NLB – Aufwärtstrend durch Heimsieg bestätigt

Am heutigen Samstag bestritten die St. Galler Frauen ihr erstes Heimspiel im Espenmoos auf Naturrasen. Zu Gast war kein geringerer als der Spitzenreiter der NLB, der FC Aarau.

Die Espenfrauen hatten sich für das heutige Spiel viel vorgenommen und so gingen sie top engagiert und motiviert vom Anpfiff weg in die Partie. Es gab kein Abtasten der beiden Teams, sondern es ging gleich zur Sache. Die Grün Weissen gingen hart in die Zweikämpfe, waren bereit viel zu Laufen und versuchten nach Balleroberung den Ball schnell in die gegnerische Gefahrenzone zu spielen. Aarau hielt bei den Zweikämpfen ebenfalls sehr gut dagegen und die Spielerinnen setzten ihren Körper teilweise noch geschickter ein als die Gallusstädterinnen. Auch Aarau versuchte mit schnellem Spiel nach vorne zu kommen. So entwickelte sich im Laufe der ersten Halbzeit ein munteres Spiel, das Werbung für den Frauenfussball machte. Schade nur, dass nicht so viele Zuschauer bei dem herrlichen Fussballwetter den Weg ins Espenmoos gefunden hatten.

Natürlich gab es aufgrund des temporeichen Spiels auf beiden Seiten Torchancen. So hatte Beerli für die St. Galler Frauen 2x eine sehr gute Möglichkeit ein Tor zu erzielen, als sie jeweils von ihren Mitspielerinnen geschickt angespielt wurde und alleine Richtung Aarauer Tor laufen konnte. Jedoch zielte sie hier noch jeweils zu ungenau. Aarau hatte auch ein paar gute Chancen. Diese machte aber entweder die gut sortierte St. Galler Hintermannschaft um Iseli und Göppel zu Nichte oder aber Gsell war auf ihrem Posten und parierte die Torchancen gut.

So ging es nach intensiven 45 Minuten in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel sahen die wenigen Zuschauer das gleiche Bild. Die Grün Weissen halten das Tempo hoch, sind weiter sehr präsent in den Zweikämpfen und geht mal einer verloren, hilft sofort die Mitspielerin aus. Auch läuferisch zeigen die Espenfrauen eine sehr gute Leistung. In der 67. Minute wird dann Egger ca. 10 Meter hinter der Mittellinie in Aaraus Hälfte gefoult. Iseli tritt den Freistoss und zieht ihn schön lang in den Aarauer 16er. Dort steigt Koretic am Höchsten, lässt den Ball über den Scheitel rutschen und der Ball landet im unteren linken Toreck im Netz. 1:0 für die Grün Weissen.

Aarau scheint nach dem Gegentor an der Ehre gepackt und drückt nun extrem in die St.Galler Hälfte. Doch die Espenfrauen agieren heute sehr clever und vor allem agieren sie im Verbund. Jede Spielerin weiss was sie zu tun hat und setzt das prima um. Aarau versucht durch noch mehr Tempo und Körpereinsatz zum Ausgleich zu kommen, aber die Grün Weissen halten mit tollem kämpferischen Einsatz dagegen und bleiben mit schnellen Kontern immer wieder gefährlich.

So auch in der 72. Minute. Gruber wird kurz nach der Mittellinie angespielt und schickt Beerli mit einem tollen Pass in die Tiefe Richtung Aarauer 16er. Beerli läuft mit dem Ball in den 16er, tunnelt ihre Gegenspielerin und steht dann alleine vor dem Tor. Mit einem satten Linksschuss ins untere Eck lässt sie der Aarauer Torfrau keine Abwehrchance. 2:0 für die Grün Weissen. Der Jubel ist gross, sowohl bei den Spielerinnen auf dem Feld, als auch auf der Trainerbank.

Doch nun gilt es den 2:0 Vorsprung noch knapp 20 Minuten zu verteidigen. Aarau versucht weiter den Anschlusstreffer zu erzielen, jedoch funktioniert die Abstimmung zwischen Mittelfeld und Abwehr der St. Gallerinnen heute sehr gut und Aarau läuft sich immer wieder fest. So können die Grün Weissen nach 90 Minuten den verdienten 2:0 Heimsieg bejubeln.

Für das nächste Meisterschaftsspiel dürfen die Grün Weissen zum Frauenteam aus Thun reisen. Das Spiel findet am Samstag, den 8. April 2017 um 18.30 Uhr statt.

Tore: 67. Koretic 1:0; 72. Beerli 2:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Gsell, Baumann, Iseli, Göppel, Keller, Egger, Fehr, Fässler (46. Gruber), Salaorni, Beerli, Koretic (71. Musa)

Aufstellung FC Aarau: Kohler, Tiller, Lahmici, Do Sul Almeida, Amoros Bonmati (46. Sommer), Notter, Büchi, Jenzer, Ameti (65. Schwaller), Höltschi, Gloor

Verwarnungen: 69. Sommer (grobes Foulspiel), 90. Keller (grobes Foulspiel)

St. Gallen 01.04.2017

Bericht: Gesa Jürgens