St. Gallen-Staad taucht in Thun

Beitragsbild: Markus Burri

Das Frauenteam des FC St. Gallen-Staad zieht einen schwachen Tag ein und verliert in Thun deutlich mit 0:3 (0:1).

Christian Wenger

Es war ein Tag, an dem Nichts, aber wirklich gar Nichts zusammen lief. Obwohl die ersten Möglichkeiten noch den Gästen gehörten (Tamara Bigger scheiterte an der Torfrau, Claudia Stilz an der Torumrandung), war es alles in allem ein Abend zum Vergessen. Nicht, dass Thun die Gäste völlig dominiert hätte. Aber irgendwie war das Heimteam einfach williger. Nach einer halben Stunde profitierte Thuns Toptorjägerin Andrea Michel von einem Aussetzer in der Ostschweizer Defensive und liess sich nicht zweimal bitten – 1:0 für das Heimteam. Gäste-Trainer Federico D’Aloia sah sich kurz darauf gezwungen, personell zu handeln. Doch der Weckruf sollte seine Wirkung verfehlen. Beim Gang in die Kabine stand es immer noch 1:0.

Für die zweite Hälfte nahmen sich die Ostschweizerinnen vor, einiges zu verbessern. Doch dieses Vorhaben wurde bereits nach wenigen Minuten über den Haufen geworfen. Denn nach nur fünf Zeigerumdrehungen stellte das Heimteam auf 2:0 – diesmal war Thuns zweitbeste Torjägerin Stefanie Kipf erfolgreich. St. Gallen-Staad warf nun alles in die Waagschale, versuchte sich gegen die drohende zweite Niederlage gegen denselben Gegner zu stemmen, vergebens. In der 85. Minute bekamen die Gäste einen Penalty zugesprochen, den Jessica Schärer an den Pfosten setzte. Und wie wenn das noch nicht des Schlechten zu viel gewesen wäre, erhöhten die Berner Oberländerinnen praktisch im Gegenzug auf 3:0. Nein, der November kann bisher wahrlich nicht als „goldener Monat“ bezeichnet werden.

Am nächsten Sonntag reisen die Frauen vom FC St. Gallen-Staad nach Aarau zum Cupviertelfinale. Spielbeginn auf der Sportanlage Schachen ist um 14:30.

Frauenteam Thun Berner-Oberland – FC St. Gallen-Staad 3:0 (1:0) – Stadion Lachen, Thun, Kunstrasenplatz (Platz 2) – 50 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Koretic; Rebekka Thoma, Iseli, Lüchinger, Böni; Peter, Bigger (52‘ Riesen), Göppel (40‘ Frick); Brecht (56‘ Schärer), Stilz, Ess (76‘ Müller).

Tore: 30‘ Michel 1:0, 49‘ Kipf 2:0, 87‘ Batschelet 3:0