NLA – Wieder nicht belohnt

Am heutigen Samstag stand das vorletzte Rückrundenspiel der Espenfrauen an. Es ging zu GC nach Zürich.

 

Die Grün Weissen zeigten schon beim Aufwärmen das sie heute von Beginn dagegenhalten wollten. Und so starteten die Espenfrauen sehr gut in die Partie, was wohl auch an der Systemumstellung von Trainer Naldi lag. Diesmal agierten die FCSG Frauen mit einem 4-1-4-1. Man wollte die schnellen Aussen immer wieder schicken und so mehr Druck nach vorne schaffen. Ausserdem sollte eine weitere defensiv agierende Mittelfeldspielerin der Abwehr mehr Stabilität geben.

Die St. Gallerinnen gingen von Beginn an gut zu Werke und so erspielten sie sich in der 5. Minute eine sehr gute Torchance. Nach einem weiten Einwurf von Rohner kann sich Bischof im Strafraum auf der linken Seite durchsetzen und schiebt den Ball auf die mitgelaufene Salaorni, diese schiesst den Ball gekonnt ins GC Tor rein. 1:0 für die FCSG Frauen. Endlich! Das erste Tor für die FCSG Frauen in diesem Jahr!

Bereits in der 9. Minuten hat Salaorni das 2:0 auf dem Fuss. Sie wird super in die Gasse geschickt und läuft alleine auf den Torwart von GC zu. Sie entscheidet sich den Goali zu umspielen, zögert einen Moment zu lange und die Chance ist vertan. Im Gegenzug kommt GC über die linke Seite und kann den Ball in den St. Galler Strafraum Flanken, dort steht am 2. Pfosten eine GC Stürmerin frei und kann den Ball unbedrängt einnetzen. Ausgleich 1:1. Sehr bitter für die St. Gallerinnen.

Dann beruhigt sich die Partie ein bisschen, GC hat mehr Ballbesitz aber die FCSG Frauen stehen gut in der Defensive und kämpfen um jeden Ball. In der 23. Minute spielt GC mal wieder einen langen hohen Ball über die rechte Seite, Caviezel kann den Ball mit dem Kopf nicht abwehren und in ihrem Rücken entwischt die GC Stürmerin. Diese läuft mit dem Ball auf Studer im St. Galler Tor zu, Studer kann den Tunnelversuch abwehren, doch beim Nachschuss ist sie machtlos. 2:1 für GC.

St. Gallen zeigt nach dem Gegentor Moral und kämpft weiter, macht weiter nach vorne Druck und zwingt die Abwehr von GC zu Fehlern. Sie üben auf die GC Abwehr so sehr Druck aus, dass es zu einem Missverständnis zwischen GC Verteidigerin und GC Goali kommt und der Rückpass nicht beim GC Goali landet, sondern im Tor von GC. Ausgleich durch ein Eigentor. 2:2.

Vor der Pause passiert dann nicht mehr all zu viel. Beide Mannschaften egalisieren sich und so geht es mit dem Remis in die Pause.

Nach der Pause machen die FCSG Frauen da weiter wo sie aufgehört haben. Sie sind bissig in den Zweikämpfen, verschieben geschickt und versuchen immer wieder die schnellen Aussen einzusetzen. GC beginnt das Tempo zu erhöhen und versucht durch robustere Spielweise den Espenfrauen den Schneid abzukaufen. Trainer Naldi bringt 3 neue Kräfte und versucht so noch einmal mehr Impulse nach vorne zu geben, denn heute könnte eine Überraschung drin liegen. GC steht hinten sehr wacklig auf den Beinen.

In der 80. Minute wird Beerli freigespielt und zieht mit viel Tempo alleine auf das Tor von GC. Eine Spielerin von GC läuft ihr nach und kann sie an einem kontrollierten Abschluss hindern, der Goali von GC kann den Schuss zum Corner klären. Schade. Die Grün Weissen hätten es verdient gehabt.

GC übernimmt dann in den letzten 10 Spielminuten das Zepter wieder und drückt die Gallusstädterinnen weit in die eigene Hälfte. Man merkt nun den Grün Weissen an, dass ihre Kräfte schwinden. In der 84. Minute passiert ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld und GC nutzt dies eiskalt aus. Eine Spielerin wird links steil geschickt, diese läuft bis zur Grundlinie und passt den Ball quer zu einer Mitspielerin und diese schiebt den Ball ins St. Galler Tor. 3:2 für GC. Danach geht bei den Grün Weissen nichts mehr und sie kassieren in der 86.Spielminute noch das 4:2. Wieder kommt GC über die linke Seite und kann eine Spielerin in die Gasse schicken, diese hat gegen Studer im 1:1 das Nachsehen, aber der Abpraller landet wieder bei einer anderen GC Spielerin und diese macht dann das 4:2. Knockout!

Kurze Zeit später ist das Spiel aus und die FCSG Frauen stehen mal wieder ohne Punkte da. Schade, sehr schade. Heute wäre mehr drin gewesen. Positiv stimmt, dass man sich sehr gute Torchance herausgespielt hat.

Die nächste Gelegenheit es wieder besser zu machen bietet sich den Espenfrauen bereits am kommenden Mittwoch, den 20.4.2016. Die FCSG Frauen sind dann zum letzten Rückrundenspiel um 20.00 Uhr beim FC Staad zu Gast. Derbytime!

 

Tore: 5. Salaorni 0:1; 9. Roscic (Kopftor) 1:1, 23. Müller 2:1, 31. Eigentor Glanzman 2:2; 84. Roscic 3:2; 87. Roscic 4:2.

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Rohner, Caviezel, Iselin, Baumann, Egger, Salaorni (70. Beerli), Bischof, Fehr (60.Schweer), Streule (46. Riesen), Stäbler

Aufstellung GC: Furrer, Wirthner, Glanzmann, Saxer (46.Brandenberger), Ermann (46.Marty), Walker, Roscic, Steinmann, Kalberer (63.Schneider), Berger, Müller

Verwarnungen: 70.Walker (grobes Foulspiel)

St. Gallen, 16.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

NLA – 1.Halbzeit Hui, 2. Halbzeit Pfui

An diesem Freitag hatten die FCSG Frauen das Team aus Basel zu Gast, gespielt wurde auf dem Rasenplatz im Espenmoos.

 

Das Team um Beat Naldi hatte sich viel vorgenommen. So wollte man den FC Basel etwas ärgern und von Beginn an bissig in die Zweikämpfe gehen, lauffreudig sein, kompakt als Mannschaft immer wieder gut verschieben und dann bei Balleroberung schnell über die Aussen spielen. Die Espenfrauen setzten das auch von der ersten Minute um, sodass Basel sich enorm schwer tat gegen die sehr gut organisiert agierenden Grün Weissen. Denn Basel fand kein Mittel um mal richtig gefährlich vor das Tor von Studer zu gelangen. Je länger die erste Halbzeit dauerte desto mutiger wurden auch die FCSG Frauen. Zwar wurde bei Balleroberung nicht immer der klügste Pass gespielt, aber dennoch konnten sie sich gut gegen den klaren Favorit aus Basel behaupten und zeigten auch im spielerischen Bereich eine Leistungssteigerung. Die FCSG Frauen hätten sogar mit einer 1:0 Führung in die Halbzeitpause gehen müssen. Schweer konnte sich auf der linken Strafraumhälfte gegen 2 Baslerinnen durchsetzen und war nur noch durch ein Foul zu stoppen. Den Freistoss führte sie selbst aus, diesen zog sie lang auf den 2. Pfosten wo er von einer Basler Spielerin nicht gut geklärt wurden konnte, der Abpraller landet genau vor den Füssen von Salaorni doch diese drosch den Ball aus 5 Metern nicht in die Maschen sondern über das Tor! Schade, die FCSG hätten sich diese Führung mehr als verdient gehabt.

So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nach der Pause waren die Spielerinnen vom FCSG irgendwie von der Rolle. Basel machte vom Anpfiff weg sehr viel Druck und die Grün Weissen bekamen den Ball nicht mehr aus der Gefahrenzone. Man stand nicht mehr eng an den Gegenspielerinnen dran und auch die notwendige Aggressivität in den Zweikämpfen wurde vermisst. Dann in der 51. Minute greift eine Abwehrspielerin vom FCSG ungeschickt an und Stein vom FC Basel nutzt dies aus und lässt sich theatralisch fallen. Der Schiedsrichter, aus dem Tessin angereist, fällt auf das Schauspiel herein und pfeift Freistoss für Basel, ca. 20 Meter vor dem St.Galler Tor. Rosler lässt sich nicht 2x bitten und versenkt den Freistoss unhaltbar im FCSG Tor. 0:1 für den FC Basel. Wieder müssen die Espenfrauen eine bittere Pille schlucken.

Nach diesem unglücklichen Gegentor versuchen sich die St.Gallerinnen nochmals aufzurappeln und gehen wieder aggressiver zu Werke. Allerdings erhalten ihre Bemühungen in der 68. Minute einen weiteren Dämpfer. Hier kann Szarvas mit dem Ball von der Mittellinie loslaufen und ca. 35 Meter vor dem St.Galler Tor ihren Schuss völlig unbedrängt absetzen. Dieser schlägt wie ein Strich links oben im Gehäuse des FCSG ein. Unhaltbar und ein Sonntagsschuss! 0:2 für den FC Basel. Danach merkt man, das bei den Espenfrauen die Luft raus ist. Sie brauchen ein paar Minuten um sich wieder zu fangen. Doch der FC Basel macht weiter Druck, kann aber die Unkonzentriertheit bei den Grün Weissen nicht nutzen und so bleibt es vorerst beim 0:2!

Danach wird die Partie etwas ruppiger, aber viel passiert nicht mehr. Die Espenfrauen wollen zwar noch den Anschlusstreffer erzielen, können aber nicht mehr zulegen und die Frauen des FC Basel hätten noch die ein oder andere Chance zum 0:3 gehabt, scheiterten aber am eigenen Unvermögen. So blieb es nach 90 Minuten beim 0:2 für den FC Basel.

Schade ist, das die Gallusstädterinnen die sehr gute Leistung aus der ersten Hälfte nicht auch in der zweiten Hälfte zeigen konnten. Hier gibt es noch Optimierungspotential, dennoch macht die erste Halbzeit Mut für die weiteren Partien.

Aufgrund einer Länderspielpause ruht die Meisterschaft in der NLA wieder für rund 2 Wochen. Die Verantwortlichen vom FCSG und die Spielerinnen werden diese Zeit nutzen, um viele Trainingseinheiten zu absolvieren, damit man für das nächste Meisterschaftsspiel gut vorbereitet ist.

Das nächste Meisterschaftsspiel findet dann am Samstag, den 16. April in Zürich bei GC statt. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

 

Tore: 51. Rosler 0:1; 68. Szarvas 0:2;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Streule (88. Alfaré), Egger, Iseli, Rohner, Beerli, Bischof,Fehr, Riesen, Schweer (73. Wirth), Salaorni

Aufstellung YB Bern: Szöcs, Seljimi, Schürmann, Huber, Liebhart (82. Schlips), Stein (71. Buser), Rosler, Szarvas, Thomas, Aigbogun, Bangerter

Verwarnungen: 67. Fehr (grobes Foulspiel)

 

St. Gallen, 01.04.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

NLA – Schlechtestes Saisonspiel

Satz mit X das war wohl nix.

Die Gallusstädterinnen reisten an diesem Mittwoch nach Bern. Eigentlich dachte man, dass man gegen einen Gegner antreten würde, der auf Augenhöhe war. Doch nach 4 Spielminuten war dieser Gedanke schon wieder Vergangenheit. Denn da stand es schon 1:0 für YB. Die Grün Weissen wurden von Beginn an kräftig unter Druck gesetzt und mit dem starken Pressing kamen die Espenfrauen einfach nicht zurecht. Sie waren weder mit dem Kopf noch mit dem Körper auf dem Platz und YB machte sich das zu Nutze. YB agierte spritziger, frecher, lauffreudiger, zweikampfstärker und vorallem auch viel ballsicherer. Die St.Gallerinnen bekamen das Spiel überhaupt nicht in den Griff und liefen den YB Spielerinnen nur hinter her.

Zudem kam noch hinzu das man durch 2 frühe Wechsel, bedingt durch Verletzungen, 2 Stammspielerin verlor. Mit dem 0:1 ging es in die Halbzeitpause und die Grün Weissen waren damit noch gut bedient.

In den 2. 45 Minuten wollten die FCSG-Frauen nochmals alles geben. Diesmal standen sie vom Anpfiff weg wesentlich besser, waren auch lauffreudig, vor allem nahmen sie die Zweikämpfe an und waren mit dem Kopf auf dem Platz. Dennoch war gegen YB heute kein Kraut gewachsen. In der 58. Spielminute wurde der Ball von YB weit in Richtung rechte Eckfahne gespielt, die Abwehr von den Grün Weissen wurde überlaufen und eine YB Spielerin spielte den Ball scharf in die Mitte des 16ers und dort konnte die YB Stürmerin den Ball verwerten. 2:0 für YB.

Nun gingen die Köpfe der Espenfrauen wieder nach unten. Nach ein paar Minuten fangten sich die Gallusstädterinnen wieder und probierten nochmals sich gegen diese Niederlage zu wehren, allerdings erwies sich dies als Strohfeuer. Heute ging einfach gar nichts zusammen, sogar die einfachsten Dinge wollten nicht gelingen.

So war das 3:0 in der 83. Minute die logische Konsequenz. YB konnte sich wieder auf der rechten Seite durchsetzen und brachte den Ball gefährlich in den 5er rein, dort spitzelte wieder eine YB Stürmerin den Ball über die Linie.

Zu guter Letzt erzielte YB noch das 4:0 nach einem unnötigen Ballverlust der GrünWeissen an der Mittellinie. YB schaltete blitzschnell um und so lief eine YB Spielerin alleine auf Studer zu und schob den Ball links unten ins Eck.

Nach dem Spiel war die Enttäuschung über die schlechteste Saisonleistung gross. Bleibt zu hoffen, das die Spielerinnen und das Trainerteam über die Osterfeiertage die Köpfe wieder frei bekommen und vorallem diese deftige und klare Niederlage verarbeiten können.

Die nächste Meisterschaftsrunde findet dann am Freitag, den 1. April statt. Die Grün Weissen empfangen dann zum Heimspiel den FC Basel. Anpfiff ist um 20.00 Uhr.

Tore: 4. Erne 1:0; 58. Calligaris 2:0; 83. Calligaris 3:0; 89. Ismaili 4:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (37. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Beerli, Bischof,Fehr(15. Wirth), Streule, Schweer, Salaorni (67. Alfaré)

Aufstellung YB Bern: Oehrli, Abbühl, Schmid, Fasel (55. Ziswiler), Gillmann, Erne (52. Imhof), Widmer, Calligaris, Hamidi, Mehmeti (49. Abdyli)

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 23.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

Foto: Doris Studer

Vorübergehend verbannt (Tagblatt Online: 22. März 2016)

St. Gallens Frauen, Tabellenletzte in der NLA, verlieren gegen den Leader FC Zürich 0:4.

Torhüterin Patricia Gsell, bei St. Gallen eigentlich die Nummer eins, kommt nicht zum Einsatz.

BENI BRUGGMANN

FUSSBALL. «Ich würde gerne spielen.» Vier Worte, ein Herzenswunsch. Patricia Gsell spricht sie vor dem Spiel gegen den FC Zürich aus. Die 26jährige Torhüterin des FC St. Gallen hat als Juniorin bei Schöftland begonnen und dann bei Luwin, heute Luzern, einen Meistertitel und einen Cupsieg erlebt. In den folgenden vier Jahren bei den Grasshoppers feierte sie nochmals einen Cupsieg. Nun hütet sie schon seit fünf Jahren das Tor von St. Gallen. Eigentlich ist sie die Nummer eins.

Die Geschichte beginnt im Dezember 2015. Verantwortliche, Trainer und Torhüterinnen beraten. Nicole Studer, ein Goalietalent, sitzt beim FC Zürich auf der Bank. Sie sucht Spielpraxis beim FC St. Gallen. Die Ostschweizerinnen hätten mit ihren mageren acht Plustoren eher eine treffsichere Stürmerin gebraucht. Aber alle kommen zur Einsicht: «Studer kann uns für diese Saisonhälfte helfen.»

Die Chemie stimmt

So bereiten sich denn Studer, das Talent, und Gsell, die Nummer eins, an diesem Samstagnachmittag im Gründenmoos gemeinsam auf das Spiel gegen Zürich vor. Gsell schiebt den Ball flach aufs Tor, schiesst hoch und flankt von der Seite. Studer hechtet, fängt und faustet. Das Einlaufen verläuft perfekt. «Die Chemie zwischen uns beiden stimmt», sagt Gsell. Nach dem Einlaufen trennen sich die Wege: Studer geht ins geliebte Tor, Gsell auf die verhasste Bank. «Ich würde gerne spielen.» Die verbannte Nummer eins spricht die vier Worte in diesem Moment nicht aus. Aber es gibt auch eine Körpersprache.

Im Spiel beweist Studer ihr Talent. Die Niederlage kann sie aber auch nicht verhindern, Zürich ist die bessere Mannschaft und gewinnt 4:0. «Wir haben defensiv gut gespielt, am Schluss aber hat die Konzentration nachgelassen», sagt sie. Die letzten beiden Tore fallen nach der 80. Minute. St. Gallen ist für die in Embrach wohnende Zürcherin nicht nur geographisch die beste Lösung: «Ich fühle mich hier wohl.» Trainer Beat Naldi charakterisiert sie so: «Ruhig. Strahlt Sicherheit aus. Stark mit dem Fuss. Kommt auch aus dem Tor heraus.» Von Ersatztorhüterin Gsell, die während des Spiels neben ihm auf der Bank sitzt, sagt er: «Sie ist einsatzfreudig, gibt alles, kann motivieren.»

Naldi und Gsell gehörten schon bei Luwin zum gleichen Team. Die Spielerin hat sich vor einem Jahr stark dafür eingesetzt, dass ihr früherer Trainer nach St. Gallen wechselt. Obwohl sie heute mit der Verbannung auf die Bank enttäuscht sein müsste, sagt sie: «Naldi liebt und lebt den Fussball leidenschaftlich. Wir alle wünschen ihm ein Erfolgserlebnis.»

Gsell bleibt St. Gallen treu

Gsell ist in Hirschthal, einer kleinen Gemeinde im unteren Suhrental, ein paar Kilometer von Aarau entfernt, aufgewachsen. An der United School of Sports in Zürich wurde sie während ihrer Zeit bei den Grasshoppers als Kauffrau ausgebildet. Heute arbeitet sie in der Personalabteilung der ETH Zürich und pendelt zwischen Zürich und St. Gallen. Hier wohnt sie. «St. Gallen ist nicht nur super zum Wohnen, sondern auch eine fussballverrückte Region», so Gsell. Hier will sie bleiben. Studer wird St. Gallen auf absehbare Zeit wieder verlassen. «Ich bleibe in jedem Fall», sagt Gsell. Sie wird wieder die Nummer eins im Tor. Dann muss sie nicht mehr sagen: «Ich würde gerne spielen.»

 

Patricia Gsell (rechts), die abgelöste Nummer eins, wärmt sich vor dem Spiel mit Nicole Studer auf.(Bild: Ralph Ribi)

NLA – FCZ eine Klasse besser

Die Grün Weissen hatten an diesem Samstag keinen geringeren als den souveränen Tabellenführer aus Zürich zu Gast. Die Taktik war klar, so lange wie möglich kein Gegentor zulassen und bei Balleroberung schnell umschalten und selber versuchen ein Tor zu erzielen.

Diese Taktik ging die ersten 30 Minuten auch sehr gut auf. Der FCZ machte das Spiel und zeigte ein gutes Passspiel doch die FCSG Frauen stemmten sich mit allem dagegen was sie aufzubieten hatten. Sie zeigten eine hohe Laufbereitschaft, kämpften um jeden Ball,verschoben geschickt und machten so die Räume sehr eng. Ausserdem konnten sie das eine oder andere Mal nach Balleroberung schnell nach vorne spielen. Bei einer dieser Möglichkeiten konnte Streule nur noch durch ein Foul am Strafraum gestoppt werden. Den Freistoss schoss Stäbler, beim Schuss wehrte eine Zürcher Spielerin den Ball mit der Hand ab, aber leider blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

In der 31. Spielminute tritt der FCZ einen Eckball von der linken Seite. Der hoch in den 16er geschossene Ball findet auf Höhe des 2. Pfostens den Kopf von Keller. Die Kopfvorlage kann dann wiederum freistehend von Ramseier verwertet werden.

0:1 für den FC Zürich. Bitter, dass das Gegentor wieder durch einen Standard gefallen ist. Hier sollte eigentlich eine klare Zuteilung stattfinden.

Danach drückte der FCZ immer mehr und die FCSG Frauen versuchten weiter alles um das zweite Gegentor zu verhindern. Dennoch gelang es Zürich noch vor der Halbzeit auf 0:2 zu erhöhen. Abermals ein Standard. Diesmal ein Freistoss auf der rechten Seite, Höhe 16er. Dieser wird kurz gespielt und die Flanke auf den 2. Pfosten gezogen. Dort kann wiederum eine Spielerin vom FCZ unbedrängt köpfen, Studer im Tor reagiert glänzend und wehrt diesen ab, jedoch steht eine Spielerin des FCZ goldrichtig und legt der mitgelaufenen Mitspielerin auf Höhe Fünfer auf. Diese muss den Ball nur noch einschieben. 0:2 für den FCZ.

Bei diesem Standard hat leider die gesamten Mannschaft der Grün Weissen geschlafen und das bestraft der FCZ natürlich sofort.

Nach dem Pausentee nahm der FCZ das Zepter des Spiels wieder in die Hand. Die Gallusstädterinnen versuchten wieder mit viel Laufbereitschaft, Kampfgeist und Leidenschaft dem FCZ weg vom eigenen Tor zu halten.

 

Die Zürcherinnen nahmen ein bisschen das Tempo aus dem Spiel, so kam der FCSG doch zu einigen Chancen. So setze sich Schweer nach einem Einwurf auf der rechten Seite geschickt im Strafraum vom FCZ durch und legte den Ball zu Salaorni ab, der Schuss von Salaorni ging knapp am Tor vorbei. Eine andere grosse Chance bot sich Schweer in der 60. Minute. Als ein Missverständnis in der FCZ Abwehr ihr den Ball quasi vor die Füsse spielte. Schweer versuchte den Heber über Friedli, verfehlte aber leider das Tor. Eine weitere sehr gute Chance hätte sich Beerli ergeben, sie wäre alleine mit dem Ball in Richtung Zürchertor gelaufen, wenn der Linienrichter, nicht die Fahnen gehoben hätte. Dabei war sie mind.einen Meter hinter ihrer Gegenspielerin gestartet. Auf der Trainerbank und auf der Tribüne war die Aufregung und das Unverständnis über diese absolute Fehlentscheidung gross!

Danach machte der FCZ dann nochmals Tempo und man merkte, das die Kräfte bei den Grün Weissen schwanden, zum Glück hatte man noch Studer im Tor. Diese zeigte gegen ihre Exmitspielerinnen eine tolle Leistung und konnte mehrmals in Extremis mit Glanzparaden retten. Leider war auch sie in der 80. Minute machtlos. Eine FCZ Spielerin lief alleine auf Studer zu, den Schuss konnte sie noch parieren, doch der Abpraller landete bei einer weiteren FCZ Spielerin und diese köpfte den Ball ins leere Tor.

Weitere drei Minuten später setzte dann Willi auf Seiten des FCZ den Schlusspunkt. Sie war Nutzniesser eines Missverständnisses von Streule und Schweer und konnte den Ball platziert in das linke untere Eck einschieben. Studer war chancenlos.

Somit stand es nach 90 Minuten 0:4 für den FC Zürich. Aus Sicht der St.Gallerinnen war das ein sehr bitterer Abend. Wieder hatte man viel investiert, gekämpft, war viel gelaufen und hatte auch die ein oder andere Torchancen gehabt.

Für das nächste Meisterschaftsspiel müssen die St.Gallerinnen unter der Woche die weite Fahrt nach Bern antreten. Dort spielt man am kommenden Mittwoch, den 23.03.2016 gegen die Young Boys Bern. Anpfiff ist dort um 19.30 Uhr.

 

Tore: 31. Ramseier 0:1; 43. Keller 0:2; 80. Deplazes 0:3; 83. Willi 0:4

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler (84. Baumann), Egger, Iseli, Rohner, Riesen (46. Beerli), Bischof (70. Wirth),Fehr, Streule, Schweer, Salaorni

Aufstellung FC Zürich: Friedli, Bernet, Aloi, Fischer, Stierli (66. Lienhard), Keller, Duncan (47. Gut), Ramseier, Terchoun (47. Mauron), Deplazes, Willi

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 19.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

 

U19 – Derbyniederlage

Im ersten von drei Derbys in dieser Rückrunde verlor der FC St. Gallen am Sonntag auswärts in Staad mit 2:0 (2:0).
Nachdem die Meisterschaft bereits letzten Samstag hätte losgehen sollen, das Spiel jedoch dem Wintereinbruch zum Opfer fiel, startete die Meisterschaft gerade mit dem Derby.
Man hat sich einiges vorgenommen, so ging doch das letzte Derby in der Vorrunde knapp und unglücklich verloren.
Dafür wollte man sich revanchieren.
Irgendwie schien die Mannschaft noch nicht ganz angekommen, schon  nach drei Minuten zappelte das runde Leder im Netz der Espinnen, ein zu kurz geratener Rückpass wurde zur Vorlage fürs Heimteam.
Leider rüttelte dieser frühe Gegentreffer die Mannschaft auch nicht wach – man stand ständig viel zu weit vom Gegner weg, spielte sehr ungenaue Pässe und konnte so überhaupt keinen Spielaufbau betreiben.
Nach 17 Minuten musste Tatjana Cataldo bereits zum zweiten Mal hinter sich greifen – den Staaderinnen wurde viel zu viel Platz gelassen, niemand fühlte sich für die ballführende Spielerin zuständig.
Nach diesem Gegentreffer versuchte man, etwas besser dagegenzuhalten, was auch gelang. Aber es blieb weiterhin einfach beim ‚Dagegenhalten‘,  konstruktiv fürs Spiel wurde nichts getan.
Nach dem Seitenwechsel galt es, sich noch einmal zu fangen. Mit einem frühen Anschlusstreffer hätte man Staad nochmals in Bedrängnis bringen können.
Amy Walliser hatte in der 53. Minute die Möglichkeit dazu, sah sich dann aber im 1:1 gegen die Torhüterin als Verliererin. Der darausfolgende Eckball wurde auch zu einer Möglichkeit, der Ball landete jedoch über dem Tor. Die Mannschaft steigerte sich zwar, aber das Spiel plätscherte dahin – das Niveau beider Teams war alles andere als berauschend, und so kam auch nie die richtige Derbystimmung auf.
Bleibt zu hoffen, dass die St. Gallerinnen nun ihren schlechten Tag der Saison eingezogen haben.
Es muss eine deutliche Leistungssteigerung her, will man in den nächsten Spielen punkten.
Über Ostern reist die Mannschaft nach Riva del Garda ins Trainingslager, das nächste Meisterschaftsspiel findet demnach erst am 3. April gegen Derendingen / Solothurn statt. Anpfiff wird um 12 Uhr im Espenmoos sein.

FC Staad – FC St. Gallen 2:0 (2:0)
3. Min. 1:0
17. Min. 2:0

FC St. Gallen:
Tatjana Cataldo, Sina Wirth (55. Min. Janina Dietsche), Lina Caviezel, Ivana Ferramosca, Michelle Wohlwend (46. Min. Nazmiye Özcan), Vanessa Alfarè, Bettina Grob, Debora Musa, Maurine Gübeli (46. Min. Sarah Wittwen), Amy Walliser (67. Min. Anita Hasler), Vera Staub

Verwarnungen:
57. Min. Sarah Wittwen

NLA – Nichts zu holen in Luzern

Die Grün- Weissen mussten an diesem grauen Sonntag nach Luzern reisen. Der FC Luzern als Dritter der Tabelle mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von 28:10 war der klare Favorit.

Und so begann die sehr ungleiche Partie. Der FC Luzern war von der ersten Minute an die spielerisch bessere Mannschaft und versuchte nach Ballverlust die Spielerinnen des FCSG sofort unter Druck zu setzen. Aber die Espenfrauen standen kompakt, verschoben sehr gut im Kollektiv und zeigten die notwendige Bissigkeit im Zweikampf. Sie versuchten bei Balleroberung sofort die schnellen Spitzen vorne einzusetzen.

Man merkte, das sich der FC Luzern sehr schwer gegen die vielbeinige Abwehr der Gallusstädterinnen tat. Nach mehr als einer halben Stunde stand es immer noch 0:0 und bei den Spielerinnen des FC Luzern machte sich schon Unmut breit. Die Grün-Weissen zogen ihr Spiel weiter durch und konnten so im Kollektiv die Angriffe der Luzernerinnen gut abfangen. Und falls es mal richtig brenzlig wurde, entschärfte Studer im St.Galler Tor die eine oder andere gefährliche Situation sehr souverän.

Die Espenfrauen hatten nicht allzuviel vom Spiel, denn sie agierten nach Balleroberung zu ungenau und teilweise sehr hektisch, sodass ein gut durchdachtes Passspiel nicht zu Stande kam. Akzente nach vorne wurden leider auch nicht gesetzt, aber man wollte ja solange wie möglich das 0:0 halten. Und das gelang in der ersten Halbzeit sehr gut. Und so gingen die FCSG Spielerinnen zufrieden in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel merkte man sofort, das Luzern den Druck noch mehr erhöhte. Sie wollten nun unbedingt das erste Tor schiessen. In der 55. Minute klärte Rohner zum Eckball. Dieser Eckball wurde weit in den 16er geschlagen, Studer kam aus ihrem Tor heraus und wurde beim Fangen des Balles von einer Gegenspielerin behindert. Der Ball landet vor den Füssen von Stapelfeldt und diese haute den Ball in die Maschen. 1:0 für den FC Luzern. Wiederum sehr bitter für die Grün-Weissen, das sie ausgerechnet durch einen Standard das Gegentor kassierten.

Nun galt es für die Espenfrauen den Kopf hoch zu nehmen und weiter im Kollektiv zu agieren und kompakt zu stehen. Der FC Luzern nahm ein bisschen das Tempo nach dem Führungstreffer raus und die Grün-Weissen trauten sich auch wieder mehr zu, wurden aber dennoch nie gefährlich vor dem Tor des FC Luzern.

So spielte der FC Luzern weiter kontrolliert nach vorne und die Espenfrauen verteidigten. Das ging bis zur 85. Minute so, dann kam nochmals ein bisschen Schwung in die Partie und etwas Hektik in der Hälfte des FC Luzern. Die Frauen des FCSG versuchten nochmals sich gegen die Niederlage zu stemmen und warfen alles nach vorne, aber leider kam hier nichts zählbares heraus. Luzern kam nochmals zu einer 100%-gen Torchance, doch Studer machte diese im 1:1 gegen Stapelfeldt zu Nichte.

So blieb es nach 90. Minuten beim 1:0 für den FC Luzern. Die Frauen des FCSG hätten sehr gerne einen Punkte aus Luzern mitgenommen, aber leider war heute nicht mehr drin. Dennoch funktionierte die Defensivarbeit sehr gut und das stimmt positiv, denn am kommenden Samstag, den 19. März spielt man zu Hause gegen kein geringeren als den FC Zürich und auch da wird gute bis sehr gute Defensivarbeit gefragt sein. Anpfiff ist um 17.00 Uhr.

Tor: 55. Stapelfeldt, 1:0;

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Egger, Iseli, Rohner, Riesen, Bischof, Fehr, Beerli (76. Baumann), Salaorni (78. Keller), Streule (88.Wirth)

Aufstellung FC Luzern:Böni, Sager, Graf, Eklig, Bühler, Pulver (83.Cavicchia), Lourenco, Scodeller (90. Blättler), Stapelfeldt, Remund, Hashani (46.Trajkovska).

Verwarnungen: Keine.

St. Gallen, 13.03.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

 

NLA – Viele Torchancen erspielt, keine genutzt

Die Grün- Weissen fuhren mit viel Selbstvertrauen nach Lugano. Man wollte an die sehr gute Leistung gegen Yverdon anknüpfen und man hatte vom Hinspiel, dass unglücklich verloren ging noch etwas gut zu machen.

Und so begannen die Espenfrauen auch mit viel Druck auf Lugano und hatten schon nach zwei Minuten den ersten Eckball. St.Gallen war spielbestimmend und Lugano zog sich zurück und verlegte sich aufs Kontern. In der 8. Minute eroberte Lugano im Mittelfeld den Ball schaltete schnell um und schickte ihre linke Aussenverteidigerin in die Tiefe. Diese drang in den Strafraum ein, konnte ungehindert eine scharfe Flanke nach innen spielen und dort stand die Stürmerin von Lugano. Diese schob den Ball völlig freistehend in das St.Galler Gehäuse. Ein äusserst dummes Gegentor. Nun musste man wieder mal einem Rückstand hinterlaufen. Die Grün Weissen waren nur kurz von der Rolle, dann begannen sie wieder ihr Passspiel aufzuziehen und zeigten wieder mal eine grosse Lauf-und Kampfbereitschaft.Sie erspielten sich ein ums andere Mal eine gute Einschussmöglichkeit, so wurde Beerli rechts in die Tiefe geschickt, flankte nach innen. Schweer nahm den Ball Volley, traf ihn aber nicht voll, so das dieser über das Tor ging. Eine weitere hochkarätige Chance bot sich Beerli in der 30. Minute, sie wurde abermals vom Mittelfeld wunderbar freigespielt und lief mit dem Ball alleine

Richtung Tor. Hier hatte sie 2 Möglichkeiten, entweder selber schiessen oder die mitgelaufene Schweer in der Mitte anspielen. Beerli schoss selbst und der Torwart konnte den strammen Schuss abwehren und klärte zum Corner. Der Corner brachte auch nochmals eine gute Torchance, zunächst konnte Lugano diesen klären, aber St.Gallen setzte nach und spielte Riesen auf der linke Seite im 16-er frei, doch der Schuss von Riesen wurde abermals von der Torfrau von Lugano abgewehrt. So ging

es die ganze erste Halbzeit, St.Gallen war klar spielbestimmend, investierte unglaublich viel, konnte aber die gut rausgespielten Chancen leider nicht nutzen. So ging es mit einem 1:0 für Lugano in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Grün Weissen dort weiter machen wo sie aufgehört hatten. Sich weiter Chancen erspielen und den langersehnten Treffer erzielen. Lugano änderte die Taktik, sie standen nun höher, was dem St.Gallerspiel entgegen kam, denn so konnte man gut die Aussenspielerinnen einsetzen. Dies taten die Gallusstädterinnen dann auch wieder. Auch in der 2. Halbzeit waren sie die klar spielbestimmende und bessere Mannschaft, einzig die Chancenauswertung liess die Trainer und Ergänzungsspieler an der Seitenlinie verzweifeln. Schweer wurde einmal sehr gut in der Centerspur angespielt, lief in Richtung Tor, doch leider verstolperte sie den Ball kurz bevor sie schiessen wollte, so das der Torwart diesen entspannt mit den Händen aufnehmen konnte. Eine nächste Gelegenheit bot sich abermals Beerli als sie diesmal auf der linken

Seite in den Strafraum mit dem Ball eindrang. Dort suchte sie nicht selber den Abschluss, sondern passte nach innen, leider fand der Ball aber nur eine Abnehmerin auf Seiten Luganos. Und so war auch diese Chance vertan. Eine alte Fussballerweisheit sagt: Wenn du sie vorne nicht reinmachst dann bekommst du sie selber hinten rein.

Lugano spielte in der 68.Minute einen weiten Ball vom Mittelfeld in die linke vordere Spielhälfte und die Stürmerin von Lugano nahm Mass und hämmerte den Ball volley aus ca. 18 Meter unhaltbar in das St.Galler Tor. Ein Sonntagsschuss. 2:0 für Lugano. Der erste Schuss überhaupt aufs St.Galler Gehäuse in der 2. Halbzeit. Unglaublich. Nun waren die Espenfrauen geschockt und liessen die Köpfe hängen. St.Gallen brauchte ein paar Minuten um sich wieder aus der Schockstarre zu lösen, doch dann setzten sie nochmals zu einer Schlussoffensive an. Sie mobilisierten nochmals alle Kräfte und kamen noch zu 3 Standarts, doch leider wurden diese entweder von Lugano abgewehrt oder man setzte den Ball neben das gegnerische Tor. Lugano fuhr genau noch einen Konter, in der 92. Minute, und markierte dort das 3:0. Danach war das Spiel aus.

 

Einfach bitter. Die Grün Weissen investierten unglaublich viel in dieses Spiel, waren klar die bessere Mannschaft, aber liessen einfach die vielen Chancen ungenutzt. Lugano bestrafte dies mit einer eiskalten Effizienz. 3 Torchancen, 3 Tore. So bleibt zu hoffen, das sich die Espenfrauen in der nun kommenden 2-wöchigen Spielpause wieder aufrappeln, den Kopf hoch nehmen und weiter an sich arbeiten. Diesen Unterbruch der Meisterschaft werden die Grün Weissen mit vielen Trainingseinheiten und 2 Testspielen füllen.

Das nächste Meisterschaftsspiel findet dann am Sonntag, den 13. März auswärts beim FC Luzern statt. Anpfiff ist dort um 14.00 Uhr.

Tore: 8. Doll, 1:0; 68. Gelmetti, 2:0; 90+2. Doll, 3:0

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Egger, Iseli, Rohner, Riesen, Bischof, Fehr, Salaorni, Beerli, Schweer

Aufstellung FF Lugano 1976: Piazza, Tagini, Emini, Prandi, Roncoroni, Canone,

Luccini, Doll, Sanchez, Gelmetti, Krsteva (55.Pedetti)

Verwarnungen: 52. Tagini, Unsportlichkeit

 

St. Gallen, 21.02.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

Bild: Doris Studer

NLA – Verdienter erster Punkt

Nach einer langen und intensiven Vorbereitung freuten sich die Frauen des FCSG auf den Start der Rückrunde. Am heutigen Heimspiel hatten sie ein klares Ziel: sie wollten die 1:5 Hinspiel-Niederlage gegen den FC Yverdon Feminin wettmachen und die ersten 3 Punkte holen. Dass dies nicht einfach werden würde und alle an ihre Grenzen gehen müssen war allen klar.

Die Grün-Weissen diktierten das Spiel von Beginn an. Sie legten los wie die Feuerwehr. Die St. Galler Frauen waren bissig in den Zweikämpfen und eroberten dadurch oft den Ball. Sie versuchten mit einem schnellen Kurzpassspiel die Abwehr von Yverdon auszuhebeln. Die schnellen Aussenspielerinnen Beerli und Riesen konnten sich das eine oder andere Mal durch einen weiten Ball geschickt in Szene setzen. Yverdon hingegen stand tief in der Defensive und war durch schnelle Konter gefährlich.

 

In der 24. Minute der erste Eckball für die FCSG Frauen. Getreten von Fehr kam der Ball gut in den Strafraum, Stäbler stand am 2. Pfosten bereit, wurde aber im letzten Moment von einer Gegenspielerin am Kopfball gehindert. In der 30. Minute dann ein Angriff der Grün-Weissen über die linke Seite. Salaorni wird steil geschickt, erläuft sich den Ball, dringt in den 16er ein und kommt zum Abschluss. Der Flachschuss (nicht ganz klar ob Flanke oder Torschuss) geht an Freund und Feind sowie am Tor ganz knapp vorbei. Auch die in der Mitte mitgelaufene Schweer verpasst den Ball knapp. Schade, hier hätte das 1:0 fallen können, vielleicht sogar müssen. Auch der Eckball in der letzten Viertelstunde vor Ende der Halbzeit wurde von Fehr gut in den Strafraum gebracht, jedoch verfehlten ihn die Grün-Weissen gleich mehrfach. Yverdon konnte sich kurz vor der Pause aus der St. Galler Umklammerung lösen und wurde etwas gefährlicher. Trotzdem ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause.

 

Die FCSG Frauen brauchten nach Wiederanpfiff etwas länger um auch gedanklich wieder auf dem Platz zu sein. Nun waren es die Frauen aus Yverdon die die Zweikämpfe suchten, den Ball eroberten und schnell nach vorne spielten. Rund 15 Minuten später waren auch die St. Gallerinnen wieder im Spiel. Die Partie war sehr ausgeglichen, wobei die Grün-Weissen wesentlich mehr Aufwand betrieben, sie wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Leider machten sie sich das Leben aber oft selbst schwer in dem sie leichtsinnig den Ball im Zweikampf verloren oder durch ungenaues Passspiel dem Gegner den Ball in die Füsse spielten.

Die St. Galler Frauen kämpften um jeden Ball, gingen weite Wege und zeigten enormen Einsatz und Willen. Sie erarbeiteten zwei weitere Torchancen, Stäbler und Schweer kamen kurz hintereinander zum Abschluss, jedoch gingen ihre Schüsse haarscharf am Tor vorbei bzw. wurden vom gegnerischen Torwart im letzten Moment geklärt. Yverdon konnte noch den ein oder anderen Konter herausspielen, allerdings ebenfalls ohne Torerfolg.

Und so blieb es nach 90. Minuten beim 0:0.

Was kann man nach dem Spiel festhalten? Die Frauen des FCSG haben alle gut gespielt, mit Herz und Leidenschaft gekämpft und grossen Einsatz gezeigt. Leider hat es nicht zu den ersehnten 3 Punkten gereicht. Immerhin das erste Mal in dieser Saison ohne Gegentor und ohne Niederlage. Das ist ein guter Anfang und sollte allen Mut für die kommenden Wochen geben.

Jetzt gilt es auf diese gute Leistung weiter aufzubauen und dann am kommenden Sonntag in Lugano wieder den nächsten Schritt zu tun.

Anpfiff ist dort am Sonntag, den 21. Februar 2016 um 15.30 Uhr.

 

Tor: Keine.

Aufstellung FCSG Frauen: Studer, Stäbler, Egger, Iseli, Rohner, Riesen (84. Alfaré) Bischof, Fehr,  Salaorni (72. Wirth), Beerli (84.Baumann), Schweer

Aufstellung Yverdon Feminin: Zurkinden, Fai, Rudan, Mallaun, Pajovic, Gillioz, Hurni, Riat, Raemy, Bodenmann, Tamburini (90+2. Imrak).

Verwarnungen: 45. Egger, Unsportlichkeit.

St. Gallen, 13.02.2016

Bericht:  Gesa Jürgens

Foto: Doris Studer

 

NEWS U16

Unter dem neuen Trainergespann Eken/Raymann starteten die jungen Mädchen in die Saison.
Der Trainingsstart verlief nicht wie gewünscht. Mit einem kleinen Kader ging’s in die
Vorbereitungsphase. Im Verlauf vergrösserte sich dieses aber zusehends und es entstand ein tolles und williges Team, das gut in die Saison startete. Die ersten beiden Spiele gewannen sie klar. Danach mussten sie Punkte liegen lassen, gegen ein schlagbares Herisau und St. Otmar, und ein dominierendes Teufen-Appenzell. Anschliessend folgten wieder Siege bis fast am Schluss der Saison. Einzig gegen Neukirch-Egnach verlor man noch. Damit schlossen die jungen Mädchen die Gruppe der Junioren C 2. Stärkeklasse auf dem 5. Tabellenrang ab. Nach dem Blitzturnier in Luzern waren die Erstkämpfe vorerst vorbei und die Winterpause stand vor der Tür.