NLB – weite Reise hat sich gelohnt

Am heutigen Samstag durften die Grün Weissen die weite Reise nach Aire Le Lignon antreten. Ein grosses Problem mussten sie bereits während der Anreise behandeln. Gsell, St.Gallens Torfrau, hatte sich wohl einen Magen-Darm Infekt eingefangen und es war fraglich ob sie überhaupt spielen konnte.

Gsell konnte und biss auf die Zähne. Die Espenfrauen traten von Beginn an entschlossen, motiviert und sehr lauf- und spielfreudig auf. Man konnte meinen, das sie keine 4,5 stündige Carfahrt in den Beinen stecken hatten. So gingen die Grün Weissen forsch zu Werke und konnten bereits in der 4. Minute den ersten Treffer bejubeln. Streule eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Salaorni über die linke Seite steil. Salaorni lief mit dem Ball dem Gegner davon und zog am 16er ab. Der Schuss ging unhaltbar im oberen linken Winkel ins Tor. 0:1 für die Grün Weissen. St. Gallen trat sehr spielstark auf, die Gegnerinnen hingegen fielen nur durch ihre sehr körperbetonte Spielweise auf. Bereits in der 12. Minute konnten die Gallusstädterinnen nachlegen. Egger spielt diesmal Salaorni auf der rechten Seite den Ball in den Lauf und Salaorni zieht mit Tempo in den 16er, umspielt 2 Gegnerinnen und passt dann scharf an den 5er. Dort fälscht eine Gegnerin den Ball ins Tor ab. 0:2 für die Grün Weissen. Das lässt sich gut angehen.

Aire le Lignon agiert nun mit noch mehr Körpereinsatz, man merkt aber das die Espenfrauen durch die schnellen Tore den Westschweizerinnen den Schneid etwas abgekauft haben. In der 14. Minute legen die gut aufgelegten St.Galler Frauen noch eins drauf. Gsell macht einen weiten Abschlag über die rechte Seite, Beerli vorne im Sturm kann den Ball behaupten. Sie sieht das der gegnerische Torwart zu weit vor dem Tor steht und macht einen tollen Heber über die Torfrau in das Tor. 0:3 nach 14. Minuten. Nun wird es eine interessante Partie aus Sicht der Epenfrauen. Aire le Lignon reagiert, wechselt eine 3. Stürmerin ein und stellt hinten auf eine 3er Abwehrkette um. Dadurch werden die Westschweizerinnen aktiver und vorallem auch gefährlicher. Die St.Galler Abwehr um Iseli und Göppel ist nun richtig gefordert, doch sie hält stand. Auch dank einer Glanzparade von Gsell. Bis zur Halbzeit ändert sich nichts mehr.

Nach dem Pausentee sind die Rollen vertauscht. St.Gallen wird von Anfang an in die Defensive gedrängt und die Westschweizerinnen machen ordentlich Druck mit langen Bällen über die Aussen. Jetzt wird es doch sehr brenzlig im St.Galler Strafraum. Die Grün Weissen agieren hier wieder zu zaghaft in den Zweikämpfen und vorallem bringen sie den Ball nicht schnell genug aus der Gefahrenzone.

Und das rächte sich in der 51. Minute. Aire le Lignon kommt zu einem Eckball. Dieser wird weit in den St.Galler 16er geschlagen. Die Espenfrauen können nicht schnell genug klären und so kann die gegnerische Stürmerin den Ball aus 5 Metern ins St.Galler Tor schiessen. Anschlusstreffer, nur noch 1:3.

Nun mussten die Espenfrauen zittern, denn die Westschweizerinnen kamen nun mit noch mehr Druck auf das St.Galler Gehäuse und wollten unbedingt den 2. Treffer erzielen. Die St.Gallerinnen liessen sich zu weit nach hinten drängen und vorallem brachten sie kein eigenes Spiel mehr zu Stande. Nach Balleroberung wurden zwar die beiden Spitzen gesucht, aber die Pässe kamen meist nicht an und auch die Zweikämpfe verlor man zu leicht und man liess den Gegner gewähren, teilweise ohne Gegenwehr. So konnte Aire le Lignon immer wieder den nächsten Angriff starten und kam dem Tor von Gsell gefährlich nahe.

Aber die Grün Weissen fingen sich ab der 80. Minute wieder etwas und versuchten mit schnellen Kontern die Westschweizerinnen zu überrumpeln. Dadurch kam man  auch zu sehr guten Chancen, um den „Sack“ endlich zu zu machen. Beerli, Bischof und Gruber hatten alle die Möglichkeit den 4. Treffer für St.Gallen zu erzielen, doch sie konnten den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Sehr zum Leidwesen der St.Galler Trainer.

So hiess es nochmals alle Kräfte bündeln und den 2 Tore Vorsprung die letzten 5 Minuten zu verteidigen. Und das taten die Grün Weissen mit vereinten Kräften.

Nach 90 Minuten war Schluss und die Espenfrauen haben wieder weitere 3 Punkte auf ihrem Konto.

Nun haben die St.Galler Frauen ein Wochenende spielfrei, bevor es am 29. Oktober mit dem Heimspiel gegen den FC Kloten mit der Meisterschaft wieder weitergeht. Anstoss ist hier dann um 18.00 Uhr.

Tore: 4. Salaorni 0:1; 12. Dulex (Eigentor) 0:2; 14. Beerli 0:3; 51. Sartoretti 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr (48. Gruber), Salaorni, Streule, Beerli (89. Keller)

Aufstellung Aire le Lignon: Cretard, Dulex, Brillantes, Emery (24.Maanane), Steger, Carneiro, Silva (68. Mega), Carneiro (58. Von Potobsky), Rosset, Sartoretti, Jakupi

Verwarnungen: 49. Streule (Reklamieren)

St. Gallen,15.10.2016

Bericht: Gesa Jürgens