NLB – Niederlage gegen Zürichs Nachwuchsteam

Am heutigen Sonntag bestritten die St. Galler Frauen ein weiteres Heimspiel in der Meisterschaft. Zu Gast war das Nachwuchsteam des FC Zürich, die U21.

Von Beginn an waren die Grün Weissen konzentriert und agierten im Kollektiv sehr engagiert und clever. So eroberten sie im Mittelfeld durch Bissigkeit und Aggressivität immer wieder den Ball und versuchten die schnellen Sturmspitzen Beerli und Salaorni in Szene zu setzen. So auch in der 11. Minute. Die Gallusstädterinnen gewinnen den Ball im rechten Mittelfeld und sind in der Vorwärtsbewegung. Zürich weiss sich nur durch ein Foul zu helfen. Riesen tritt den Freistoss und zieht den Ball schön in den 16er von Zürich rein. Dort steht Egger am Fünfer mutterseelenallein und köpft ihn ins Tor. 1:0 für die Grün Weissen. Ein gutes Gefühl.

Danach bleiben die St. Galler Frauen weiter am Drücker und erspielen sich weitere Torchancen. Eine wird von Zürich zum Eckball geklärt. Doch Zürich wehrt den Eckball gut ab und schiesst den Ball weit in die St.Galler Hälfte. Dort stehen Riesen und Göppel gegen eine Stürmerin von Zürich. Leider stellen sich Riesen und Göppel bei der Ballannahme und Ballverteidigung ziemlich ungeschickt an. Die Zürcher Stürmerin nutzt dies aus, indem sie den Ball erobert und aus ca. 17 Metern den Ball in das St. Galler Gehäuse hämmert. 1:1 13. Minute. Leider wieder ein Geschenk für den Gegner und völlig unnötig. Doch dieses Tor wirkt sich leider auch auf das Verhalten der Spielerinnen auf dem Platz aus. Die Grün Weissen verlieren ihre Bissigkeit und aggressivität in den Zweikämpfen, stehen zu weit weg von der Gegenspielerin und reagieren nur noch anstatt selbst zu agieren. Zürich agiert nun und wird von Minute zu Minute sicherer in ihrem Spiel und dadurch auch gefährlicher für das St.Galler Tor. In der 30. Minute wird die agile Mittelfeldspielerin von Zürich nicht angegriffen, diese spielt den Ball zur ihrer Stürmerin halbrechts. Die Stürmerin wird nicht bedrängt und kann den Ball durch die Schnittstelle von St. Gallens Abwehr zu ihrer mitgelaufenen Aussenspielerin spielen. Diese schiebt den Ball quer und im Zentrum muss die Zürcher Stürmerin nur noch den Fuss hinhalten. 1:2 30 Minute. Nun geht nichts mehr bei den Grün Weissen und die Körpersprache lässt leider auch zu wünschen übrig. Hängende Köpfe, fehlende Entschlossenheit und Aggressivität sind Merkmale bei den St. Galler Frauen bis zur Halbzeit.

In der Pause versuchte Trainer Jud das Team aufzurütteln und appellierte an ihren Stolz. Und so kamen die Gallusstädterinnen mit neuem Schwung auf den Platz.

Sie waren wieder viel entschlossener, mutiger und aggressiver und glaubten an ihre Chance. So eroberten sie immer wieder den Ball im Mittelfeld und suchten wieder die schnellen Spitzen, doch leider kamen sie nicht zu grossen Torchancen. In der 60. Minute kommt Zürich zu einem Angriff, die St. Galler Hintermannschaft steht aber sicher, erobert den Ball und versucht hinten raus zu spielen. Leider zu kompliziert und man verliert den Ball. Da man noch unsortiert und in der Vorwärtsbewegung ist, brennt es grad lichterloh und Iseli muss kurz vor dem 16er zu einem Foul greifen. Die Zürcher Mittelfeldspielerin schlenzt den Freistoss unhaltbar für Gsell in die linke obere Ecke. 1:3 nach 60. Minuten. Das ist wieder ein Dämpfer zum falschen Zeitpunkt.

Doch jetzt lassen die St. Gallerinnen nicht die Köpfe hängen, sondern beissen sich wieder in die Partie und zeigen Moral. Und werden in der 64. Minute dafür belohnt.

Eine Abwehrspielerin von Zürich will von der halbrechten Seite zu ihrem Goali zurück spielen. Doch die Rückgabe ist zu kurz und Gruber spritzt dazwischen. Jedoch bleibt im 1:1 die Zürcher Torfrau Siegerin, der Abpraller landet aber direkt bei Egger. Diese schiesst den Ball mit einem Lob über Freund und Feind vorbei in das Zürcher Tor. Anschlusstreffer 2:3. 64. Minute. Nun drehen die Grün Weissen weiter auf und wollen den Ausgleich erzielen. Eine gute Gelegenheit erkämpft sich Beerli. Sie setzt sich gegen 2 Zürcher Abwehrspielerinnen vorne links durch und läuft mit dem Ball an der Torauslinie Richtung Zürcher Tor. Leider wird ihr Pass zur mitgelaufenen Gruber von der Zürcher Torfrau abgefangen. Hier hätte Beerli auch mutig den Schuss ins kurze Eck wagen können.

Dann waren die St. Gallerinnen einen Moment nicht aufmerksam und nicht eng genug an den Gegenspielerinnen in der Defensive. Zürich spielte mit schnellem direktem Spiel ihre Aussenverteidigerin im St. Galler 16er frei. Diese setzt den Ball gekonnt ins rechte untere Eck ins St. Galler Tor und Herz. Keine Abwehrchance für Gsell.

  1. Minute 2:4. Das war dann auch der Endstand, die Grün Weissen konnten sich nach dem 4. Gegentor nicht mehr aufrappeln.

Das nächste Meisterschaftsspiel bestreiten die Grün Weissen auf fremden Terrain. Am Samstag, den 25.03.2017 geht es zum FC Schlieren. Anstoss ist dort um 19.30 Uhr.

Tore: 11. Egger 1:0; 13. Markovic 1:1; 30. Branco 1:2; 58. Toper 1:3; 64. Egger 2:3; 78. Andrade 2:4

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Riesen, Egger, Bischof, Fehr (53. Gruber), Fässler, Salaorni (90. Keller) Beerli.

Aufstellung FC Zürich U21: Herzog, Bühler (64. Andresen), Hürlimann, Rauber, Andrade, Piubel, Hofmann, Kümin (64. Behluli), Toper, Branco, Markovic (56. Shala)

Verwarnungen: Keine

St. Gallen 19.03.2017

Bericht: Gesa Jürgens