB – Ein Sieg für die Moral

Am heutigen Samstag hatten die Espenfrauen das Frauenteam aus Thun zu Gast.

Von Beginn an zeigten die Grün Weissen grosses Engagement, Laufbereitschaft und Wille. Sie drückten dem Spiel sofort ihren Stempel auf und dominierten Thun. So erspielte man sich direkt am Anfang schon die ein oder andere Torchance, doch es dauerte bis zur 16. Minute bis der Ball das erste Mal im Gehäuse von Thun lag. Bischof hatte sich im Mittelfeld den Ball geschnappt, nach einem kurzen Solo Beerli über links in die Tiefe geschickt. Diese passte zielgenau auf Streule am Thuner 16er und diese legte den Ball für Bischof ab. Bischof drosch den Ball mit Kraft in das Tor. 1:0 für die Espenfrauen. Doch postwendend fiel in der 17. Minute aus dem Nichts heraus der Ausgleich für Thun. Man hatte kurz im Mittelfeld nicht genau aufgepasst respektive agierte zu zaghaft im Zweikampf und so kam eine Thunerin frei zum Schuss. Diese hatte gesehen das Gsell etwas zu weit aus dem Tor stand und traf zum 1:1 mit einem Heber in das St.Galler Tor. Davon mussten sich die Gallustädterinnen kurz erholen und so kam Thun etwas besser in das Spiel. Sie versuchten immer wieder mit langen Bällen ihre Stürmerinnen anzuspielen. Wurden aber dem St.Galler Tor nicht mehr gefährlich. Die Grün Weissen fingen sich nach ein paar Minuten wieder und erspielten sich wieder mehr Chancen. Eine davon konnte Beerli verwandeln, allerdings hatte der Schiedsrichter hier eine Abseitsposition gesehen.

So blieb es beim 1:1 bis zur Pause.

Nach der Pause wollten die St.Gallerinnen das Tempo noch verschärfen und Thun weiter unter Druck setzen. Das klappte auch sehr gut, allerdings pfiff der schwache Schiedsrichter fast jeden Zweikampf ab und vorallem erstaunlicher weise fast immer gegen die Grün Weissen. Das liess natürlich die Emotionen hoch kommen. Als dann auch noch in der 59. Spielminute Thun zur 1:2 Führung traf, war die Moral der Grün Weissen gefragt. Der Treffer kam wieder aus dem Nichts heraus. Thun gewinnt an der Mittellinie den Zweikampf, spielt einen weiten Ball ins Zentrum. Göppel klärt nach links aussen, doch dort ist eine Thunerin frei und zieht mit dem Ball und viel Tempo alleine richtig St.Galler Tor. Der Schuss geht rechts unten ins Eck, keine Chance für Gsell. Nun zeigten die Espenfrauen was in ihnen steckt. Man konnte es bis auf die Trainerbank spüren, jede einzelne kämpfte, lief, ging in die Zeikämpfe und vorallem spielten die Grün Weissen sehr gute Kombinationen und kamen dadurch zu hochkarätigen Ausgleichsmöglichkeiten.

So hatte Beerli 2x den Ausgleich auf dem Fuss, konnte aber die Chance leider nicht verwerten. Aber die Grün Weissen machten einfach weiter und liessen sich nicht beirren. In der 77. Minute bekamen die Espenfrauen einen Freistoss ca. 20 Meter vor dem Thuner Tor zugesprochen. Streule fackelte nicht lange und hämmerte diesen gekonnt unter die Latte. Ausgleich. 2:2.

Aber die Gallustädterinnen hatten noch nicht genug, sie wollten nun die 3 Punkte holen und schalteten nochmals einen Gang höher und steigerten so den Druck auf Thun enorm.

In der 90+1. Minute wurden sie dann endlich belohnt. Streule schlug einen Eckball in den Thuner 16er, Thun konnte nicht richtig klären, der Ball kullerte am Fünfer genau vor die Füsse von Bischof und diese liess sich nicht 2x Bitten und zog ab. Genau unter die Latte ins Thuner Tor. 3:2 für den FC St.Gallen und der Jubel war gross. Danach war Schluss.

Das war ein wichtiger Sieg für die Moral und man konnte sehen was in dieser Mannschaft alles drin steckt. Leidenschaft, Wille, Teamgeist und der Glaube an sich selbst.

Diese Eigenschaften gilt es nun mitzunehmen in das nächste Spiel. Das bestreiten die Grün Weissen am kommenden Samstag, den 15. Oktober in Aire-le-Lignon. Anstoss ist dort um 20.30 Uhr.

Tore: 16. Bischof 1:0; 17. Hug 1:1; 59. Bodenmann 1:2; 77. Streule 2:2; 90+1. Bischof 3:2

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann,Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr, Salaorni (78.Gruber), Streule, Beerli,

Aufstellung Thun: Teuscher, Getzmann, Hug, Gerber, Häsler, Castignetti, Thomann, Fritschi (62. Motta); Gnägi, Dubach (54. Bodenmann), Schenk

Verwarnungen: keine.

St. Gallen, 08.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens