Rutschpartie auf dem Bützel

Beitragsbild: Christian Wenger

Beim ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause trennen sich die Frauen des FC St. Gallen-Staad und FC Zürich U21 mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden. Frau Holle sorgte für eine unterhaltsame Partie.

Christian Wenger

Bereits am Mittag gab es die ersten Schneeflocken. Im Verlaufe des Nachmittags setzte aber auch der Regen ein, womit das Spiel nicht auf der Kippe stand. Doch kurz vor Spielbeginn fielen wieder Flocken vom Himmel. Das Spiel nahm rasant Fahrt auf und wog ebenso hin und her wie das Wetter am Nachmittag. Die Zürcherinnen erwischten einen Traumstart und führten nach nur gerade 65 Sekunden durch Annina Enz mit 0:1. Ein denkbar schlechter Auftakt für das neue Trainerteam um Ueli Heeb. Mit dem nächsten Angriff der Zürcherinnen zappelte der Ball bereits wieder im Netz: der Treffer von Lydia Andrade wurde aber wegen einer Offside-Position nicht gegeben. Dies war nun endlich der Weckruf für das Heimteam: Nadine Riesen wurde lanciert und wurde nach dem Eindringen in den Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoss vergab Marcia Andrade, ehe Bettina Peter den Abpraller verwertete. Wenig später bekam das Heimteam einen Freistoss an der Strafraumgrenze zugesprochen. Claudia Stilz legte ab für Manuela Beerli. Diese traf zur 2:1-Führung. Gespielt waren da noch keine zehn Minuten. Kaum Zeit zum Durchatmen für alle Beteiligten und schon gar nicht für die Zuschauer/innen. Immerhin knapp 70 Personen trotzten der Kälte und dem Schnee und fanden den Weg nach Staad. Bisher wurden sie für ihr Kommen voll entschädigt. St. Gallen-Staad war weiterhin am Drücker, vergab aber Chance um Chance. Das Spiel könnte zur Halbzeit schon deutlich entschieden sein. Es steht allerdings nach wie vor nur 2:1.

Die Gäste wurden in der Pause richtig heiss gemacht, was sich sofort auf den Platz übertrug. Zürich schnürte das Heimteam nun immer weiter in dessen eigener Platzhälfte ein. St. Gallen-Staad konnte sich nur langsam aus der Umklammerung befreien, nach etwa einer Stunde gelang es aber und das Heimteam fand wieder besser ins Spiel. Nun kamen die Ostschweizerinnen auch wieder zu ihren Möglichkeiten. Da Zürich nach wie vor nicht aufgab, lag der Ausgleich immer noch in der Luft. Und so kam es dann wie es kommen musste, Fiona Kümin traf nach 84 Minuten zum 2:2. Dies beflügelte die Gäste nochmals sichtlich. Doch schlussendlich blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Da dieses Spiel um zehn Tage vorgezogen wurde, dauert es nun wieder zweieinhalb Wochen bis zum nächsten Ernstkampf. Dann steht das Spitzenspiel bei Leader Worb an. Anpfiff auf dem Kunstrasen Wyler in Bern ist am Samstag, 24. Februar, um 18:30 Uhr.

FC St. Gallen-Staad – FC Zürich Frauen U21 2:2 (2:1) – Bützel, Staad – 67 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Koretic; Fässler, Iseli, Göppel, Böni; Andrade (76‘ Beck), Bischof (85‘ Musa), Peter (55‘ Egger), Riesen; Stilz, Beerli.

Tore: 2‘ Enz 0:1, 7‘ Peter 1:1, 10‘ Beerli 2:1, 84‘ Kümin 2:2