NLA – Klassenerhalt nicht geschafft! ABSTIEG!

Am gestrigen Samstag stand die letzte Partie in der Relegation für die FCSG Frauen an.

Es war ein absolutes Endspiel, denn der Gegner aus Derendingen hatte auch noch die Chance auf den letzten freien Platz in der kommenden NLA Saison. Die Ausgangsituation sprach aber dennoch für die Espenfrauen. Sie lagen in der Tabelle 3 Punkte voraus und hatten auch noch das bessere Torverhältnis. Aber so eine Ausgangslage kann auch manchmal lähmen.

Und genauso war es auch. Die Partie startete und man merkte sofort welches Team heute den unbedingten Willen zum Sieg hatte. Leider waren es nicht die Grün Weissen sondern das Team aus Derendingen. Sie wirkten von der ersten Sekunde an wacher, agressiver, agiler, ballsicherer und vorallem traten sie mit einem enormen Selbstvertrauen auf. Die Espenfrauen hingegen wirkten sehr nervös, agierten sehr hektisch im Ballbesitz, das Zweikampfverhalten war unterirdisch und vorallem die Abstimmung zwischen Abwehr und Mittelfeld klappte teilweise gar nicht. So dauerte es auch nur 10 Minuten, bis Derendigen die erste 100% Chance herausspielen konnte. Doch Studer behielt in der 1:1 Situation mit der gegnerischen Stürmerin die Nerven und konnte die Chance vereiteln. Das sollte eigentlich ein Hallo-Wach Signal sein für die Espenfrauen, aber leider änderte sich nichts am Verhalten der FCSG Frauen. Derendigen hatte das Zepter in der Hand, vorallem im Mittelfeld waren sie wesentlich präsenter und verteilten die Bälle immer wieder geschickt. Während das St.Galler Mittelfeld die meisten Zweikämpfe verlor und meist einen Schritt zu spät kam.

Und das rächte sich dann auch in der 25. Minute. Zahno profitierte von einem katastrophalen Fehlpass von Fehr und spielte ihre Mitspielerin genau in der Schnittstelle der St.Galler Abwehr an. Saladin liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball im langen Eck. 0:1 für Derendingen. Nun sass der Schock tief bei den Espenfrauen, kaum 3 Minuten später erhöhte Derendingen auf 0:2. Die Gallusstädterinnen konnten einen Angriff abwehren, jedoch traf Caviezel bei ihrem Befreiungsschlag den Ball nicht richtig, sodass er direkt vor den Füssen von Bucher landete. Diese zog aus 20 Metern ab und der Ball landete im linken Kreuzeck. Unhaltbar für Studer. 0:2 für Derendigen.

Unglaublich, die Espenfrauen hatten sich den denkbar schlechtesten Tag ausgesucht um dem Gegner Geschenke zu machen. Beim 0:3 für Derendigen leisteten sich die Espenfrauen wieder einen grossen Schnitzer. Die FCSG Frauen hatten einen Corner, der aber nichts einbrachte, dann konterte Derendigen und spielte seine schnelle Stürmerin auf Höhe der Mittellinie an. Bei dem Pass zur Stürmerin waren sich Iseli und Caviezel nicht einig wer denn nun zum Ball gehen sollte. Nach dem Motto, wenn sich 2 streiten freut sich die Dritte, so marschierte Scheidegger mit dem Ball alleine auf Studer zu und versenkte diesen zum 0:3 im St.Galler Gehäuse. Das war auch der Halbzeitstand.

Nach der Pause wollten die Grün Weissen mit neuem Mut und vor allem einem völlig anderen Auftreten als in der ersten Halbzeit das Unmögliche noch möglich machen.

Sie starteten auch wesentlich besser in die 2. Halbzeit, wirkten konzentrierter, ballsicherer, waren präsenter in den Zweikämpfen und zeigten endlich mehr Leidenschaft und Willen, einzig die Offensivbemühungen waren nicht erfolgreich. Aber die Espenfrauen brauchten unbedingt das Anschlusstor. So wechselte man 3 frische Kräfte ein, die für die Offensive nochmals frischen Wind bringen sollten. Derendingens Abwehr stand allerdings sehr gut und die Offensivkräfte blieben weiterhin sehr gefährlich, sodass die St.Galler Abwehr immer wieder ebenfalls gefordert war. Erst in der 86. Minute kam man durch eine gute Kombination zu einer Torchance. Streule wurde im 16er freigespielt, wurde aber bei ihrem Versuch den Ball anzunehmen von Vögeli von hinten regelwidrig von den Beinen geholt. Die Schiedsrichterin erkannte das Foulspiel und gab Penalty. Schweer trat an und traf im Nachschuss ins Tor. Nur noch 1:3. Nun hatten es die FCSG Frauen eilig. Sie spielten immer wieder lange Bälle nach vorne, aber leider führten die weiteren Angriffsbemühungen zu keinem Torerfolg. So blieb es beim 1:3 für Derendingen. Nach dem Schlusspfiff gingen alle FCSG Spielerinnen zu Boden, gaben sich der Enttäuschung hin und liessen ihren Tränen freien Lauf, während die Derendinger Spielerinnen ihren Aufstieg mit Sekt bejubelten.

Das letzte Spiel der Relegation ist ein Spiegelbild der gesamten Saison der Grün Weissen. So stand man sich meist selber im Weg, verursachte zu viele eigene Fehler in den Spielen und liess die wenigen Chancen, die man hatte, aus. Das Team um Beat Naldi hat immer die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht aufgegeben, hat in den Spielen immer gut gekämpft, aber es hat am Ende eben nicht gereicht.

So muss man sich eingestehen, das es wohl auch nicht verdient gewesen wäre, den Klassenerhalt auf diese Art und Weise zu sichern.

Natürlich ist dieser Abstieg in die NLB eine grosse Enttäuschung für alle im Verein, jedoch sollte man auch das Positive sehen. Nach der doch ziemlich verkorksten und unruhigen Saison mit viel Druck auf die teils doch sehr junge Mannschaft, hat man nun die Möglichkeit einen Neuanfang zu starten. Man wird die Chance nutzen und sich die Zeit nehmen, eine gute, stabile und spielfreudige Mannschaft zu entwickeln und aufzubauen, die in der NLB vorne mitspielen kann.

Die FC St.Gallen Frauen bedanken sich bei Nicole Studer, Jasmin Schweer und Desirèe Stäbler. Alle 3 haben ihr letztes Spiel für den FCSG bestritten. Jasmin wird ihre Karriere bei YB Bern fortsetzen, Nici wird den Verein ebenfalls wechseln und Desi hängt Ihre Fussballschuhe an den Nagel.

Vielen Dank euch Dreien für euren unermüdlichen Einsatz!

Tore: 25. Saladin 0:1; 28. Bucher 0:2; 44. Scheidegger 0:3; 87. Schweer 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Iseli, Egger, Baumann, Caviezel, Beerli (57. Salaorni), Fehr (64. Streule), Bischof, Riesen (74. Wirth), Schweer

Aufstellung Derendingen: Rytz, Hawker, Burkhart, Vögeli, Alvarez, Sieben (75.Kadriu), Trutmann, Bucher (80. Grob), Scheidender, Saladin (90+3. Schneider), Zahno

Verwarnungen: 67. Schweer (grobes Foulspiel), 83. Zahno (Meckern), 86. Vögeli (grobes Foulspiel), 90+2. Alvarez (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 12.06.2016

 

Bericht: Gesa Jürgens

NLA – Ein Remis das weh tut

Die Grün Weissen fuhren am heutigen Samstag mit dem Ziel nach Yverdon, den Sack endlich zu zu machen. Sie wollten unbedingt die 3 Punkte einsammeln, die sie für den Klassenerhalt noch benötigten. 

Hoch motiviert ging man in die Partie. St.Gallen agierte zunächst ruhig und kontrolliert und hatte in den ersten 10 Minuten mehr vom Spiel. Yverdon reagierte nur und man merkte, dass sie nicht mehr die letzte Konsequenz an den Tag legten, denn sie hatten den Klassenerhalt schon in der Tasche. Nach der Anfangsviertelstunde kam dann Yverdon mehr ins Spiel und die FCSG Frauen taten sich zunehmend schwerer. Ihre Passqualität wurde von Minute zu Minute schlechter und auch in die Zweikämpfe ging man wieder zu zögerlich rein. So profitierte Yverdon von 2 schlechten Pässen der Grün Weissen und kam dem St.Galler Tor gefährlich nahe. Aber Studer war jeweils auf dem Posten und konnte das Gegentor verhindern.

Die Gallusstädterinnen ihrerseits versuchten immer wieder über die Aussen zum Torerfolg zu gelangen. So wurde Riesen von Egger prima auf der linken Seite in den Lauf geschickt, brachte den Ball nach innen wo Schweer einen Schuss absetzte, der aber leider nicht zum Tor führte.Eine weitere Chance bot sich den Espenfrauen nach kurzer Zeit. Diesmal wurde Schweer von Beerli über rechts bedient und kam im 16er zum Abschluss. Leider ging der Schuss von Schweer weit über das Tor von Yverdon.

Kurz vor der Halbzeit gab es am 16er von Yverdon noch ein Handspiel welches der Schiedsrichter aber nicht erkannte. Rohner hatte einen super Sololauf hingelegt und auf Schweer abgelegt, diese zog ab und der Schuss wurde von einer Spielerin von Yverdon auf der 16er Linie ganz klar mit der Hand geblockt. Doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Das sollte in der 2. Halbzeit nochmals passieren. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach dem Pausentee gingen die FCSG Frauen wieder engagierter zu Werke. Sie waren vom Wiederanpfiff an wesentlich präsenter in den Zweikämpfen, forderten die Bälle und erspielten sich die eine oder andere Torchance. Es dauerte bis zur 55. Minute bis sich dies für die Gallusstädterinnen auszahlte. Schweer wurde über die linke Seite angespielt, umspielte eine Gegenspielerin und flankte den Ball auf die mitgelaufene Beerli. Dieses liess sich nicht zweimal bitten und versenkte das Leder aus 5 Metern im Tor von Yverdon. Der Jubel der St.Gallerinnen war gross, stand es nun 1:0 für die Gallusstädterinnen.

Nun galt es das 1:0 zu halten, clever weiter zu spielen und vorallem hoch konzentriert zu verteidigen.

Man spielte weiter mit, verteilte die Bälle gut im Mittelfeld und versuchte wieder die Aussen einzusetzen. Jedoch rückte die Abwehr der Grün Weissen das ein oder andere Mal ohne Grund zu weit auf und Yverdon konnte durch einen schnellen Ballgewinn im Mittelfeld einen Konter setzen. So überlief die schnelle Stürmerin von YF die Abwehr, drang in den Strafraum ein und legte auf die mitgelaufene 2. Stürmerin quer ab. Diese musste den Ball nur noch einschieben.

Jedoch hatte die 2.Stürmerin zuvor im Laufduell Stäbler gefoult, doch wie oben schon erwähnt, hatte der Schiedsrichter das Foul „nicht gesehen“ und somit mussten die FCSG Frauen den Ausgleich hinnehmen.

Anschliessend versuchten die Gallusstädterinnen nochmals alles um den 2. Treffer zu erzielen. Salaorni hatte dabei die grösste Möglichkeit, aber ihr Schuss aus 5 Metern wurde im letzten Moment von einer Gegenspielerin geblockt. Weiter hatten Riesen und Streule ebenfalls gute Chancen, doch ihre Schüsse verfehlten das Tor. Yverdon stellte sich erstmal nur noch hinten rein und tat den FCSG Frauen noch einen Gefallen. Denn sie hatten bereits 3x gewechselt, als sich eine weitere Spielerin von ihnen verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte. So musste Yverdon die letzten 20 Minuten die Partie zu Zehnt fertig spielen. Jedoch konnten die Espenfrauen daraus kein Kapital schlagen und es blieb nach 90 Minuten beim 1:1.

Einfach zu wenig für die St.Gallerinnen, wieder einmal reichte es nicht um einen Nati-A Ligisten zu besiegen.

Nun folgt eine 2-wöchige Länderspielpause in der die Grün Weissen ihre Kräfte nochmals bündeln müssen um dann für das grosse Endspiel alles in die Waagschale werfen zu können. Denn am Samstag, den 11. Juni 2016 kommt es im heimischen Espenmoos zum Showdown gegen den FC Derendingen um den letzten freien Platz in der NLA. Hier haben die FCSG Frauen das letzte Mal die Chance zu zeigen, was in ihnen steckt.  HOPP FCSG! Anstoss ist um 18.00 Uhr!

Tore: 55. Beerli 0:1, 64. Fai 1:1;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Egger, Stäbler, Bischof, Fehr (81. Streule), Schweer, Riesen, Beerli (67. Salaorni)

Aufstellung Yverdon: Zurkinden, Riat, Miocevic, Tamburini, Pajovic, Imrak (61.Fai), Gillioz, Mallaun (17. Spälti), Bodenmann, Surdez, Monti (62. Müller).

Verwarnungen: Keine

St. Gallen, 28.05.2016

Bericht: Gesa Jürgens

NLA – Mit einem Tor gewinnt man das Spiel!

Die Espenfrauen hatten heute im heimischen Espenmoos den FC Aarau zu Gast. Die Partie versprach schon auf dem Papier ein brisantes Duell zu werden, denn beide Teams trennte in der Tabelle nur ein Punkt. So war klar, dass beide Teams auf Sieg spielen wollten.

Und so ging es direkt vom Anpfiff weg los. Zunächst waren die Grün Weissen am Drücker und erspielten sich die ein oder andere Halbchance. Aber nach ca. 10 Minuten übernahm Aarau das Zepter des Spiels und wurde immer stärker. Die FCSG Frauen liessen sich durch die teilweise überharte Spielweise der Aarauerinnen einschüchtern und waren in die Defensive gedrängt. Dadurch kamen die Aarauerinnen mehrmals dem 0:1 gefährlich nahe. Aber entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder aber Studer im St. Galler Gehäuse war zur Stelle. Die Espenfrauen versuchten sich nach gut 30 Minuten aus der Umklammerung zu lösen, jedoch verpufften ihre Angriffsbemühungen meistens kurz nach der Mittellinie. Das Passspiel bei den Grün Weissen lief nicht optimal und die langen Bällen fanden nicht den richtigen Empfänger. Immerhin konnten die St.Galler Frauen kurz vor der Halbzeitpause einen Eckball herausholen. Den Ball brachte Rohner in den 16er, nach einem Getümmel kam Stäbler an den Ball und versuchte den Ball aus 5 Metern über die Linie zu drücken, der stramme Schuss wurde aber noch vom Goali und einer Verteidigerin über das Tor abgefälscht. Der nachfolgende Eckball brachte nichts mehr ein. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Die Gallusstädterinnen wollten eigentlich den Schwung vom Ende der ersten Halbzeit mitnehmen, jedoch war es wiederum Aarau, die besser in die 2. Halbzeit starteten. Somit war die Abwehr um Egger und Iseli erneut sofort gefordert. Doch sie standen sicher und mit vereinten Kräften konnte man die zahlreichen Angriffe der Aarauerinnen abwehren. Mit 2 Wechseln kurz nach der Halbzeit brachte Trainer Beat Naldi nochmals 2 frische und vorallem laufstarke Kräfte mit Salaorni und Riesen. In der 60. Minute sollte sich das Auszahlen. Salaorni wurde über die rechte Seite steil geschickt. Mit einem tollen Sololauf gelang Salaorni in den 16er und spielte den Ball vorbildlich in den Rücken der Abwehr. Der Ball fand erst am 16er einen Abnehmer. Bischof stand goldrichtig, liess sich nicht 2x Bitten und versenkte das Leder zum Jubel aller St. Galler Fans zum 1:0 im linken Eck. Danach warf Aarau alles nach vorne und die Defensive der Espenfrauen wackelte das ein oder andere Mal. Doch heute schien das Glück auf Seiten der FCSG Frauen zu sein. So sprang ein Schuss einer Aargauerin auf das St. Galler Gehäuse erst an den linken, dann an den rechten Pfosten und dann in die Arme von Studer. Puh, jetzt ging das Spiel an die Nerven.

Der Schiedsrichter brachte mit teils zweifelhaften Entscheidungen auch nochmals mehr Hektik in das Spiel. So zeigte er nach einem Zweikampf zwischen Salaorni und ihrer Gegenspielerin im St. Galler 16er zuerst auf den Elfmeterpunkt, um dann 20 Sekunden später doch auf Freistoss für St. Gallen zu entscheiden. Wie gesagt, die St.Gallerinnen hatten heute das Glück auf ihrer Seite.

Je länger die Partie dauerte desto brisanter wurde sie und die Zweikämpfe wurden auch härter geführt. Die Grün Weissen versuchten sich aber von der Hektik nicht anstecken zu lassen und spielten nach Balleroberung meistens konstruktiv nach vorne. Jedoch merkte man allen Spielerinnen an, das die Partie nicht nur an den Nerven zerrte sondern auch viel Kraft gekostet hatte. Riesen setzte aber kurz vor Schluss nochmals zu einem tollen Sololauf über die linke Seite an und tankte sich bis in den 5 Meterraum mit dem Ball durch. Anstatt selber zu schiessen versuchte sie die mitgelaufene Streule anzuspielen, doch eine Aargauerin konnte dazwischen gehen. Das war die letzte Chance für die Grün Weissen. Die letzten Minuten der Partie verteidigten alle Espenfrauen gemeinsam und mit grossem Einsatz das eigene Tor und dann pfiff der Schiedsrichter endlich die Partie ab.

YES! Wieder 3 wichtige Punkte für den Klassenerhalt eingesammelt und dies gelang nur mit einer geschlossenen, leidenschaftlichen und kämpferischen Teamleistung!

Sehr gerne möchten wir uns wieder bei unserer U16 Mannschaft für die lautstarke und tolle Unterstützung während des Spiels bedanken. Ihr seid super! Vielen Dank!!

Das nächste Relegationsspiel findet am Samstag, den 28.Mai 2016 statt. Dort treten die St. Gallerinnen in Yverdon an. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

 

Tore: 60. Bischof 1:0

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iseli, Baumann, Egger, Wirth (46. Salaorni), Bischof, Schweer, Beerli (57. Riesen), Stäbler (77. Streule)

Aufstellung Aarau: Kohler, Bühler (77.Bonito), Lahmici, Tiller, Jenzer, Zürcher, Notter, Do Sul Almeida, Züger, Höltschi, Wagner,

Verwarnungen:

St. Gallen, 21.05.2016

FCSG Frauen

 

Bericht: Gesa Jürgens

Bild: Doris Studer

NLA – Ohne Tore gewinnt man kein Spiel

Die Überschrift trifft es genau, das Problem bei den Grün Weissen bei der Partie in Derendingen war die mangelhafte Chancenauswertung.

Das Ziel war klar definiert, man wollte 3 Punkte mit nach Hause nehmen. Und so begannen die Espenfrauen direkt nach Anpfiff auch wie die Feuerwehr und setzten Derendingen sofort unter Druck. Bereits in der 2.Spielminute hätte das 1:0 für den FCSG fallen MÜSSEN! Salaorni war mit Tempo nach einem Rückpass auf den gegnerischen Torwart gelaufen, eroberte den Ball, umlief den Goali und brauchte den Ball aus ca.8 Metern nur noch in das leere Tor schieben. Doch sie schoss neben das Tor.

Kurze Zeit später setzte sich Salaorni auf der linken Seite sehr gut durch und konnte den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr auf Beerli legen. Diese stand frei, legte sich den Ball zurecht und hätte den Ball eigentlich nur noch lang ins Eck schieben müssen um das Tor zu erzielen, allerdings zielte sie zu genau, der Schuss von Beerli prallte an den Pfosten und sprang von dort wieder ins Spielfeld.

St.Gallen machte weiter Druck, vor allem das Flügelspiel funktionierte in den ersten 30 Minuten sehr gut. Durch diese Spielweise erspielten sich die Gallustädterinnen immer wieder gute bis sehr gute Möglichkeiten um in Führung zu gehen. Eine sehr gute Chance hatte wiederum Salaorni auf dem Fuss, als sie über die linke Seite steil geschickt wurde und mit dem Ball in den 16er eindrang, jedoch scheiterte sie am herauseilenden Torwart von Derendingen.

Desweiteren setzte Bischof zu einem herrlichen Sololauf an und tankte sich ebenfalls auf der linken Seite bis an die Grundlinie im 16er von Derendingen durch, doch ihr Flachpass fand in der Mitte keinen Abnehmer.

Derendingen konnte sich nach ca. 30 Minuten fangen, auch weil die FCSG Frauen in den Zweikämpfen nachliessen, die Passqualität abnahm und nicht mehr so viel Druck nach vorne gemacht wurde.

Richtig gefährlich wurde es vor dem St.Galler Tor aber nicht und so ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Eigentlich hätte es 2:0 für den FCSG heissen können bzw. müssen, hätte man die Chancen konsequent genutzt und wäre nicht so verschwenderisch mit ihnen umgegangen.

In der 2.Halbzeit wollte man weiter den Druck hochhalten, wieder bissiger in den Zweikämpfen sein, die Passqualität wieder steigern, aber vorallem wollte man die Chancen in den zweiten 45 Minuten endlich nutzen.

Allerdings kam Derendingen wie ausgewechselt aus der Kabine. Fortan war es Derendingen die das Spiel bestimmten und die Grün Weissen hatten viel Mühe das 0:0 zu halten.

Ein ums andere Mal wurden die starken und schnellen Aussenläuferinnen von Derendingen geschickt angespielt und die Abwehr um Egger und Iseli war extrem gefordert. Nach vorne gelang den FCSG Frauen nur noch wenig, hatte die erste Halbzeit zu viel Kraft gekostet? Oder aber machte man sich das Leben durch unnötige Ballverluste wieder selber schwer? Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen.

Je länger die 2.Halbzeit lief und es 0:0 stand wurden die Nerven auf dem Spielfeld und vorallem auf der Trainerbank strapaziert. Die FCSG Frauen versuchten nochmals alles zu geben und einen geordneten Spielaufbau aufzuziehen. Jedoch gelang dies nicht wirklich. Man spielte die Bälle zu ungenau,war in den Zweikämpfen immer einen Schritt zu spät und man merkte, das die Espenfrauen auch etwas Angst vor der eigenen Courage hatten und krampfhaft versuchten, die Partie nicht zu verlieren, anstelle die Partie gewinnen zu wollen.

Als die 90 Minuten um waren, gab es weder auf Seiten von Derendigen noch bei den FCSG Frauen Jubel. Dieser eine Punkt ist klar zu wenig für die Gallusstädterinnen, zumal sie in der ersten Halbzeit unglaublich viele gute Chancen und vorallem 2 100%tige Möglichkeiten haben liegen lassen. Das ist extrem bitter und macht nachdenklich.

Das nächste Relegationsspiel findet am 21.Mai 2016 statt. Gegner ist dann der FC Aarau, der mit nur einem Punkt weniger auf Platz 3 der Tabelle steht. Das wird ein brisantes Duell und dort sollten die Torchancen dann tunlichst genutzt werden. Anpfiff ist um 17.00 Uhr im Stadion Espenmoos.

Tore: Fehlanzeige

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni, Bischof, Schweer, Beerli, Stäbler

Aufstellung Derendingen: Rytz, Hawker, Burkhart, Vögeli, Alvarez, Derungs (59. Sieben), Trutmann, Zahno, Scheidegger, Saladin(90+3. Kadriu), Grob (83.Bucher),

Verwarnungen: 29. Vögeli (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 11.05.2016

Bericht: Gesa Jürgens

Bild: Doris Studer

NLA – Rabenschwarzer Tag

Am heutigen Samstag stand das zweite Relegationsspiel für die Grün Weissen an. Die Espenfrauen empfingen Yverdon Feminin zu Hause im Espenmoos.

Die FCSG Frauen erwischten einen rabenschwarzen Tag. Sofort von Beginn an übernahm Yverdon das Spiel und drückte die Espenfrauen in die eigene Hälfte. Die Grün Weissen konnten sich bei Studer im Tor bedanken, die 2x ihr ganzes Können aufbot als jeweils eine Spielerin von YF alleine auf sie zulief. Somit bewahrte sie die Gallusstädterinnen vor dem frühen Rückstand. Erst in der 30.Minute konnten sich dies Grün-Weissen etwas befreien. Sie spielten mehrmals über die linke Seite, auf der Riesen sich das eine oder andere Mal erfolgreich durchsetzen konnte. Ihre Hereingabe fand einmal Egger, diese verzog aber ihren Abschluss. Das andere Mal landete der Pass von Riesen bei Bischof. Diese setzte zu einem super Sololauf an, scheiterte aber ihm letzten Moment an der herausstürmenden Torfrau von YF.

In die Pause ging es mit 0:0!

Nach dem Pausentee wollten die Grün-Weissen noch ein Gang höher schalten, allerdings agierten sie sehr unkonzentriert, teilweise zu hektisch und waren auch im Zweikampf immer einen Schritt zu spät. Zudem verloren sie den Ball immer wieder unnötig. Dadurch wurde YF von Minute zu Minute stärker. In der 51. eroberte YF den Ball im Mittelfeld, die Spielerin von YF legte sich einmal den Ball, ohne von einer Grün-Weissen gestört zu werden, vor und zog aus ca. 30 Metern ab. Der Ball landet genau unter der Latte im St.Galler Gehäuse! 0:1 für Yverdon.

Die St.Gallerinnen taten sich weiter sehr schwer einen geordneten Spielaufbau zu Stande zu bringen. Sie machten sich durch viele Fehlpässe das Leben selber schwer. Und doch hatten die Espenfrauen in der 62. Minute den Ausgleich auf dem Fuss. Nach einem Standart tauchte die gerade eingewechselte Schweer alleine vor der Torfrau von YF auf, hatte aber im Luftduell leider das Nachsehen.

In der 66. Minute war St.Gallen in Ballbesitz, YF presste enorm und so erkämpfte sich YF den Ball an der rechten Aussenbahn. Dann spielten sie geschickt ihre schnelle Stürmerin frei, wobei hier die gesamte St.Galler Hintermannschaft schlecht aussah, welche ab dem 16er alleine auf Studer zulief. Diesmal konnte Studer im Tor nichts ausrichten und so stand es 0:2 für YF. Zunächst tat sich St.Gallen schwer wieder in Tritt zu kommen, Trainer Naldi versuchte mit Salaorni nochmals frischen Wind auf der Aussenbahn zu bringen.

In der 76. Minute bekamen die Grün-Weissen einen Freistoss an der linken 16er Linie zu gesprochen. Schweer zog diesen schön auf den 2. Pfosten. Stäbler köpft diesen an die Latte und den Abpraller kann Stäbler im 2. Versuch über die Linie drücken. Nur noch 1:2.

Endlich kommt wieder Leben ins Spiel der Espenfrauen, auf einmal sind sie am Drücker und YF wackelt für einen Moment. Allerdings können die Gallusstädterinnen nicht davon profitieren. YF ist am heutigen Tag zu clever und zu abgezockt. Und vorallem treten sie mit dem notwendigen Selbstbewusstsein auf. Und so fängt sich YF schnell wieder und fährt einen gefährlichen Angriff über die rechte Seite in der 80. Minute. Den Schussversuch blockt Iseli im 16er mit der Hand und dem Schiedsrichter bleibt nichts anderes übrig als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Riat lässt sich nicht zweimal bitten und versenkt den Ball rechts unten im Eck. Unhaltbar für Studer. 1:3 für YF.

Die Espenfrauen sind von diesem Gegentor noch geschockt, sodass sie das Anspiel zu leger angehen. YF geht dazwischen und eine Spielerin von YF setzt zum Sololauf an. Dabei lässt sie mehrere FCSG Spielerinnen wie Slalomstangen stehen und kann ihren Lauf mit einem satten Schuss ins linke untere Eck abschliessen.1:4 für Yverdon in der 82. Minute. Damit ist die Partie entschieden. Die Grün Weissen stehen nun völlig neben den Schuhen, doch YF geht mit dem Tempo etwas runter, sodass es beim 1:4 bleibt.

Fazit vom heutigen Spiel: Heute haben die Espenfrauen einen rabenschwarzen Tag eingezogen, es wollte einfach nichts gelingen. Mit dieser Leistung kann keine FCSG-Spielerin zufrieden sein.

Viel Zeit den Kopf in den Sand zu stecken und zu grübeln bleibt den Espenfrauen jedoch nicht, schon am kommenden Mittwoch, den 11.5.2016 folgt das nächste Relegationsspiel. Die FCSG Frauen treten auswärts beim noch sieglosen SC Derendingen-Solothurn an. Anpfiff ist um 20.00 Uhr.

Tore: 49. Bodenmann 0:1; 66. Surdez 0:2; 76. Stäbler 1:2; 81. Riat 1:3; 82. Raemy 1:4

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner,Caviezel,Iseli,Baumann, Egger, Riesen (46.Streule),Bischof (62. Schweer)  Fehr, Beerli (74.Salaorni),Stäbler

Aufstellung YF: Chassot, Riat, Miocevic, Tamburini, Pajovic, Fai (40.Monti), Raemy, Mallaun, Bodenmann, Müller, Surdez

Verwarnungen: 81. Iseli (Handspiel)

St. Gallen, 07.05.2016

FCSG Frauen

 

Bericht: Gesa Jürgens

NLA – YES – Die ersten 3 Punkte

Am heutigen Samstag stand das erste Relegationsspiel für die Grün Weissen an. Die Espenfrauen mussten auswärts beim FC Aarau antreten.

Die Brisanz des Spiels merkte man beiden Teams sofort zu Beginn der Partie an,

beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Zweikämpfe wurden hart geführt und die Ballführende wurde sofort unter Druck gesetzt. Bei Balleroberung versuchten die Grün Weissen schnell nach vorne zu spielen, stellten sich jedoch zu ungeschickt bei der Ballverteilung an. Aarau fand schneller die Linie im Spiel und konnte dabei auch in der 14. Minute profitieren. St. Gallens Abwehr war unsortiert und Aarau konnte ihre schnelle Stürmerin geschickt im 16er anspielen. Diese liess sich nicht 2x bitten und schoss den Ball ins St. Galler Gehäuse! 1:0 für Aarau!

So hatten sich die Verantwortlichen des FCSG den Auftakt nicht vorgestellt! In den nächsten 20 Minuten war Aarau klar spielbestimmend. Die Grün Weissen liessen sich zu sehr nach hinten drängen und machten sich durch unnötige Ballverluste in der Abwehr und im Mittelfeld das Leben selber schwer. Aarau hatte deswegen noch eine grosse Torchance, als abermals die schnelle Stürmerin auf das Tor von Studer ganz alleine zulief. Doch Studer zeigte einmal mehr wie gut sie im 1:1 ist und vereitelte diese Aarauer Chance mit Bravour. Die FCSG Frauen fingen sich wieder und nahmen das Zepter wieder in die Hand. So kamen sie vor der Halbzeit nochmals zu einem Eckball. Der Ball wurde von Fehr schön in den 16er rein gehoben und Stäbler profitierte von der Orientierungslosigkeit des Aarauers Keepers und köpfte den Ball über die Linie. 1:1! Das tat gut! Nun war Halbzeit.

Nach dem wärmenden Pausentee begann die Partie wieder bei strömenden Regen. St. Gallen hatte den besseren Start und setzte Aarau ordentlich unter Druck. Immer wieder wurden die schnellen Aussen eingesetzt und die sehr lauffreudige Stürmerin Stäbler ackerte vorne unermüdlich. In der 49. Minute holte sie für die Grün Weissen einen Eckball heraus. Fehr brachte diesen weit in den 16er rein, Iseli verfehlte die Hereingabe, aber Bischof stand am 16er goldrichtig und hämmerte das Leder mit dem linken Fuss in den Winkel. 2:1 für den FCSG! Jawohl!

Die Partie blieb hoch spannend. Aarau versuchte unbedingt den Ausgleich zu erzielen, die Grün Weissen verteidigten den Vorsprung und verlagerten sich aufs Kontern. Je mehr Zeit verstrich, desto hektischer wurde die Partie, beide Teams schenkten sich nichts. In der 85. Spielminute führte ein Konter der Espenfrauen zum erlösenden 3:1. St. Gallen kann sich auf der linken Seite durchsetzen, die Hereingabe erreicht Beerli, diese wird aber noch von 2 Gegnerinnen am Torschuss gestört, den Abpraller kann Riesen aber verwerten. 3:1! Damit ist der Sack zu. Der Jubel beim FCSG Team ist „Riesen“ gross!!!

Nun lassen die Espenfrauen nichts mehr anbrennen, im Gegenteil, Bischof hatte sogar in der 88. Minute nach einer Hereingabe von Beerli das 4:1 auf dem Fuss, trifft den Ball aber nicht richtig.r, Zürcher, Stierli (1. Züger), Notter, Do Sul Almeida, Höltschi, Wagner   die Sieger der ersten Relegationsrunde aufeinander. Nach gut 2 Minuten Nachspielzeit ist der Schlusspfiff und die Grün Weissen jubeln zum ersten Mal in dieser Saison! Endlich die ersten 3 Punkte! Ein gutes Gefühl.

Einen kleinen Wehmutstropfen gibt es allerdings, Salaorni musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Auf diesem Wege wünschen wir ihr alles Gute und eine schnelle Genesung.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auch noch für die unglaublich tolle und stimmgewaltige Unterstützung der FCSG U16 Mädels samt Trainerstaff. Sie haben ebenfalls 90 Minuten alles gegeben!! Vielen Dank für euren super Support!

Ein guter Start in die Relegation, doch noch hat man lediglich die ersten 3 Punkte geholt. Am kommenden Samstag, den 7. Mai 2016 ist dann im heimischen Espenmoos Yverdon Feminin zu Gast. Dort treffen dann die Sieger der ersten Relegationsrunde aufeinander. Die spannende Partie wird um 17.00 Uhr angepfiffen. Auch da würden sich die FCSG Frauen wieder über zahlreiche Unterstützung ihrer Fans freuen.

 

Tore: 14. Höltschi 1:0; 40. Stäbler 1:1; 49. Bischof 1:2; 85. Riesen 1:3

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iseli, Baumann, Egger, Riesen, Bischof, Fehr (58. Schweer), Streule (46. Salaorni / 80. Beerli), Stäbler

Aufstellung Aarau: Kohler, Bonito (78. Hediger), Lahmici, Tiller, Jenzer, Zürcher, Stierli (1. Züger), Notter, Do Sul Almeida, Höltschi, Wagner

Verwarnungen: 83. Wagner (grobes Foulspiel), 87. Egger (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 30.04.2016

FCSG Frauen

Bericht: Gesa Jürgens

Die Oberklassen gewinnen souverän (Frauenfussballmagazin Online: 30. April 2016)

Zeitgleich mit der Finalrunde begann heute auch der Kampf um den Ligaerhalt für Yverdon und St. Gallen, respektive den Aufstieg für Derendingen und Aarau. Zumindest in Bezug auf die Resultate, verliefen die Spiele identisch. Beide Nationalliga A-Teams konnten mit 3:1 gewinnen und damit vorlegen.

Chris Blattmann

Der FC Aarau hatte sich viel vorgenommen. Die erste Partie in der Auf-/Abstiegsrunde konnte auf dem eigenen Platz bestritten werden und als Gegner empfing man ein Team, welches in dieser Saison noch keinen einzigen Sieg feiern konnte. Den FC St. Gallen, trainiert vom ehemaligen Aarau-Trainer Beat Naldi. Die Begegnung begann dann auch wie geplant. Bereits nach 13 Minuten konnten die Aarauerinnen durch Julia Höltschi in Führung gehen. Die Gäste benötigten einige Zeit, um ins Spiel zu finden. So erspielten sich die einheimischen gleich mehrere Chancen, welche aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Effizienter war da schon der FC St. Gallen. Fünf Minuten vor der Pause konnte Désirée Stäbler ausgleichen und setzte damit die Basis für den optimalen Start im Unternehmen Ligaerhalt. Nach dem Seitenwechsel wurden die Ostschweizerinnen dominanter und erkannten die Möglichkeiten. Schon nach vier Minuten erhöhte Victoria Bischof auf 1:2. Aarau drängte auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an der Effizienz der gegnerischen Abwehr. Sechs Minuten vor Ende der Partie konnte Nadine Riesen mit ihrem Treffer zum 1:3 alles klar machen. Die in dieser Saison bisher schwächste Offensivabteilung zeigte in Aarau eine wesentlich bessere Leistung und konnte am Ende den ersten Dreier der Spielzeit feiern.

Ebenso wie St. Gallen kämpft mit Yverdon Féminin eine bisher feste Grösse der höchsten Spielklasse um den Verbleib in der NLA. Nach einigen Abgängen, welche nicht adäquat kompensiert werden konnten, rutschte das einzige Team der Westschweiz unter den Strich und wollte sämtliche Kräfte mobilisieren, um den Ligaerhalt zu gewährleisten. Die erste Station war Derendingen Solothurn, das Überraschungsteam der letzten Saison, welches zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die Barrage schaffte. Anders als noch vor einem Jahr, als man ungeschlagen gegen höherklassige Teams antrat, ist sich das Team von Urs Bachmann nun gewohnt, auch einmal zu verlieren. Der dadurch gewonnene Respekt sollte auch die Basis sein, um gegen die Höherklassigen zu punkten. In der ersten Partie ging die Rechnung noch nicht auf. Yverdon konnte bereits in der ersten Halbzeit durch Camille Surdez und Captain Audrey Riat mit 2:0 in Führung gehen. Es hätte durchaus noch schlechter aussehen können, hätte Raemy in der 4. Minute das Tor nicht knapp verfehlt und Martina Rytz im Tor der Solothurnerinnen nicht gleich mit mehreren Paraden ihr Team im Spiel gehalten. So wurde der Kampfgeist der Unterklassigen nach 76 Minuten belohnt, als Corinna Saladin der Anschlusstreffer gelang. Die Hoffnung, zumindest einen Punkt ergattern zu können, schwand aber bereits fünf Minuten später. Mittels Elfmeter erhöhte Riat auf 1:3 aus Sicht der Einheimischen. Damit befinden sich nach der ersten von sechs Partien die beiden Oberklassigen auch über dem Strich. Am kommenden Samstag folgen die ligainternen Duelle. Aarau wird Derendingen Solothurn empfangen, St. Gallen Yverdon Féminin.

Zuletzt fehlte nur ein Quentchen (Tagblatt Online: 29. April 2016)

Morgen starten die NLA Fussballerinnen des FC St. Gallen auswärts gegen den FC Aarau in die Auf- und Abstiegsspiele. Präsidentin Brigitta Mettler  und Trainer Beat Naldi sind überzeugt, das die Spielerinnen den Ligaerhalt schaffen werden.

RAYA BADRAUN

FUSSBALL. In den vergangenen Wochen sprach Präsidentin Brigitta Mettler mit den Spielerinnen des FC St. Gallen. Sie wollte wissen, wie es ihnen geht, wie die Stimmung und Motivation im Team ist. Für die St. Gallerinnen war es keine einfache Zeit. In der regulären Meisterschaft sicherten sie sich lediglich einen Punkt und beendeten die Qualifikation auf dem letzten Rang. «Die Spielerinnen sind frustriert, dass sie nie einen Sieg holen konnten», sagt Mettler. Darunter habe auch das Selbstvertrauen gelitten. Dennoch seien die Fussballerinnen überzeugt, dass sie den Ligaerhalt in den Auf- und Abstiegsspielen schaffen können. Diese Meinung teilen auch Mettler und Trainer Beat Naldi. «Das Team hat seit Saisonbeginn grosse Fortschritte gemacht», sagt Mettler.

Weniger Gegentore erhalten

Das Problem des FC St. Gallen sieht Naldi momentan vor allem in der Offensive. In der Qualifikation erzielte sein Team in 18 Spielen nur zehn Tore. «Viele Spielerinnen fühlen sich im Sturm nicht wohl», sagt der Trainer. Aufgrund des schmalen Kaders ist die Auswahl jedoch beschränkt. Auf der anderen Seite haben die St. Gallerinnen zuletzt weniger Gegentore erhalten als in der Hinrunde. Gegen Staad verloren sie auswärts 0:1. Den Treffer erzielte Sabrina Petriella erst in der 90. Minute mit einem Penalty. «89 Minuten hat St. Gallen top gespielt», sagt Mettler. «Am Ende war es vor allem Pech.» Auch in den anderen Spielen, etwa gegen die Grasshoppers oder gegen Basel, habe am Ende nur ein Quentchen gefehlt. Dort fielen die Gegentore ebenfalls erst in den Schlussminuten. Die Leistungssteigerung hat wohl auch mit der Umstellung des Systems zu tun. Naldi hat alle Positionen neu verteilt – und ist zufrieden mit dem Resultat. Im ersten Auf-/Abstiegsspiel auswärts gegen Aarau müssen die Spielerinnen dies nun noch bestätigen. Anpfiff ist morgen um 18 Uhr auf der Sportanlage Schachen.

Trainerfrage noch offen

Weiter offen ist, ob Naldi Trainer der Frauen des FC St. Gallen bleibt. Die Gespräche finden laut Mettler erst in den kommenden Wochen statt. Sie würde nach mehreren Wechseln gerne auf Kontinuität setzen. Naldi will sich noch nicht konkret zu seinen Zukunftsplänen äussern. Er lobt jedoch das «phantastische Umfeld» in St. Gallen. «Ich arbeite sehr gerne hier.»

 

Beat Naldi Trainer FC St. Gallen Frauen (Bild: Beat Belser)

NLA – und trotzdem erneut eine Niederlage

Im letzten Saisonspiel in der NLA stand für die Espenfrauen mit dem FC Staad das Ostschweizer-Derby an.

Zum Abschluss der Qualifikationsrunde in der NLA wollten die Frauen des FC St. Gallen das Spiel nutzen, um mit einem positiven Erlebnis in die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gehen zu können. Wie schon im Spiel am vergangenen Samstag gegen die Grasshoppers setzte Trainer Naldi auf das 4-1-4-1 System und gab den gleichen elf Akteurinnen nochmals die Chance von Beginn weg aufzulaufen. Wiederum wollte man über Aussen Druck aufbauen und den Gegner erst gar nicht ins Spiel kommen lassen.

So begannen die St. Gallerinnen dann auch damit die Staaderinnen früh in der gegnerischen Platzhälfte zu stören. Die Espenfrauen waren von Beginn an aggressiv in den Zweikämpfen. So kam es auch, dass die Staaderinnen bereits in der 5. Minute einen Freistoss von der rechten Seite treten konnten. Die hohe Hereingabe wurde auf eine alleinstehende Staaderin gespielt, die aus etwa sieben Metern zum Kopfball kam. Nicole Studer im Tor der Gallusstädterinnen zeigte einen mirakulösen Reflex und konnte den gut platzierten Kopfball, den die Meisten der 250 Zuschauern schon im Tor gesehen haben, um den Pfosten lenken. Die St. Gallerinnen konnten sich bei Nicole bedanken, dass sie nicht schon nach wenigen Minuten in Rückstand geraten sind.

Grün-Weiss kam in der 14. Minuten zum ersten Torabschluss. Nach einem Eckball, rollte der Ball zu Rohner, die allerdings zu wenig Druck hinter den Ball bringen konnte und der Abschluss so zur leichten Beute für Lang im Staader Tor wurde. Nun war es ein offener Schlagabtausch. Durch das Hochstehen der St. Gallerinnen konnte Staad immer wieder gefährliche Bälle in die Tiefe spielen. Die schnelle Stilz konnte in der 21. Minuten an die Grundlinie laufen und zurück auf den Fünfer spielen, wo aber Valeria Iseli rechtzeitig vor einer Staaderin klären konnte. In der 24. Minuten war es wiederum Stilz, die nach einem hohen Ball quer durch die St. Galler Hintermannschaft zum Abschluss kam. Studer war zur Stelle.

St. Gallen seinerseits kam selten in den gegnerischen Strafraum. Durch das hohe Pressing zwang man allerdings Staad zu Fehlern. So war es Stäbler, die in der 29. Minute beinahe von einem zu kurz geratenen Rückpass der Staader Innenverteidigerin auf Goalie Lang profitieren konnte. Ansonsten versuchten es die St. Gallerinnen mit Weitschüssen aus dem Mittelfeld durch Fehr und Bischof. Dem Tor am Nächsten kam Streule in der 43. Minute. Ihr Schuss wurde aber noch entscheidend abgelenkt. Danach passierte nichts mehr und beide Mannschaften gingen torlos in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff kam Staad etwas besser aus der Pause zurück und hatte bereits in der 48. Minute eine Grosschance. Wie schon in der ersten Halbzeit wurde ein Steilpass in die Schnittstelle der St. Galler Abwehr gespielt. Eine Staaderin konnte von der rechten Seite alleine auf das Tor von Studer losziehen. Der Abschluss landete aber neben dem Pfosten. Glück für die FCSG Frauen!

Die zweite Halbzeit spielte mehrheitlich im Mittelfeld. Durch das frühe Stören auf beiden Seiten, war das Spiel geprägt von vielen Fehlpässen. Beide Teams bekundeten Mühe im Spielaufbau. Ausser ein paar harten Zweikämpfen und den Auswechslungen war auf dem Kunstrasen des Bützels in Staad wenig los.

Als schon alle mit einem torlosen Derby rechneten, stellte sich St. Gallen in der 90. Minute äusserst ungeschickt an. Wieder ein Pass in die Tiefe konnte eine Staader Stürmerin kurz vor der Grundlinie erlaufen, als Iseli angestürmt kommt und diese im Sechszehner von den Beinen holt. Ein klarer Elfmeter, für den sich Sabrina Petriella nicht zwei Mal bitten lies und souverän zum 1:0 Endresultat verwertete. Damit sichert sie ihrem Team den direkten Ligaerhalt.

Einmalmehr ein ganz bitterer Abend für die Espenfrauen. Die Enttäuschung war danach auch spürbar gross. Zu gern hätte man einen Punkt mit in die Hauptstadt genommen. Damit verabschieden sich die Frauen des FC St.Gallen mit nur einem Punkt aus der Qualifikationsrunde der NLA.

Nun heisst es, sich schnell erholen und sich physisch wie auch mental optimal auf die bevorstehende Auf-/Abstiegsrunde gegen Yverdon, Aarau und Derendingen vorzubereiten. Der Spielplan wird in den kommenden Tagen vom SFV bekanntgegeben. Das erste Spiel wird am Samstag den 30.04.2016 um 18:00 Uhr in Aarau sein. Dann gilt es für die FCSG Frauen super ernst!

 

 

Tore: 90. Petriella 1:0 (Penalty)

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (72. Wirth), Bischof, Fehr (61.Schweer), Streule (70. Beerli), Stäbler

Aufstellung FC Staad: Lang, Horvat, Schindler, Brunner, Klotz, Thoma R., Trzaskowski (74. Petriella), Thoma A., Stilz, Sallmann, Bisquolm

Verwarnungen: 49. Egger (Ball wegschlagen), 90. Iseli (Foulspiel)

St. Gallen, 20.04.2016

 

Bericht: Patricia Gsell

NLA – Wieder nicht belohnt

Am heutigen Samstag stand das vorletzte Rückrundenspiel der Espenfrauen an. Es ging zu GC nach Zürich.

 

Die Grün Weissen zeigten schon beim Aufwärmen das sie heute von Beginn dagegenhalten wollten. Und so starteten die Espenfrauen sehr gut in die Partie, was wohl auch an der Systemumstellung von Trainer Naldi lag. Diesmal agierten die FCSG Frauen mit einem 4-1-4-1. Man wollte die schnellen Aussen immer wieder schicken und so mehr Druck nach vorne schaffen. Ausserdem sollte eine weitere defensiv agierende Mittelfeldspielerin der Abwehr mehr Stabilität geben.

Die St. Gallerinnen gingen von Beginn an gut zu Werke und so erspielten sie sich in der 5. Minute eine sehr gute Torchance. Nach einem weiten Einwurf von Rohner kann sich Bischof im Strafraum auf der linken Seite durchsetzen und schiebt den Ball auf die mitgelaufene Salaorni, diese schiesst den Ball gekonnt ins GC Tor rein. 1:0 für die FCSG Frauen. Endlich! Das erste Tor für die FCSG Frauen in diesem Jahr!

Bereits in der 9. Minuten hat Salaorni das 2:0 auf dem Fuss. Sie wird super in die Gasse geschickt und läuft alleine auf den Torwart von GC zu. Sie entscheidet sich den Goali zu umspielen, zögert einen Moment zu lange und die Chance ist vertan. Im Gegenzug kommt GC über die linke Seite und kann den Ball in den St. Galler Strafraum Flanken, dort steht am 2. Pfosten eine GC Stürmerin frei und kann den Ball unbedrängt einnetzen. Ausgleich 1:1. Sehr bitter für die St. Gallerinnen.

Dann beruhigt sich die Partie ein bisschen, GC hat mehr Ballbesitz aber die FCSG Frauen stehen gut in der Defensive und kämpfen um jeden Ball. In der 23. Minute spielt GC mal wieder einen langen hohen Ball über die rechte Seite, Caviezel kann den Ball mit dem Kopf nicht abwehren und in ihrem Rücken entwischt die GC Stürmerin. Diese läuft mit dem Ball auf Studer im St. Galler Tor zu, Studer kann den Tunnelversuch abwehren, doch beim Nachschuss ist sie machtlos. 2:1 für GC.

St. Gallen zeigt nach dem Gegentor Moral und kämpft weiter, macht weiter nach vorne Druck und zwingt die Abwehr von GC zu Fehlern. Sie üben auf die GC Abwehr so sehr Druck aus, dass es zu einem Missverständnis zwischen GC Verteidigerin und GC Goali kommt und der Rückpass nicht beim GC Goali landet, sondern im Tor von GC. Ausgleich durch ein Eigentor. 2:2.

Vor der Pause passiert dann nicht mehr all zu viel. Beide Mannschaften egalisieren sich und so geht es mit dem Remis in die Pause.

Nach der Pause machen die FCSG Frauen da weiter wo sie aufgehört haben. Sie sind bissig in den Zweikämpfen, verschieben geschickt und versuchen immer wieder die schnellen Aussen einzusetzen. GC beginnt das Tempo zu erhöhen und versucht durch robustere Spielweise den Espenfrauen den Schneid abzukaufen. Trainer Naldi bringt 3 neue Kräfte und versucht so noch einmal mehr Impulse nach vorne zu geben, denn heute könnte eine Überraschung drin liegen. GC steht hinten sehr wacklig auf den Beinen.

In der 80. Minute wird Beerli freigespielt und zieht mit viel Tempo alleine auf das Tor von GC. Eine Spielerin von GC läuft ihr nach und kann sie an einem kontrollierten Abschluss hindern, der Goali von GC kann den Schuss zum Corner klären. Schade. Die Grün Weissen hätten es verdient gehabt.

GC übernimmt dann in den letzten 10 Spielminuten das Zepter wieder und drückt die Gallusstädterinnen weit in die eigene Hälfte. Man merkt nun den Grün Weissen an, dass ihre Kräfte schwinden. In der 84. Minute passiert ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld und GC nutzt dies eiskalt aus. Eine Spielerin wird links steil geschickt, diese läuft bis zur Grundlinie und passt den Ball quer zu einer Mitspielerin und diese schiebt den Ball ins St. Galler Tor. 3:2 für GC. Danach geht bei den Grün Weissen nichts mehr und sie kassieren in der 86.Spielminute noch das 4:2. Wieder kommt GC über die linke Seite und kann eine Spielerin in die Gasse schicken, diese hat gegen Studer im 1:1 das Nachsehen, aber der Abpraller landet wieder bei einer anderen GC Spielerin und diese macht dann das 4:2. Knockout!

Kurze Zeit später ist das Spiel aus und die FCSG Frauen stehen mal wieder ohne Punkte da. Schade, sehr schade. Heute wäre mehr drin gewesen. Positiv stimmt, dass man sich sehr gute Torchance herausgespielt hat.

Die nächste Gelegenheit es wieder besser zu machen bietet sich den Espenfrauen bereits am kommenden Mittwoch, den 20.4.2016. Die FCSG Frauen sind dann zum letzten Rückrundenspiel um 20.00 Uhr beim FC Staad zu Gast. Derbytime!

 

Tore: 5. Salaorni 0:1; 9. Roscic (Kopftor) 1:1, 23. Müller 2:1, 31. Eigentor Glanzman 2:2; 84. Roscic 3:2; 87. Roscic 4:2.

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (70. Beerli), Bischof, Fehr (60.Schweer), Streule (46. Riesen), Stäbler

Aufstellung GC: Furrer, Wirthner, Glanzmann, Saxer (46.Brandenberger), Ermann (46.Marty), Walker, Roscic, Steinmann, Kalberer (63.Schneider), Berger, Müller

Verwarnungen: 70.Walker (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 16.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens