FC St. Gallen-Staad im Torrausch

Archivbild: Christian Wenger

Im dritten Spiel innert Wochenfrist bodigt der FC St. Gallen-Staad den FC Walperswil am Samstagabend souverän mit 9:0 (4:0).

Ronya Böni

Mit dem FC Walperswil war ein Team zu Gast, welches jeden Punkt dringendst benötigt. Die Bernerinnen stecken mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer mitten im Abstiegskampf. Das Trainerduo Heeb/Heeb verlangte von seiner Mannschaft Geduld. Schon oft brauchte es diese bis zum ersten Tor gegen einen Gegner aus der hinteren Tabellenhälfte. Doch an diesem Samstagabend sollte es anders kommen. Vom Gegner aus Walperswil kam erstaunlich wenig Gegenwehr. So konnten sich die Ostschweizerinnen schon einige Male durchtanken, ehe dann in der 6. Minute der Torreigen eröffnet wurde. Stürmerin Claudia Stilz zog an der Strafraumgrenze ab, ihr Schuss wurde von der Torhüterin nach vorne abgewehrt, wo aber Nadine Riesen zur Stelle war um den Ball zum 1:0 über die Linie zu drücken. Vier Zeigerumdrehungen später war es dann Riesen, die den Ball auf Stilz flankte, welche zum 2:0 traf. Mitte der 1. Hälfte sah man ein kurzes Aufbäumen der Walperswilerinnen. Sie kamen einige Male in die Nähe des Strafraums der Ostschweizerinnen, doch eine wirklich gute Chance schaute dabei nicht heraus. Kurz vor der Pause und einige vergebenen Chancen später waren die Augen wieder auf Stilz und Riesen gerichtet. In der 40. Minute lancierte Stilz Riesen und diese markierte das 3:0. Erneut nur vier Minuten später legte Riesen wieder für Stilz auf und es stand 4:0.

In der Halbzeitpause galt es konzentriert zu bleiben, denn die Ostschweizerinnen wollten weitere Tore schiessen und zudem auch hinten nichts anbrennen lassen, um einen zu-Null-Sieg zu feiern. Der FC St. Gallen-Staad kam mit diesem Ziel aus der Kabine und Walperswil bekam das gleich  zu spüren. Stilz luchste in der 49. Minute der Innenverteidigerin den Ball ab und schob eiskalt zum 5:0 ein. Ihr dritter persönlicher Treffer an diesem Abend. In den folgenden zwanzig Minuten fiel kein Treffer, weil die Ostschweizerinnen den Ball öfters neben das Tor schossen oder die Walperswiler Torfrau glänzend parierte. In der 71. Minute schickte Alina Thoma Ronya Böni mit einem Zuckerpass auf die Reise. Diese flankte auf Manuela Beerli, welche den Ball volley in die Maschen drosch. Beerli wollte gleich noch mehr und erzielte nur zwei Minuten später auf Zuspiel von Nadine Fässler ihr zweites Tor zum zwischenzeitlichen 7:0. Die Bernerinnen waren zu diesem Zeitpunkt platt, Janine Koretic im Ostschweizer Gehäuse erlebte einen ruhigen Abend. Ihre Offensivkräfte hatten derweil noch nicht genug. In der 90. und 92. Minute reihten sich auch noch Jessica Schärer und Rebekka Thoma in die Torschützenliste ein. So siegte der FC St. Gallen-Staad klar mit 9:0.

Nach diesem Sieg erwartet die Spielerinnen des FCSG-Staad ein spielfreies Wochenende zu Pfingsten. Am Samstag, 26. Mai, empfangen die Ostschweizerinnen um 18:00 die Femina Kickers Worb im Espenmoos. Auch das letzte Saisonheimspiel wolle sie unbedingt siegreich gestalten und hoffen auf viele Zuschauer. 

FC St. Gallen-Staad – FC Walperswil 9:0 (4:0) – Stadion Espenmoos – 94 Zuschauer

Tore: 6′ Riesen 1:0, 11′ Stilz 2:0, 40′ Riesen 3:0, 44′ Stilz 4:0, 49′ Stilz 5:0, 71′ Beerli 6:0, 73′ Beerli 7:0, 90′ Schärer 8:0, 90′ + 2 R. Thoma 9:0

FC St. Gallen-Staad: Koretic; Fässler, Iseli (55′ A. Thoma), Christen, Böni; Schärer, Egger, Göppel, Riesen (46′ R. Thoma); Stilz (55′ Brecht), Beerli.