NLA-Frauen mit Schützenfest eine Runde weiter im Schweizer-Cup

Als Hommage an die schwer am Knie verletzt Capitainne Ronya Böni liefen alle Spielerinnen von St. Gallen-Staad im Cup in Wil mit der Nr. 18 ein. – Beitragsbild: z.V.g.

Mit einem 1:9-Sieg zeigte St.Gallen-Staad, dass es zwei Klassen besser ist als das Heimteam des FC Wil.

Céline Bradke

Für Captain Ronya Böni, die sich im letzten Spiel einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung zuzog, lief das gesamte NLA-Team des FC St.Gallen-Staad mit ihrer Rückennummer 18 zur Begrüssung aufs Feld. Gueti Besserig, Ronya!

Neue Startelf
Gleich auf acht Positionen änderte Trainer Marco Zwyssig seine Startelf für diese Cup-Runde. Die ungewohnte Aufstellung war in den Anfangsminuten noch deutlich spürbar. Angefeuert von zahlreichen Besuchern in der IGP-Arena stürmten die Wilerinnen enthusiastisch nach vorne. Wenn auch die individuelle Klasse von St.Gallen-Staad klar ersichtlich war, so liess das Zusammenspiel noch zu wünschen übrig. Die Nervosität der Gäste ermöglichte es dem FC Wil sogar, gefährlich vor Janine Koretics Tor aufzutauchen. Diese erledigte ihren Job aber souverän.

Beginn des Torreigens
In der 18. Minute war der Bann gebrochen. Karin Bernet belohnte das Team mit dem 0:1. Dies sollte erst der Anfang eines Torreigens werden. Nur wenige Minuten später trat wiederum Bernet einen Freistoss, den Stephanie Brecht zum 0:2 verwandelte. Als Géraldine Ess in der 34. Minute am Ball war, überloppte sie die Torhüterin aus der Distanz. Das NLA-Team schien langsam Fahrt aufzunehmen. Standard-Spezialistin Bernet trat darauf einen Eckball, den Céline Bradke am hinteren Pfosten per Kopf in die Maschen drückte. Für das 0:5 war erneut Mittelstürmerin Brecht verantwortlich. Sie sollte an diesem Abend mit dem Treffer zum 0:7 zusätzlich einen Hattrick hinlegen. Zuvor war es jedoch noch einmal Bernet, die für Unruhe an der Wiler Strafraumgrenze sorgte. Mit einem satten Linksschuss knallte sie das Leder ins obere Eck.

Stängeli oder Ehrentor?
Das Halbzeitresultat sorgte für ausgelassene Gemüter bei den Gästen. Zielstrebig drängten sie den FC Wil auch nach der Pause immer weiter in die eigene Hälfte zurück. Als Brecht die heranrauschende Ardita Iseni bedienen wollte, war es allerdings das Heimteam, das unglücklich auf 0:8 umstellte. Dennoch erhielt Iseni ihre Chance nur wenig später und erhöhte per Abstauber zum 0:9. Augenscheinlich schien das «Stängeli» in Sichtweite, doch das Wiler Heimteam kam überraschenderweise und zur Freude vieler heimischen Fans wieder zu Kräften. Nicht unverdient erzielte die Wilerin und Ex-Staaderin Nadine Scherrer in der 79. Minute das Ehrentor zum 1:9.

FC Luzern: nächster NLA-Gegner im Gründenmoos
Nichtsdestotrotz entschied der Oberklassige die Partie klar für sich und ist somit eine Runde weiter im Schweizer-Cup. Nächstes Wochenende wartet auf die Ostschweizerinnen wieder ein grosser Brocken in der Meisterschaft. Das Heimspiel gegen den FC Luzern findet am Samstag, 28.9.19, um 16:30 Uhr im Gründenmoos statt.

FC Wil – FC St. Gallen-Staad 1:9 (0:7) – IGP-Arena

FC St. Gallen-Staad: Koretic; Bradke; Christen; Baumann; Colombo (60‘ Schärer); Rittmann (60’ Frick); Iseni; Ess; Caputo (46‘ Göppel); Brecht; Bernet

Tore: 18‘ Bernet 0:1, 25‘ Brecht 0:2, 34‘ Ess 0:3, 38‘ Bradke 0:4, 39‘ Brecht 0:5, 43’ Bernet 0:6, 45’ Brecht 0:7, 49’ Germann (ET) 0:8, 51’ Iseni 0:9, 75’ Scherrer 1:9